Liebe auf den ersten Trick

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   2018
Liebe auf den ersten Trick Poster

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Eine Screwball-Komödie! Sat.1 hat sich große Ziele gesetzt, allerdings weckt das Etikett Erwartungen, an denen diese weitgehend witzlose Geschichte kraftlos scheitert.

    Dabei ist schon allein die Kombination Veronica Ferres und Dieter Hallervorden ungewöhnlich und vielversprechend, zumal die Geschichte genug Potenzial für kurzweilige neunzig Minuten mitbringt. Ferres spielt die Schwindlerin Annabelle, die ihre vermögenden verheirateten Liebhaber schon seit Jahren mit der immer wieder gleichen Methode übers Ohr haut: Angeblich hat Annabelle 30.000 Dollar in eine gemeinsame Kreuzfahrt investiert, an der ihre Opfer aber gar nicht teilnehmen können; selbstverständlich zücken die Männer umgehend das Scheckheft. Als ihr ein früheres Opfer auf die Schliche kommt und sich das Schweigen mit 300.000 Dollar bezahlen lassen will, muss Annabelle einen richtig großen Fisch an Land ziehen. Ihre Freundin Claire (Renate Stuurman) hat den perfekten Tipp für sie. Claire soll für den Lottomillionär Reiner (Hallervorden) die Hochzeit seiner Tochter ausrichten. Der Alte, ein misstrauischer Pfennigfuchser, zappelt bald in Annabelles Netz, aber dann stellt sie verblüfft fest, dass sie nicht die einzige ist, die es auf sein Vermögen abgesehen hat: Tom (Steffen Groth), der Verlobte von Tochter Tiffany (Katharine Mehrling), ist genauso ein Hochstapler wie sie selbst, und natürlich versuchen die beiden nun, sich gegenseitig zu enttarnen; bis sie sich ineinander verlieben.

    Das ist als Grundidee ganz hübsch, aber sehr viel mehr hat „Liebe auf den ersten Trick“ leider nicht zu bieten. Der Film wäre auch ohne die hochtrabende Bezeichnung „Screwball-Komödie“ eine Enttäuschung. Dieses Genre zeichnet sich nicht zuletzt durch Tempo und rasante Dialogduelle voller Esprit aus; von beidem kann hier keine Rede sein. Außerdem entwickelt sich zwischen Groth und Ferres keinerlei Reibungshitze. Hallervorden knüpft gleichfalls nicht an die großen Leistungen seiner Comeback-Werke „Sein letztes Rennen“ (2013) oder „Honig im Kopf“ (2014) an. Anders als frühere Sat.1-Filme, die zwar in Kapstadt entstanden sind, aber in Deutschland spielten („Super-Dad„, „Zum Teufel mit der Wahrheit“, beide 2015), ist die Stadt diesmal nicht nur Drehort, sondern auch Schauplatz. Für die Handlung ist das zwar nicht weiter wichtig, aber immerhin musste Kameramann Henner Besuch, dem es erfolgreich gelingt, Ferres zehn Jahre jünger wirken zu lassen, nicht dauernd darauf achten, dass die bergige Umgebung nicht ins Bild kam. Davon abgesehen hat Regisseur André Erkau seltsamerweise darauf verzichtet, die sehenswerte Landschaft in Szene zu setzen. Selbst bei einem Gleitschirmausflug von Reiner und Annabelle gibt es statt eindrucksvoller Panoramablicke bloß unglaubwürdige Nahaufnahmen der vor lauter Höhenangst quiekenden Annabelle. Auch bildsprachlich hat der Film keinerlei Raffinesse zu bieten. Womöglich hätte Sat.1 die Inszenierung besser dem Autor überlassen: Jan Haering hat mit „Undercover küsst man nicht“ 2016 ein temporeiches Regiedebüt hingelegt. Erkau dagegen ist bis heute kein Fernsehfilm gelungen, der an die Qualität seiner tragkomischen Kinoarbeiten (allen voran „Das Leben ist nichts für Feiglinge“, 2013) anknüpfen konnte. tpg.

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