Filmhandlung und Hintergrund

TV-Familiendrama vor der Kulisse norwegischer Fjorde.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Liebe am Fjord: Der Gesang des Windes: TV-Familiendrama vor der Kulisse norwegischer Fjorde.

    Was der titelgebende Gesang des Windes mit der Geschichte zu tun hat, erschließt sich einem auch nach längerem Grübeln nicht; sieht man mal davon ab, dass es zwischendurch ziemlich stürmisch wird. Zumindest stört er aber nicht weiter, zumal die Handlung selbst turbulent genug ist.

    Ausgerechnet am Tag der Silbernen Hochzeit überstürzen sich für ein Ehepaar die Ereignisse. Gerade noch hält Gatte Kaare (Jan-Gregor Kremp) eine ergreifende Rede, die seine geliebte Frau Hanne (Jutta Speidel) dahinschmelzen lässt, da bricht ihr gemeinsamer Sohn (Emil Reinke) zusammen. Die Untersuchung im Krankenhaus ergibt einen lebensgefährlichen Befund: Daniel braucht so rasch wie möglich eine neue Niere. Sein Vater stellt sich sofort als Spender zur Verfügung, aber als die Mutter unangemessen scharf protestiert, ahnt man schon, was nun folgt. Kaare lässt sich selbstredend nicht umstimmen, kommt aber als Spender nicht in Frage und muss völlig erschüttert zur Kenntnis nehmen, dass der Arzt (Hans-Jochen Wagner) das gar nicht schlimm findet: Man könne ja immer noch beim leiblichen Vater des Jungen vorstellig werden.

    Natürlich sind die Drehbuchautoren Maria Solrun und Jörg Tensing nicht als erste auf die Idee gekommen, einer Familie komplett den Boden unter den Füßen wegzuziehen, weil sich Sohn oder Tochter als „Kuckuckskinder“ entpuppen. Diesmal betrifft es sogar beide, Sohn und Tochter, aber Mutter Hanne hatte damals nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt: Wie in der erfolgreichen deutschen Kinokomödie „Irren ist männlich“ ist der Gatte nicht zeugungsfähig, hat sich aber sehnlichst Nachwuchs gewünscht; Hanne brauchte also einen Ersatzmann und hat ihn auch gefunden.

    Kremp und Speidel spielen den Konflikt, den das Paar nun ausfechtet, sehr überzeugend. Für ihn bricht die Welt zusammen, als er erkennen muss, dass er sein halbes Leben mit einer Lüge verbracht hat; aus Liebe wird über Nacht Enttäuschung und Verachtung. Sie wiederum will mit allen Mitteln um die Ehe kämpfen. Geschickt stellen Buch und Regie (Matthias Tiefenbacher) eine Dritte als Leidtragende ins Zentrum: Karoline Teska, ohnehin eine ganz wunderbare junge Schauspielerin, verkörpert als Tochter Emma den Schmerz, den die Wahrheit der gesamten Familie zugefügt hat. Zueinander finden sie dank Daniels Krankheit: Als Hanne endlich herausfindet, wo Leif Sörensen (Stephan Bissmeier), der Vater der Kinder, mittlerweile lebt, machen sich alle drei auf den Weg, um ihn um die Organspende zu bitten.

    Die Geschichte könnte sich selbstredend überall zutragen, aber der Film ist Auftakt zur neuen Filmreihe „Liebe am Fjord“, und deshalb spielt sie in der ebenso rauen wie schönen Landschaft Norwegens, die Kameramann Klaus Merkel immer wieder in eindrucksvollen Bildern einfängt. Außerdem hat der Handlungsort den Vorteil, dass man oft per Schiff unterwegs sein muss; auf diese Weise kann das Drehbuch noch flugs eine Liebesgeschichte zwischen Emma und dem jungen Kutterkapitän einbauen, der sie zu der Insel schippert, auf der Sörensen als Wettermelder arbeitet. tpg.

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