Les menteurs

  1. Ø 0
   1995
Les menteurs Poster

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Werke wie Fellinis „8 1/2“, Truffauts „Die amerikanische Nacht“ oder Orson Welles‘ „F … wie Fälschung“, gerne Film-im-Film oder Meta-Filme oder selbstreflexive Filme genannt, haben mit Eile Chouraquis wunderbarem Ensemble-Film, dem „Bartholomäusnacht“-König Jean-Hugues Anglade virtuos präsidiert, eine schöne Ergänzung gefunden, diesmal aus der Perspektive der Drehbuchautoren und mit jenem Umkehrwitz, der Filme dieser Art attraktiv macht, weil sie sich wie eine Puppe in der Puppe aufbauen und in jeder Schale eine neue Überraschung steckt: bis zum Mehrfach-Ende.

    Eines Tages ist Zac (Jean-Hugues Anglade, der im Mai mit seinem ersten eigenen Film anfängt und von Elie Chouraqui vor zehn Jahren entdeckt wurde, noch vor „Betty Blue“), Autor und Regisseur, aus Hélènes (Lorraine Bracco parle français) Schauspielerleben verschwunden. Als er acht Monate später verwildert wieder auftaucht, muß ihn Produzent Marcus (Sami Frey, ewig attraktiv) zur Arbeit mit der hoffnungsvollen jungen Drehbuchautorin (Valeria Bruni-Tedeschi), die sich bei Hélène eingerichtet hat, zwingen.

    Die Arbeit der beiden, im Hotel, auf der Straße, als Einschmuggelgäste auf reicher Leute Hochzeitsparties, im Bett und im Studio umso schwieriger, als Zac als neuen Stoff seine „verlorenen acht Monate“ schreibt, umschreibt, erfindet, erlügt – was im Film jeweils mit anderen Schauspielern (so der hübschen Julie Gayet) als Szene realisiert wird. Bis zum Tode von Marcus, der mit Gangster-Geld Kunst machen wollte und mit Genickschüssen endet (Anspielung auf einen aktuellen Fall in Frankreich), und bis zum Start des dann doch fertig gestellten Films. Inzwischen haben sich Zac und die „Neue“ natürlich ineinander verliebt. Elie Chouraqui („Duett zu dritt“), ein sehr kluger Regisseur, der offen seine Schwierigkeiten mit Filmschlüssen zugibt, hat dem Titel gemäß alle Formen der Lüge in seinen schwerelosen kinematographischen Kameraspaziergang eingebaut. Insofern ist der Film trotz oder gerade wegen seiner Kunstfertigkeit so einfach wie das Lügen-Leben jedes Menschen – á la française oder anderswo. Bei geplantem Einsatz für eine Chance gut. ger.

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