Le Mac - Doppelt knallt's besser

  1. Ø 3.5
   2010
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Filmhandlung und Hintergrund

Le Mac - Doppelt knallt's besser: Publikumswirksame französische Actionkomödie mit Comedy-Star Rick Kavanian als Synchronsprecher in einer witzigen Doppelrolle.

Ace gibt als Zuhälter und Gangster den großen Macker. Doch wenn sein Boss ruft, wird er schnell eine Nummer kleiner. Das liegt auch an seinem schlechten Gewissen, soll er doch als Polizeispitzel den nächsten Drogendeal verraten. Die Sache wächst ihm über den Kopf und er täuscht – nicht ganz geschickt – seinen Tod vor. Durch Zufall gerät der Polizei sein äußerlich ihm gleichender, nach der Geburt getrennter Zwillingsbruder in die Hände. In einem Crashkurs lernt der brave Bankangestellte, wie man auf dicke Hose macht, und wird ins Milieu entlassen.

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Kritikerrezensionen

  • Die Actionkomödie „Le Mac“ erreichte in Frankreich 1,5 Millionen Kinozuschauer. Das in der Art einer Parodie ins Aberwitzige hochgeschraubte Ganovenstück um Geld, krumme Geschäfte, Drogen, nackte Frauen und Männer mit viel Schmuck hat Tempo und eine brauchbare Grundidee. Aber die Witze zünden nicht und sogar vielversprechende Szenen im Kinofilmdebüt von Regisseur Pascal Bourdiaux versickern in Albernheit.

    Ace heißt der schwarzgelockte Zuhälter mit der Lederjacke und den vielen Ringen an den Fingern, der morgens zuhause in Gesellschaft nackter Frauen aufwacht. An die amerikanische Action „Smokin´ Aces“ erinnert nicht nur dieser Name, sondern auch ein wenig die hochstapelnde Erzählweise. Für seine Mädchen, die in einem Nachtclub nicht nur, aber auch tanzen, und für seine beiden Helfer, die er herumkommandiert, ist dieser Ace der große Macker. Für seinen Boss Mendès und für die Polizei ist er ein kleines Würstchen. Rick Kavanian hat die deutsche Synchronstimme von Ace übernommen.

    Die Polizei greift nach dem Verschwinden des Kleingangsters also auf seinen Zwillingsbruder zurück, der ihm als braver Anzugträger höchstens wegen des Schnurrbarts ein wenig ähnelt. Die Beamten inszenieren einen Tiefgaragenüberfall, bei dem der arme Angestellte eine geladene Waffe vom Boden aufhebt und damit scheinbar einen Mann niederschießt. Sie drohen ihm, dass er, weil man ihn für den Gangster Ace halten wird, für viele Jahre ins Gefängnis kommt, es sei denn, er spielt für sie den verschwundenen Zwillingsbruder, von dem er bislang gar nichts wusste. So wenig glaubwürdig nicht nur dieser Einfall auch ist, zunächst macht die optische und mentale Verwandlung des Bankangestellten in den bösen Ace noch Spaß.

    Im Schnellkurs wird dem Mann der lässige, wiegende Gang antrainiert und die rüpelhafte Sprache voller Drohgebärden, die er draufhaben muss, um bei seinen Mädchen und den Gangstern in Marseille als echt durchzugehen. Hauptdarsteller José Garcia schafft die Verwandlung zur Karikatur eines üblen Burschen spielend und ist am besten in den Momenten, wenn er als der neue Ace die ungewohnte Nähe seiner schönen Gespielinnen genießt. Der Film hat ein paar gelungene Einfälle, um Lust und Last seiner Nächte mit drei Frauen zu schildern.

    Der falsche Zuhälter muss, ausgestattet mit Polizeimikrofon und oft nur mühsam überspielter Panik, kriminellen Beschäftigungen nachgehen, von der Schutzgelderpressung im chinesischen Restaurant bis zum getürkten Mord. Die Erlebnisse des verkleideten Zwillingsbruders, der später auch dem echten Ace begegnet, und seiner Kumpel geraten allerdings allzu oft tölpelhaft.

    Fazit: Französische Actionkomödie ohne zündenden Witz über einen Bankangestellten, der sich als Zuhälter ausgeben muss.
  • Publikumswirksame französische Actionkomödie mit Comedy-Star Rick Kavanian als Synchronsprecher in einer witzigen Doppelrolle.

    Wenn Ace sich breitbeinig über die Straße schiebt, ist klar, der Typ mimt nur den wilden Tiger und steht auf hartem Schein. Als Zuhälter und Gangster gibt er den großen Macker (daher auch der französische Titel „Le Mac“), wenn sein Boss ruft, wird er schnell eine Nummer kleiner. Nicht nur, weil mit dem nicht gut Kirschen essen ist, sondern auch wegen des schlechten Gewissens, soll er doch als Polizeispitzel den nächsten Drogen-Deal verraten. Die Sache wächst ihm über den Kopf und er verschwindet, nicht ohne Hinweise auf seinen (getürkten) Tod zu hinterlassen. Durch Zufall gerät dem Polizisten-Duo ein äußerlich genaues Duplikat in die Hände, der nach der Geburt getrennte Zwillingsbruder. Es handelt sich um Gilbert Chapelle, einem braven Bankangestellten, der versehentlich einen Mann erschossen hat. Entweder er schlüpft in die Haut seines ihm bis dato unbekannten Bruders oder er verschimmelt im Knast, drohen die Cops. In einem 36stündigen Crash-Kurs lernt das Weichei, wie man auf dicke Hose macht und wird als großmäuliger Ganove ins Milieu entlassen.

    Das Thema doppelte Persönlichkeit mal nicht als psychologische Spurensuche, sondern als lautes und selbstironisches Knallbonbon. José Garcia triumphiert in der Doppelrolle als Banker und Bad Boy mit Wuschelkopf, wenn er trotz Macho-Gestus den Spießer in der Seele herumschleppt, die Dame vom horizontalen Gewerbe treu anhimmelt und das Objekt der Begierde sogar zum Essen einlädt, im Restaurant fast den falschen Typen umlegt und – als sein Chef (ganz coole Gangsterparodie: Gilbert Melki) Lunte riecht – eine total verrückte Tanznummer im Puff hinlegt. Tarantinos „Pulp Fiction“ lässt grüßen und auch „Rocky“ wird Referenz erwiesen, wenn am Ende einer der Brüder einen Bademantel mit dessen Schriftzug trägt. Manchmal nähert sich Regisseur Pascal Bordiaux gefährlich nah der Geschmacklosigkeit und der Region unterhalb der Gürtellinie, aber ohne wirklich abzustürzen, dazu treffen die kruden Dialoge zu genau ins Schwarze. Und gekonnte Slapstick-Szenen brechen jegliche Vulgarität. Auch wenn einige Wendungen vorhersehbar sind – andere überraschen – und einige Gewaltexzesse nicht in die humorvolle Verwechslungskomödie passen, allein Carmen Maura als durchtriebene und an Absurdität kaum zu übertreffende Mutter versöhnt mit sämtlichen Filmschwächen. In Frankreich amüsierten sich 1,5 Mio. Zuschauer, nicht nur Rick Kavanian als Synchronsprecher sollte auch hierzulande das Publikum anlocken. Dieser Blödsinn macht einen Riesenspaß. mk.

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