Lautlose Morde

  1. Ø 4
   2009
Lautlose Morde Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Lautlose Morde: TV-Medizinthriller.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Verstrickungen zwischen Pharmaindustrie und Großkapital – ein brisantes Thema, spannend in Szene gesetzt, bietet Jörg Grünlers Thriller „Lautlose Morde“.

    Im Mittelpunkt des Geschehens steht der Investmentbanker Andreas Mersfeld (gespielt von Fritz Karl), dessen depressive Ehefrau sich in einer psychiatrischen Klinik das Leben nimmt. Ihre Mitpatientin Sarah (Jessica Schwarz) behauptet, das möglicherweise ein neues Medikament der Firma Pharma Votec zu dem Suizid verführte – ausgerechnet jenes Unternehmens, dessen Verkauf an einen Großinvestor Andreas gerade beruflich begleitet. Der Banker versucht auf eigene Faust die Hintergründe aufzuklären und stößt auf mysteriöse Machenschaften rund um ein Gutachten, das negative Nebenwirkungen des Medikaments aufzeigt.

    Grünler, der wie bei „Das Duo: Liebestod“ (2007) ein Drehbuch von Don Schubert in Szene setzte, stellt seine Hauptdarsteller Schwarz und Karl in den Mittelpunkt von „Lautlose Morde“. Der Zuschauer begleitet die beiden auf einer Reise nach Wien, die statt einer Aufklärung der Umstände des Todes von Andreas‘ Frau immer wieder neue Fragen aufwirft. Man wird, ebenso wie die männliche Hauptfigur, lange Zeit im Unklaren gelassen, wer in dieser komplizierten Geschichte um vermeintliche Medikamenten-Versuche mit ahnungslosen Patienten die Guten und die Bösen sind. Vor allem auch ein Verdienst der einmal mehr enorm wandlungsfähigen Jessica Schwarz in der Rolle der resoluten, aber auch emotionalen Sarah, die von ihrem eigenen Ehemann, dem Leiter der Psychiatrie, als psychisch krank und gefährlich eingestuft wird. In der letztgenannten Rolle glänzt Filip Peeters, der dem zwielichtigen Charakter mit seiner ruhigen, kühlen Darstellung die nötige Tiefe verleiht.

    All dies fotografiert Kameramann Markus Selikovsky in kargen, aber beeindruckenden Bildern, die das intensive Spiel der starken Darsteller unterstreichen. Dem Zuschauer bleibt genügend Raum, um sich auf die anspruchsvoll konstruierte Handlung zu konzentrieren, die bis zum Schluss den Spannungsbogen hoch hält. Insgesamt bietet „Lautlose Morde“ die intelligente Aufbereitung eines kontroversen Themas, die den Zuschauer fordert, aber auch gut unterhält. jl.

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