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Latin Boys Go to Hell

Kinostart: 09.10.1997

Filmhandlung und Hintergrund

Im Stil des klassischen Melodrams und der Telenovela erzählte Geschichte um Verlust der Unschuld und erster Liebe.

Justin Vega fiebert jeden Tag mit den Helden seiner Lieblings-Soaps und schlägt sich die Nächte in Clubs um die Ohren. Ans Erwachsenwerden denkt der 20jährige nicht. Als sein Cousin Angel auftaucht, verliebt er sich prompt in den Charmeur. Da läuft der ebenfalls soap-liebende Braulio Amok: Er hat es auf Justin abgesehen.

Soap-Opera-Fan Justin verliebt sich Hals über Kopf in seinen angereisten Cousin Angel. Sein Freund Braulio kann dies gar nicht gutheißen, schließlich sollte Justin in seinen Armen glücklich werden. Turbulente Liebeskomödie im Homosexuellen-Milieu.

Darsteller und Crew

  • Irwin Ossa
    Irwin Ossa
  • John Bryant Davila
    John Bryant Davila
  • Jennifer Lee Simard
    Jennifer Lee Simard
  • Alexis Artiles
    Alexis Artiles
  • Mike Ruiz
    Mike Ruiz
  • Anne Iobst
    Anne Iobst
  • Dashia
    Dashia
  • Ela Troyano
    Ela Troyano
  • Andre Salas
    Andre Salas
  • Jürgen Brüning
    Jürgen Brüning
  • Steve Gallagher
    Steve Gallagher
  • James Carman
    James Carman
  • Brian A. Kates
    Brian A. Kates
  • Ari Gold
    Ari Gold

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Latin Boys Go to Hell: Im Stil des klassischen Melodrams und der Telenovela erzählte Geschichte um Verlust der Unschuld und erster Liebe.

    Debütfilm der kubanischen New Yorkerin Ela Troyano, die die kaum bekannte Szene der schwulen Mexikaner aus Brooklyn mit den die kollektive Fantasie der dortigen Bewohner beherrschenden Telenovelas kreuzt und in Form einer melodramatischen Initiationsgeschichte einen mexikanischen Totentanz zelebriert. Die Mischung der katholischen Kitschutensilien mit den Poster-Ikonen der Jugend, der „spanglish“ rappenden Bands und der schwülstigen Travestie-Gruppe „Latin Boys go to Hell“ und schließlich der dokumentarischen Beobachtungen aus dem Viertel ergeben einen interessanten Einblick in die Auflösung der Kulturen ethnischer Minderheiten.

    Der 20jährige Justin, von der Latino-Mama moderat unterdrückt, muß sich mit Cousin Angel das Zimmer teilen. Während Angel im Treffpunkt Krash-Club mit der schönen Andrea flirtet, verdient Justin Geld als Aktmodell bei der Fotografin Monica. Obwohl er sich in Angel verliebt hat, gibt dieser sich Muskelmann Carlos hin. Als Carlos‘ eifersüchtiger und besitzergreifender Freund Braulio davon erfährt, läuft er Amok und bringt Carlos, Andrea und den sich schützend vor Justin stellenden Angel um, bevor er Selbstmord begeht.

    Über die Story von erster Liebe und dem Gesetz der Begierde hinaus reizt die Ästhetik des Films, die sich in vielen Details an Werner Schroeters „Der Rosenkönig“ annähert, opernhafte Einstellungen posierender Nackter mit dem Porzellankitsch und den Totenmasken der Mexikaner verbindend. Am besten greift der Einfluß der Telenovela „Dos vidas/Zwei Leben“, der alle verfallen sind und die Modelle für Dialoge, Verhalten und Lebenssicht bietet. Sie verzerrt die Realität, sodaß der Gewaltakt selbst wie eine Seifenoper wirkt. Für einschlägig interessierte Programmkinos vom Verleih GMfilms, der bereits „Stonewall“ und „Hustler White“ zielbewußt plazieren konnte. ger.

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