Filmhandlung und Hintergrund

Unverkrampft unmoralische schwarze Komödie um eine Gruppe von Studenten, die sich auf makabre Weise um Rassisten, Faschisten und puritanische Kreuzzügler kümmert.

Angewidert von der eigenen Apathie und ermuntert von der problemlosen Entsorgung eines gefährlichen Hausgastes, beschließen fünf Studenten, den Staat endlich aktiv zu verändern. Rassisten, Faschisten, religiöse und puritanische Kreuzzügler werden beim gemeinsamen Abendessen auf ihre Humanität geprüft und, bei Verfehlen des Klassenziels, vergiftet.

Jude, Pete, Paulie, Marc und Luke sind liberale, miteinander befreundete Studenten, die keiner Fliege etwas zuleide tun würden. Doch dann wird Mark von dem faschistoiden Geschwätz des Truck-Fahrers Zack so in Rage gebracht, daß er diesen kurzerhand ersticht. Schwer beeindruckt beschließt das Quintett, fortan mit weiteren politisch Radikalen genauso zu verfahren. Und so laden sie nacheinander einen Religionsfanatiker, eine Abtreibungsgegnerin und eine Bücherverbrennerin zu derem letzten Abendessen in ihr Haus ein…

Angwidert von dessen rechtsradikalen Sprüchen, bringt der liberale Student Mark einen Trucker um. Seine anwesenden Komilitonen sind beeindruckt. Endlich hat ihre politische Apathie ein Ende. Sie beschließen politische Diskussionen auf ihre Art zu lösen und laden Andersdenkende zum Abendessen ein. Makabre schwarze Komödie, die sowohl nach rechts als auch nach links austeilt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Last Supper - Die Henkersmahlzeit: Unverkrampft unmoralische schwarze Komödie um eine Gruppe von Studenten, die sich auf makabre Weise um Rassisten, Faschisten und puritanische Kreuzzügler kümmert.

    Psychologen und Soziologen fordern sie in der Theorie, fünf Studenten setzen die Prävention individuell und knallhart in die Praxis um. Menschlicher Abfall, vom Faschisten bis zum bibelfesten Homophoben, wird entsorgt und dem eigenen Garten als Dünger übergeben. Unter der Pflege der Regiedebütantin Stacy Title wächst daraus eine robust-freche Kinopflanze, die bei guter und auch zu erwartender Mund-zu-Mund-Propaganda durchaus kommerzielle Blüten tragen könnte.

    Sie meinen es gut, die fünf liberalen Akademiker, die einen hilfreichen Truck-Fahrer nicht im Regen stehen lassen wollen und ihn zum gemeinsamen Abendessen einladen. Doch der gute Gast (herrlicher und gefährlicher Hohlkopf: Bill Paxton), der verunsichert mit der Lasagne kämpft, entpuppt sich als faschistischer, 1000 Vorurteile in seinen 900 Gehirnzellen mit sich tragender Ex-Marine, der nach kurzem Verbalaustausch mit seinem Messer zum Angriff übergeht. Doch die laschen Linken (darunter Annabeth Gish und Cameron Diaz, Jim Carreys Augenfang aus „Die Maske“) entwickelen ungeahnte Initiative, töten den sauertöpfischen Patrioten und lernen nach kurzer Trauerarbeit, wie sich im Staate wirklich etwas bewegen läßt. Anti-demokratischer, menschenfeindlicher Unrat, vom Homosexuellen-Hasser (Charles Durning, zuletzt in Jodie Fosters „Familienfest“) bis hin zur zensurwütigen Bücherverbrennerin, wird vom Quintett zum Abendessen eingeladen, einer Argumente- und Gewissensprüfung unterzogen, im Bedarfsfall zum Wohle der Nation vergiftet und als Tomatendünger recycelt. Im Grunde nur von dieser einen Idee und dem Defilee charakterlich und seelisch verkorkster „guter“ Amerikaner lebt diese schwarzhumorige Komödie der Journalistin und Drehbuchautorin Stacy Title, die für ihren Kurzfilm „Down On The Waterfront“ für einen Oscar nominiert wurde. Aber dieses humorvoll verschlüsselte Statement zur Apathie der Linken und Bigotterie der Rechten Amerikas unterhöhlt dank amüsanter Dialoge und der witzigen Auftritte einiger Gaststars (neben Paxton ist Ron Perlman als cleverer, satanischer Howard-Stern-Verschnitt ein absolutes Highlight) bis zum Ende, in dem das Quintett schließlich seinen Meister findet. Daß dieses letzte Abendmahl auch in deutschen Kinos angerichtet wird, ist nicht nur eine Hoffnung, sondern angesichts des Unterrepräsentierung solcher Komödienstoffe fast schon eine Notwendigkeit. kob.

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