Filmhandlung und Hintergrund

Die Beziehung eines jungen Paares wird auf die Probe gestellt. Sie beobachtet ihn mit einer Arbeitskollegin. Dann trifft sie auf ihren Ex-Lover. Hochkarätig besetztes Drama.

Joanna und Michael sind seit Langem ein Paar, doch nach einer Krise vor ein paar Jahren kommt ihre Liebe und damit ihre Ehe erneut auf den Prüfstand. Joanna spürt, dass Michaels Kollegin Laura ein Auge auf ihren Mann geworfen hat und er das vielleicht sogar erwidert. Als Michael mit seiner Kollegin ein paar Tage auf Geschäftsreise geht, gerät er genauso in Versuchung wie Joanna, die zufällig einer alten Liebe begegnet, die sie vor einigen Jahren in einer Ehekrise tröstete, die sie aber nie auslebte.

Bilderstrecke starten(22 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Last Night

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

4,3
3 Bewertungen
5Sterne
 
(2)
4Sterne
 
(0)
3Sterne
 
(1)
2Sterne
 
(0)
1Stern
 
(0)

Wie bewertest du den Film?

Kritikerrezensionen

    1. Um eheliche Treue und Versuchung geht es in dem Beziehungsfilm „Last Night“, einer französisch-amerikanischen Produktion. Das Regiedebüt der Drehbuchautorin Massy Tadjedin nimmt die moralischen Vorstellungen eines verheirateten Paares unter die Lupe, die Angst von Joanna und Michael, vom Partner betrogen zu werden oder selbst zu betrügen. Beiden begegnet im Laufe einer Nacht die Verlockung, untreu zu werden. Und beide zerbrechen sich die Köpfe darüber, ob sie das dürfen oder nicht. Weil das den ganzen Film über so geht und zwar fast ausschließlich in Form von Gesprächen, kommen einem die Figuren ziemlich überspannt vor.

      Treue und Betrug sind Begriffe, die erfunden wurden, damit es in Beziehungen nicht langweilig wird, damit der Geist liebender Menschen dauernd Probleme wälzt und damit Leute, die sonst nicht wüssten, wie das mit der Partnerschaft läuft, ein moralisches Regelwerk an die Hand bekommen. Ohne diese Begriffe und die Katastrophen, die sie in menschlichen Herzen auslösen können, gäbe es die großen Dramen in der Literatur nicht, das ist wahr. Aber ohne sie wäre es auch niemals zu einem nichtssagenden Film wie diesem gekommen.

      Wenn die erfolgreichen, angesehenen Eheleute Joanna und Michael, jeder für sich eine Nacht lang das Für und Wider eines Seitensprungs abwägen, wirken sie wie Kinder, die Erwachsensein spielen. Im ständigen Wechsel der beiden Handlungsorte verfolgt die Geschichte Michael und Laura in der Bar und im Hotelpool, Joanna und Alex im Restaurant, auf der Straße, in Küche und Schlafzimmer. Wie lang eine Nacht sein kann, beweist sich dabei eindrucksvoll, während die Paare nicht aufhören, nach der für sie immer noch reizvollen Möglichkeit eines Seitensprungs zu schielen. Joanna und Alex haben so starke Gefühle füreinander, dass schon ein Austausch von Blicken irgendwie bedeutet, Michael zu betrügen. Oder darf Joanna das ohne Schuldgefühl?

      Die Schauspielerriege, die sich mit solcher Pseudodramatik herumschlägt, ist namhaft: Sam Worthington spielt Michael, Kollegin Laura wird von der Leinwandverführerin Eva Mendes dargestellt, die hier aber nicht nur sexy ist, sondern auch nachdenkliche Töne anschlagen kann. Der französische Charmeur Guillaume Canet spielt Alex. Joanna schließlich, die eigentliche Hauptfigur und der schwierigste Charakter, wird von Keira Knightley gespielt: Die Darstellerin schafft den Spagat, Joanna sowohl als unreife Nervensäge erscheinen zu lassen, als auch mit ihrem Charisma auszustatten. Wenn Joanna auf dem Küchentisch sitzt und sich zum hundertsten Mal auf ihre Anmut und ihre geistreiche Konversation verlässt, muss man ihr, wenn auch höchst widerwillig, Glauben schenken.

      Fazit: Die Nacht ist lang und das Warten auf den Seitensprung lohnt sich nicht, denn die gewälzten Skrupel dieses Ehepaars bringen keine neuen Erkenntnisse.
    2. Last Night: Die Beziehung eines jungen Paares wird auf die Probe gestellt. Sie beobachtet ihn mit einer Arbeitskollegin. Dann trifft sie auf ihren Ex-Lover. Hochkarätig besetztes Drama.

      Mit internationalen Stars prominent besetzter und sensibel inszenierter Beziehungsfilm über Liebe, Versuchung und Treue.

      Wie man Ereigniskino auch im Alltäglichen verwurzeln und inszenieren kann, zeigt das Regiedebüt von Drehbuchautorin Massy Tadjedin („The Jacket“), das um die ganz normalen Dinge des Lebens kreist, dabei aber in der Beobachtung von Menschen und Emotionen Außergewöhnliches leistet. Den Beweis tritt Tadjedin bereits in einer längeren, den Film eröffnenden Partysequenz an, in der drei der vier zentralen Charaktere samt Beziehungsstatus und dessen möglicher Veränderung über Blicke und Gesten eingeführt werden.

      Misstrauisch beobachtet Joanna (Keira Knightley), wie Ehemann Michael („Avatar“-Star Sam Worthington) mit seiner attraktiven Kollegin Laura (Eva Mendes) flirtet. Bei der Rückfahrt im Auto liegt Spannung in der Luft, die sich zuhause in Joannas eifersüchtigen Vorwürfen entlädt, die Michael im Laufe der Nacht als grundlos entschärft. Am nächsten Morgen ist Versöhnung scheinbar realisiert, geht Michael auf eine zweitägige Geschäftsreise, auf der ihn seine Kollegin begleiten wird, trifft Ehefrau Joanna zufällig den Mann aus Paris wieder, mit dem sie die Erinnerung an eine vor ein paar Jahren erfahrene, aber nicht ausgelebte Liebe teilt. Die folgende Nacht wird für beide Ehepartner eine Prüfung, ob der Versuchung widerstanden und das fragile Vertrauen gerechtfertigt werden kann.

      Ein Hauch von „Hautnah“ liegt in der Luft, wenn Tadjedin alternierend zwischen den romantischen Minenfeldern surft, die Figuren feinfühlig beobachtet, die Emotionen ausgewogen dosiert und mit guten Dialogen die Themen analysiert - zwischen Liebe und Sex, Treue und Verführung, Routine und Reiz. Erotisch aufgeheizt ist die Atmosphäre, wenn Eva Mendes mit all ihren Attributen versucht, Worthingtons Defensive zu knacken, doch der Schwerpunkt des Films liegt auf dem anderen Schauplatz, auf Knightleys Figur, in deren Beziehung zum französischen Freund tiefere Gefühle involviert sind. Der Film spielt subtil mit dem Gedanken an Alternativkonstellationen, weist Frankreichs Star Guillaume Canet eine Nebenrolle mit Tiefgang und Regisseur Griffin Dunne als dessen smarten, charmanten und erfrischend direkten Freund die beste Rolle seit vielen Jahren zu. „Last Night“ unterhält klug und nie missionarisch, ist auffällig in seinen Darstellerleistungen, der atmosphärischen Musik Clint Mansells, im cleveren Schnitt von Woody Allens Cutterin Susan E. Morse und in der Zurückhaltung von Autorin und Regisseurin Tadjedin, die am Ende Knigthley nur Luft holen und damit vielleicht alles sagen lässt. kob.
    3. „Wertvoll”

        Eigentlich sind Joanna und Michael glücklich verheiratet. Auf einer Cocktailparty beobachtet Joanna jedoch eine überraschende Intimität zwischen ihrem Mann und seiner neuen attraktiven Kollegin Laura. Ein leiser Verdacht lässt Joanna nicht mehr los, erst recht nicht als sie erfährt, dass Michael und Laura zusammen auf Geschäftsreise gehen. Kaum sind sie abgereist, begegnet Joanna allerdings ihrerseits ihrer vergangenen Liebe Alex. Und eine schicksalshafte Nacht beginnt für alle vier. Das Regiedebüt der iranischstämmigen Amerikanerin Massy Tadjedin überzeugt mit sehr guten Darstellerleistungen und ausgefeilten Dialogen. Die Sprache ist subtil und zugleich direkt, enthüllt verborgene Gefühle und Unsicherheiten. Kamera und Montage gehen spielerisch mit den Figuren um und inszenieren reizvoll über die Blickführung. Auch die atmosphärische Musik unterstützt die aufgeladene knisternde Stimmung. So verdichtet die Regisseurin die Handlung auf das Zwischenmenschliche und die Gefühle, inszeniert raffiniert eine Art Kammerspiel mit offenem Ende. LAST NIGHT ist ein beachtliches Beziehungsdrama mit Gänsehautgarantie, intelligente und gefühlvolle Unterhaltung.

        Jurybegründung:

        Kannst Du der Versuchung widerstehen? Dies ist das Motto dieses Films, der die Geschichte eines jungen Ehepaares erzählt, welches in einer Nacht den Verlockungen des Ehebruchs ausgesetzt wird. Michael ist auf Geschäftsreise in Philadelphia, zusammen mit einer Kollegin. Beide wissen um ihr gegenseitiges intimes Interesse wie auch um den Respekt vor Michaels Ehe. Seine trotzige Standhaftigkeit fällt in der Nacht aber in sich zusammen.

        Michaels Ehefrau Joanna trifft zuhause in New York am gleichen Tag zufällig ihren ehemaligen Freund aus Paris wieder, den sie vor ihrer Ehe dort verlassen hatte. Im Laufe eines langen Abends wird ihre Treue auf eine harte Probe gestellt.

        Dramaturgisch geschickt werden die beiden Erzählstränge parallel zueinander geschnitten, wobei Kameraführung und Qualität der Dialoge sich entsprechend der doch unterschiedlichen Konstellationen stark unterscheiden. Das Spiel von Joanna und ihrem Pariser Exfreund Alex wird bestimmt von ihrem gegenseitigen Eingeständnis der noch immer bestehenden Liebe, was die subtile Kamera mit sehr intensiven Nahaufnahmen von gut inszenierten Blicken der beiden noch unterstreicht. Andererseits das Katz- und Maus-Spiel der sexuellen Annäherung zwischen Michael und seiner Kollegin Laura, was von der Kamera mehr mit Totalen begleitet wird.

        Wenn auch einem Teil der Jury der Film etwas zu langatmig und die Dramaturgie zu eindimensional erschien, zeigte sich die Mehrheit doch sehr angetan von diesem beachtlichen Beziehungsdrama. Einerseits der Kampf gegen das Begehren. Andererseits spürbare Emotionen und Verletzlichkeit. Dass der Film ohne große Handlung und Beachtung des sozialen Umfelds nur durch seine Dialoge Wirkung erzielt, ist eine Qualität des Drehbuchs und vor allem auch des guten Spiels der vier Hauptdarsteller, an deren Spitze besonders Keira Knightley beeindruckt.

        Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

      News und Stories

      • Eva Mendes als Fetisch-Lady in Unterwasser-Fantasy

        Eva Mendes als Fetisch-Lady in Unterwasser-Fantasy

        Die schöne Latina aus "Hitch" und "Ghost Rider" soll in "How to Catch a Monster" in einem Fetisch-Club die Gäste betören. Derweil lauert in einer Unterwasser-Stadt das Böse…

        Ehemalige BEM-Accounts  
      • Eva Mendes wollte Nonne werden

        Eva Mendes wollte Nonne werden

        Als Kind wünschte sich Eva Mendes nichts sehnlicher, als Nonne zu werden - bis sie herausbekam, dass man damit kein Geld verdient.

        Ehemalige BEM-Accounts  
      • Karriereende für Keira Knightley

        Karriereende für Keira Knightley

        Vor drei Jahren dachte die "Fluch der Karibik"-Schauspielerin ernsthaft daran, mit dem Filmedrehen für immer aufzuhören.

        Ehemalige BEM-Accounts  

      Kommentare