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Fakten und Hintergründe zum Film "The Last House on the Left"

Kino.de Redaktion |

Last House on the Left Poster

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Über die Produktion

In den fast vier Jahrzehnten seiner Filmkarriere entwickelte sich Wes Craven zu einem kulturellen Phänomen. Mit dem von ihm geschaffenen Klassiker „Nightmare – Mörderische Träume“ gab er dem Horrorgenre 1984 ein neues Gesicht und ein gutes Jahrzehnt später zerlegte er das Genre mit seiner „Scream”-Trilogie. Diese beiden Horrorreihen haben insgesamt fast eine Milliarde Dollar eingespielt und beweisen sein profundes Verständnis für die oft unbewussten Ängste, die in der menschlichen Psyche toben. Cravens Erfolg auf der Suche nach den Wurzeln des Terrors begann aber 1972 mit seinem ersten Film, dem bahnbrechenden Schocker „Das letzte Haus links“. Produziert wurde der Film von seinem Horrormeister- Kollegen Sean Cunningham, der später mit seinem unglaublich erfolgreichen „Freitag, der 13.” selber ein mächtiges Franchise begründete.

In den frühen 70ern war Amerika zerrissen durch den Krieg in Vietnam und die Studentenproteste im eigenen Land. Millionen Menschen waren erschüttert und desillusioniert vom Schlachtengemetzel, das jeden Abend die Fernsehnachrichten füllte. Zudem erkannten die Bürger die Ungerechtigkeiten innerhalb ihrer eigenen Welt. Junge Menschen wehrten sich gegen die herrschenden Zustände und kämpften für Bürgerrechte, Gleichberechtigung der Frauen und Rechte für Homosexuelle. Eine neue Generation von Filmemachern spiegelte das Aufbegehren dieser Zeit und testete die Grenzen gewohnter Kinounterhaltung aus.

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Zu diesen Filmemachern gehörten auch Craven und Cunningham, die mit stiller Entschlossenheit ihre Arbeit an einem Film aufnahmen, der den Kurs des modernen Thrillerkinos extrem verändern würde. „‚Das letzte Haus links’ ist ein Kind seiner Zeit”, so Craven. „Das Althergebrachte wurde über Bord geworfen, Regeln wurden gebrochen und alle versuchten, die Zensur zu unterwandern oder zu umgehen. Gegen das Establishment zu sein, gehörte für die meisten von uns zum guten Ton. Der Vietnamkrieg war das beherrschende Thema und die eindrucksvollsten Bilder dieser Zeit stammten aus Dokumentarfilmen über diesen Krieg. Mit ‚Das letzte Haus links’ wollten wir die Gewalt so zeigen, wie wir sie wirklich empfanden. Wir wollten die düstere Schattenseite des Hollywood-Genrefilms zeigen. Wir haben ganz bewusst alle B-Movie-Vorgaben auf den Kopf gestellt.”

Der ins Filmfach gewechselte Geisteswissenschaftler Craven nahm die Inspiration für seinen Film aus Ingmar Bergmans „Die Jungfrauenquelle“, der wiederum auf der mittelalterlichen Ballade „Töres dotter i Wänge” basiert. Zu seiner Zeit war „Das letzte Haus links” eine drastische Abkehr von den vorwiegend faden Horrorfilmen der späten 60er und frühen 70er mit ihren verrückten Wissenschaftlern und grausamen Monstern.

Die beiden Filmemacher waren sich nicht sicher, ob ihr Low-Budget Film mit seiner kontroversen Geschichte wirklich ein Publikum finden würde. Im Grunde ging es ihnen einfach darum, sich mit einem Spielfilm auszuprobieren. „Als Sean und ich ‚Das letzte Haus links’ gemacht haben, dachten wir, dass unser winziger Film gerade mal in ein paar Kinos gezeigt werden würde”, erinnert sich Craven. „Wir dachten, dass niemand diesen Film sehen würde und dass niemand erfahren würde, dass wir diesen Film gemacht haben. Also hatten wir Narrenfreiheit und haben uns gesagt: ‚Wir zeigen Sachen, die man nie zuvor auf einer Leinwand gesehen hat. Wir überschreiten einfach alle Grenzen und machen, was wir wollen.’”

Cunnigham beschreibt das Original als Guerilla-Film. Er entstand mit einer winzigen Crew von 15 Leuten und einem Budget unter 100.000 Dollar. Um Geld zu sparen, entstanden die meisten Innenaufnahmen in den Häusern von Familien der Crewmitglieder in Westport, Connecticut. „Die ganze Sache war eigentlich ein Zufallsprodukt”, erinnert sich Cunningham. „Irgendjemand sagt: ‚Hey, ich habe eine Idee… lasst uns einen Film machen! Du schreibst, ich produziere, du führst Regie Ich mache Sandwichs und den Ton.’ Es war alles sehr primitiv. Filmemachen auf Studentenniveau, wie bei einer Schul- Theaterinszenierung, wo jeder rund um die Uhr arbeitet, um ein Stück auf die Bühne zu bringen. Wir waren einfach nur ein paar Kids, die mit einer Kamera herumprobiert haben.”

Angesichts dieser bescheidenen Ursprünge konnte natürlich niemand damit rechnen, dass der Film zum Kassenerfolg und zum Meilenstein des Thrillerkinos werden würde. Craven kann sich noch gut an das Startwochenende erinnern: „Ich rief bei Sean an, um zu hören, was der Film macht, und er fragte mich, ob ich sitze. Direkt darauf sagte er: ‚Der Film ist ein Hit, ein echter Kracher, die Leute standen rund um den Block vor den Kinos.’” Nachdem der Film erfolgreich in den Kinos gelaufen war, wurde er noch Jahre lang an Universitäten und Colleges in Mitternachtsaufführungen gezeigt. Er wurde gewissermaßen zur Mutprobe und zum Einstiegsritual für junge Horrorfans.

Der damals noch junge Roger Ebert, Kritiker der Chicago Sun Times beschrieb „Das letzte Haus links” als „eine kleine, harte und bittere Pille von einem Film, der ungefähr viermal besser als erwartet ist… einer dieser wenigen Filme, die an der Kinokasse Erfolg haben und trotzdem noch sehr viel mehr erreichen.”

Innerhalb der Filmindustrie wird Cravens „Letztes Haus“ von solchen modernen „Splat Pack”-Regisseuren wie Alexandre Aja und Eli Roth ” immer noch als wegweisender Einfluss auf ihre eigene Ästhetik des Horrors bezeichnet. Und mit dem Remake von Cravens und Cunninghams Meisterwerk können sie ein neues Mitglied in ihrem exklusiven Club willkommen heißen: einen jungen griechischen Regisseur namens Dennis Iliadis.

Produktion: Die Rückkehr ins letzte Haus Link

Fasziniert von dem erstaunlichen Erfolg solcher Horror-Remakes wie „Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre“ und Cravens eigenem „The Hills have Eyes - Hügel der blutigen Augen”, entschlossen sich die Produktionspartner zu einem zweiten Abstecher ins ‚letzte Haus links’. Da das Original mit einem wirklich minimalen Budget finanziert war, gab es viele Dinge, die wir uns einfach nicht leisten konnten”, erklärt Craven. „Glücklichweise hat diese neue Version ein sehr viel größeres Budget und wir konnten die Produktion deutlich ausweiten und mit sehr viel mehr Sorgfalt drehen.”

Um dem Klassiker den Zuschauern von Heute nahe zu bringen, wollten Craven und sein Team einem jungen, aufstrebenden Regisseur, der die Story 37 Jahre später mit einer neuen Perspektive auf die Leinwand bringt. Gesucht wurde ein visuell innovatives Talent, ein Regisseur, der nicht nur über genügend düstere Vorstellungskraft verfügt, sondern auch in der Lage ist, die Action, den Galgenhumor und den Terror des bahnbrechenden Originals wiederzubeleben - und all dass in einem neuen, eigenständigen Erlebnis zu vereinen.

Im Laufe der Jahre zogen das Team und Rogue Pictures über hundert Regisseure für diese Herausforderung in Betracht. Koproduzent Cody Zwieg war es, der den griechischen Regisseur Dennis Iliadis ins Gespräch brachte, nachdem er dessen Debüt „Hardcore” gesehen hatte. Er war extrem beeindruckt von der kontroversen Story des urbanen Liebesthrillers über zwei minderjährige Prostituierte in Athen. Er zeigte Cunningham, Craven und Cravens langjähriger Produktionspartnerin Marianne Maddalena den Film, die ebenso beeindruckt waren von der provokanten und frischen Herangehensweise an das älteste Handwerk der Welt. „Wir alle waren uns einig”, so Maddalena, „das es ein brillanter Film ist”.

„Hardcore” gehörte zur Auswahl der Variety’s Critics’ Choice Awards in der Kategorie junger europäischer Filme 2005 und gewann außerdem in Deutschland den begehrten Independence Award. Hinzu kam, dass der unabhängig produzierte Low-budget- Film nach sehr viel Mehr aussah und bewies, dass Iliadis sein Handwerk beherrscht und auch innerhalb eines engen finanziellen Rahmens höchst einfallsreich sein kann.

„Uns war klar, dass das Remake nur funktionieren konnte, wenn wir jemanden fänden, der neben den extremen Momenten der Story auch starke Charaktere erschaffen kann”, erklärt Zwieg. „Iliadis’ ‚Hardcore’ war zwar kein Horrorfilm, aber er zeigte eben absolut glaubhafte Charaktere in Schrecken erregenden, realistischen Situationen. Es gibt viele Regisseure, die all diese oberflächlichen Elemente beherrschen könnten – das Blut und die Schockmomente von „Last House” - aber Dennis hat bewiesen, dass er das kann, ohne dabei die Charaktere und ihre Entscheidungen bloßzustellen und nur auszubeuten.”

Iliadis war begeistert von der Chance, mit Craven zu arbeiten und mit „Last House” auch sein US-Debüt geben zu können. „Ich habe alle Filme von Wes gesehen und bin ein großer Fan”, so Iliadis. „Dieser Film hier basiert auf einer sehr archaischen, sehr ursprünglichen Story, was ein hervorragendes Fundament ist. Ich wollte die Schockkraft und Energie von Wes’ Film erhalten und gleichzeitig diese Story auf meine eigene Art und Weise weiterentwickeln.”

Bei „Hardcore” war es Iliadis durch eine lange Proben-Phase gelungen, aus seinen größtenteils nicht professionellen Darstellern unglaubliche Leistungen herauszukitzeln und auf die Leinwand zu bringen. Dieses Vorgehen nutzte er auch bei „Last House”. „Man muss sich die Charaktere eines Films gemeinsam mit den Schauspielern erschließen”, erklärt Dennis Iliadis. „Bei meinem ersten Film haben wir vor der ersten Klappe anderthalb Monate geprobt und waren so in der Lage, sogar schwierige Szenen, sehr schnell drehen zu können. Die Charaktere hatten wir in den Proben entwickelt und brauchten sie nur noch in die Story hineinstoßen. So wirkten selbst die extremsten Reaktionen ganz natürlich.”

Mit Cravens Original-Drehbuch als Vorlage machten sich die Autoren Adam Alleca und später Carl Ellsworth im Auftrag der Produktion daran, „Das letzte Haus links” ins Heute zu bringen. Ellsworth, der mit Craven schon bei „Red Eye“ zusammen gearbeitet hatte, genoss es, dem Horror-Einstand Cravens einen persönlichen Besuch abstatten zu können. „Es ist ein klassischer „Gut triumphiert über das Böse”-Film. Ich wollte einen Thriller daraus machen. Letztlich geht es um ganz normale Menschen in außergewöhnlichen Umständen, die man sich kaum extremer vorstellen könnte.”

Iliadis war vor allem von der Herausforderung begeistert, nervenaufreibende Spannungsmomente und komplexe Charaktere zu vereinen. „Der Film soll dich packen und nicht mehr loslassen. Gleichzeitig soll er uns zum Nachdenken anregen über Menschlichkeit und das Wesen der Menschen. Wer ist zivilisiert, wer unzivilisiert? Wer ist gewalttätig, wer normal? Unser Film hält dir das Messer an die Kehle und erzählt dir etwas über das menschliche Wesen und darüber, dass wir eine ziemlich spannende Spezies sind.”

Produktion: Die Besetzung

Vom ersten Moment an wusste Iliadis, dass eine perfekte Besetzung der Schlüssel zu „Last House” ist. Er brauchte unbedingt die richtigen Schauspieler, um das Publikum mitzunehmen auf den Leidensweg der Collingwood-Familie. Für ihn war es wichtig, dass die Zuschauer das Geschehen erleben, als würden sie ihren eigenen Freunden in ihren dunkelsten Stunden zusehen.

Zunächst stand die Besetzung der zentralen Rolle der Meisterschwimmerin Mari Collingwood auf dem Plan und es war nicht einfach, eine junge Schauspielerin zu finden, die in der Lage ist, diese emotionale Achterbahnfahrt darzustellen. Dutzende Schauspielerinnen waren im Gespräch, bevor sich der Regisseur und das Produktionsteam auf Sara Paxton einigten.

Bekannt durch ihre Auftritte in solchen Komödien wie „Aquamarin - Die vernixte erste Liebe“, „Plötzlich verliebt“ und „Sydney White“, war Paxton alles andere als eine nahe liegende Wahl für diese emotional extreme Rolle. Iliadis kann sich noch gut an die Diskussionen erinnern: „Sie hatte zwar hauptsächlich diese ganz bestimmten Rollen in Highschool-Filmen gespielt, doch sie verfügt eben auch über unglaubliche Intelligenz und hervorragende Instinkte. Ich habe diese Intelligenz sofort in ihren Augen erkannt und ihre emotionale Intensität hat dem Film zusätzliche Tiefe gegeben. Ich war im Grunde auf der Suche nach einem Paar Augen, das diese Geschichte erzählen kann und einen zum Mitfühlen zwingt. Sie hat mit ihrem Spiel eine beeindruckende und mutige Leistung gezeigt.”

Paxton stellte sich gerne der Herausforderung dieser körperlich und emotional so anspruchsvollen Rolle. „Ich habe lange Zeit nur Komödien gemacht und eher fröhliche Rollen gespielt”, sagt Paxton. „Ich wollte mich mit etwas völlig Neuem fordern, etwas, für das ich mich wirklich anstrengen musste.” Ihr war dabei durchaus klar, wie groß die Herausforderungen sein würden, insbesondere in der Szene in der Paige brutal umgebracht und Mari angegriffen wird. Sie wusste, dass diese Szenen schwer zu ertragen sein würden. „Ich hatte Bedenken, dass der Film zu plakativ mit Gewalt und Sex umgehen würde”, erinnert sich Paxton. „Dennis lud mich dann in sein Büro ein, um mich zu überzeugen. Ich hatte mir schon alles genau zu Recht gelegt und wusste genau, wie ich im klar machen wollte, was mich stört. Aber ich brauchte ihm gar nichts erklären, er wusste genau, worum es geht, und er wollte auf keinen Fall, dass diese Angriffsszene irgendeinen sexuellen Reiz hat. Genau das war mir wichtig. Ich wollte nicht, dass irgendjemand dadurch erregt oder angeregt wird. Es sollte ein reiner grauenvoller Gewaltakt sein.”

Immer wieder wurde die Crew von Paxtons Arbeitsmoral und ihrem Humor überrascht - vor allem, weil sie stets darauf bestand, möglichst realistisch zu drehen. „Sara hatte einige der schwierigsten Szenen”, erinnert sich Koproduzent Jonathan Craven. „Wir ließen sie morgens um Vier durch den Wald krauchen während ständig Wasser aus derRegenmaschine auf sie herunterprasselte. Im kalten Schlamm und Regen trug sie nur Unterwäsche und ein T-Shirt während alle anderen selbst in ihren dicken Mänteln froren. Sie kam einfach raus, erledigte die Szene, ging in ihren Trailer zurückt und tanzte dort ein Bisschen. Das sagt doch alles.”

Das „Last House”-Remake war eine melancholische Erfahrung für den Koproduzenten, der im Original einen Auftritt vor der Kamera hatte. „Ich war sechs Jahre alt und hatte einen Ballon in der Hand, den der Original-Krug platzen ließ”, erzählt Jonathan Craven. „Es war immer einer meiner Lieblinge unter den Filmen meines Vaters und so war ich natürlich begeistert davon, mich hier zu beteiligen. Ich wollte diesen Film beschützen, weil ich den ersten so toll fand.”

Für die Rolle von Maris Mutter Emma konnte das Team die Schauspielerin Monica Potter gewinnen, die man vor allem aus solchen Komödien wie „Patch Adams“ und „Hals über Kopf“ kennt, aber auch aus dem Horror-Erfolg „Saw“ und dem Thriller „Im Netz der Spinne“ nach James Patterson Bestseller. „Bei den Probelesungen des Drehbuchs war Monica unglaublich witzig”, erinnert sich Autor Carl Ellsworth. „Durch sie bekam ihr Part auf einmal einen speziellen trockenen Sarkasmus. Also schrieb ich noch ein Bisschen mehr Dialoge mit diesem bitteren Humor.”

Monica Potter ist selber Mutter eines Teenagers und fühlte sich von den hintergründigen Motiven des Filmes angesprochen. „Gereizt hat mich vor allem die Beziehung der Familienmitglieder und ihr Umgang mit der Tatsache, dass sie den Sohn verloren haben”, erklärt sie. „Sie wollen ihr Kind beschützen. Mehr nicht. Man würde alles tun, um seine Tochter zu beschützen. Erst recht, wenn man einen Sohn verloren hat.”

An der Seite von Potter spielt der erfahrene Regisseur und Schauspieler Tony Goldwyn die Rolle von Dr. John Collingwood. Dass dieser Mann Unvorstellbares durchmacht und Unvorstellbares tut, um seine Familie zu retten, war der besondere Reiz der Rolle für Tony Goldwyn. Zunächst hatte er allerdings genauso wie Sara Paxton ernsthafte Bedenken, diesen Part anzunehmen. „Ich war schockiert von der Brutalität der Geschichte im Drehbuch”, erinnert sich Goldwyn. „Marianne schickte mir dann Dennis’ Film ‚Hardcore’, und ich fand ihn unglaublich gut gemacht - mit sehr viel Sorgfalt und Liebe zum Detail. Man konnte eine große Menschlichkeit hinter all dem Schrecken erkennen. Auf jeden Fall konnte ich sehen, dass ich mich in die Hände eines talentierten Regisseurs begeben würde, und legte meine Bedenken beiseite.”

Iliadis war dankbar für Goldwyns umfangreiche Erfahrung nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Regisseur – Goldwyn hat verschiedene Serienepisoden und solche Filme wie „Männerzirkus”, „A Walk on the Moon” und „Der letzte Kuss” inszeniert. „Es ist großartig einen Schauspieler zu haben, der etwas von Brennweiten und Blick-Achsen versteht”, erklärt der Regisseur. „Er hat uns oft mit kleinen Tipps und Anregungen geholfen, die Arbeit zu beschleunigen.”

Martha MacIsaac spielt Maris Freundin Paige. Die junge aufstrebende Schauspielerin, die man vor kurzem in „Superbad” sehen konnte, erweitert mit diesem Film ihr Spektrum ins Thrillergenre. MacIsaac beschreibt Paige als etwas unberechenbar: „Sie ist frei, wild und lustig. Erst schüttelt sie sich vor Lachen, raucht Hasch und hat Spaß, und dann wird sie verrückt vor Angst als sie misshandelt wird… es war ein unglaublicher Trip, sie zu spielen”.

MacIsaac wurde genauso wie Paxton von den Anforderungen der Rolle überrascht. „Ich hatte noch nie zuvor einen körperlich so anstrengenden Job”, erklärt sie. „Wir haben einen Großteil der Stunts selbst gemacht: z. B. einen Hügel herabfallen oder umgeschmissen werden. Es gab einen Haufen Tage, in denen ich mit Minirock und Stiefeln durch den Wald gerannt bin, was wahrlich nicht das beste Outfit für diese Umgebung ist.”

„The Last House on the Left” ist letztlich die Geschichte zweier Familien, deren Schicksale innerhalb eines Zeitraumes von 24 Stunden tragisch aufeinanderprallen. Iliadis war fasziniert von den Parallelen zwischen den beiden Vätern, die wie gegensätzliche Pole wirken. „Da gibt es eine Familie, die nur durch Konflikt und Gewalt überleben kann, und da ist eine Familie, die versucht, das Richtige zu tun”, erklärt der Regisseur. „Aber es gibt eben doch Ähnlichkeiten. Damit die Geschichte ihre volle Kraft entfalten kann, sollte es Berührungspunkte zwischen dem perfekten Vater und dem sadistischen, kriminellen Vater geben.”

Das böse Familienoberhaupt wird von Garret Dillahunt („No Country for Old Men“) gespielt. Nach über einem Dutzend verschiedener Darsteller, die Iliadis für den Part vorsprechen ließ, hinterließ Dillahunt einen mehr als bleibenden Eindruck durch seine eher verschlagene und subtile Herangehensweise an diese Verkörperung des Bösen. Außerdem war es hilfreich, dass er einige Jahre zuvor bei einem Fernsehpiloten schon einmal mit Paxton gearbeitet hatte und es eine freundschaftliche Beziehung zwischen den beiden gab. „Bei unseren Vorsprechen haben die meisten Krug wie den typischen Standardschurken gespielt”, erinnert sich Iliadis. „Das ist natürlich ein Fehler, denn selbst der schlimmste Sadist lächelt ab und an. Man muss das Lächeln und dann die Veränderung in seinen Augen sehen können. Garret brachte diese feine Zweideutigkeit schon beim Vorsprechen in den Part ein.”

Krug menschlich anzulegen, war für Dillahunt die einzige Möglichkeit, den Psychopathen und seine widerwärtigen Taten vielleicht verstehen zu können. Für die Vorbereitung auf seine Rolle las er verschiedene Bücher über Serienmörder und ihre mutmaßlichen Motivationen. „Er ist kein besonders guter Vater, auch wenn er seinen Sohn sehr liebt”, beschreibt Dillahunt den Charakter von Krug. „Er ist verbittert und zornig darüber, dass sein Leben nicht besser gelaufen ist. Er versucht, die Einheit seiner kleinen, ziemlich verdrehten Familie zu bewahren. Und er ist natürlich der Rudelführer, der verzweifelt an dieser Position klammert.”

Jonathan Craven führt Krugs paradoxes Wesen noch etwas weiter aus: „Krug hat sich mit seinen eigenen Unzulänglichkeiten auseinandergesetzt… was dazu führt, dass er ein einzigartiger Schurke ist, ein Mann, der fast so etwas wie ein guter Vater ist, aber auch das schlimmste menschliche Wesen der Welt. Es ist seltsam. Er hat Gefühle für seinen Sohn, die sich aber zu etwas Fürchterlichem umkehren: Kränkung, Dunkelheit und Schrecken.”

Krug wird begleitet von seinen mindestens genauso fiesen Gangmitgliedern, die ihn zu seinen widerwärtigen Taten immer wieder anspornen. „Sie sind wie Spreekiller. Sie bemühen sich kaum, ihre Spuren zu verwischen“, erklärt Dillahunt. „Seine Bande ist in der gleichen Todesspirale wie er. Es ist, als würden sie lichterloh brennen und versuchen, so viel Schaden wie möglich anzurichten, bevor ihre Flamme gelöscht wird.”

Aaron Paul, der durch seine Rolle in der gefeierten Serie „Breaking Bad” bekannt wurde, spielt Krugs sadistischen Bruder Francis. Paul hatte die Rolle zunächst abgelehnt, doch das Produktionsteam wollte ihn unbedingt haben. „Ich habe ihn ganz einfach verfolgt. Ich habe ihn so lange genervt, bis er akzeptierte“, lacht Produzentin Maddalena.

Einmal an Bord, genoss Paul die Chance einen so fiesen Charakter zu spielen: „Ich habe niemals zuvor so einen Typen gespielt. Ich liebe es, mir eine völlig andere Haut überzustülpen und es macht Spaß, in so ein völlig verrücktes Wesen einzutauchen. Francis ist ein böser, sehr sexuell orientierter Mensch. Er liebt es, mit harmlosen Kreaturen zu spielen und ihnen Schmerzen zu bereiten.”

Die Schauspielerin Riki Lindhome kam als Krugs mörderische Freundin Sadie ins Team. „Sie ist ein Soziopath“, fasst Lindhome ihren Charakter zusammen. „Sie mag es, Menschen zu töten. Sie denkt nicht voraus und macht einfach, was ihr in den Sinn kommt.” Um sich in diese Mörderin hineinzudenken, stellte sich Lindhome eine Frau vor, die Krug zu 100 Prozent verfallen ist. „Sadie würde auf ihn warten, wenn er im Gefängnis sitzt. Sie würde ihn aus dem Gefängnis holen. Sie würde ihr Leben riskieren. Sie würde alles für ihn tun“, so Lindhome.

Das letzte Mitglied der Schurkenfamilie, Krugs hilfloser Sohn Justin, wird von Spencer Treat Clark („Gladiator“) gespielt. Clark hatte eine schwere Entscheidung zu treffen, als er das Angebot bekam. „Ich war hin und her gerissen“, gibt er zu. „Ich war gerade in meinem zweiten College-Jahr, gerade drei Wochen nach Semesteranfang, als diese Rolle auf meinen Tisch kam.” Den Ausschlag gab die Bedeutung der Rolle innerhalb des Thrillers. „Justin ist das moralische Zentrum der Geschichte, er ist der Leitfaden für den Zuschauer“, so Clark. „Es gibt nur wenig Hintergrund. Wir wissen nicht, woher Justin kommt. Wir wissen nicht, wie lange er mit seinem Vater, Sadie und Francis unterwegs ist.”

Nachdem die Besetzung der Rollen durch das Produktionsteam in Los Angeles abgeschlossen war, packten die Schauspieler ihre Koffer und flogen für eine intensive Probenwoche nach Cape Town in Südafrika. Für Iliadis war diese Probenzeit vor den eigentlichen Dreharbeiten der Schlüssel, um mit den Schauspielern an den Kern ihrer Charaktere heranzukommen. „Um die Wahrheit des Drehbuchs und der Charaktere zu finden“, so Iliadis, „muss man die Charaktere gemeinsam mit den Schauspielern ergründen. Ich treibe sie an, sich einzubringen und sich nicht zu sehr an die Drehbuchzeilen zu halten. Und wenn sie diesen Freiraum dann wirklich nutzen, entsteht eine ganz eigene Kraft. Erst musste ich etwas schubsen, aber dann konnte ich mich zurücklehnen und einfach nur zuschauen und lernen.”

Produktion: Das Design

Die Terminierung der Dreharbeiten für den Frühling 2008 hielt die Filmemacher durch unvorhersehbare Wettereinflüsse davon ab, an den Drehort des Originals in Westport, Connecticut, zurückzukehren. So wurde die Suche nach einer passenden Location ausgeweitet und führte sie schließlich über die westlichen Staaten Amerikas nach Rumänien und schließlich nach Cape Town. Hier fand die Produktion die perfekte Kombination aus erfahrenen Crews, finanziellen Erleichterungen und einer abgelegen See-Location, die problemlos als Double des originalen Schauplatzes durchgehen konnte. „Ich habe hier schon verschiedene Werbespots gedreht”, erklärt Iliadis. Das ist der Ort, an den die kommerziellen Crews im Winter ziehen. Man hat ein unglaubliches Spektrum an Locations und man kann dort fast jedes nordamerikanische Setting vom Nordwesten bis zum Südosten drehen.”

Als Produktionsdesigner wählte die Produktion den Südafrikaner Johnny Breedt, der sich freute mal wieder einen Abstecher ins Horrorgenre machen zu können. Ein paar Jahre zuvor hatte er bei der Craven-Produktion „The Breed” in Cape Town gearbeitet und dabei den Altmeister des Horrors kennen gelernt. „Ich habe bei ungefähr 10 Horrorfilmen gearbeitet”, so Breedt. „Bei Horrorfilmen kann man als Designer sehr viel spielerischer vorgehen und Dinge machen, die man bei Historien-Dramen oder Kostümfilmen niemals machen könnte.”

Da ein Großteil der Handlung auf dem Gelände des entlegenen Seedomizils der Collingwoods stattfindet, war es entscheidend, das perfekte idyllische Anwesen als Schauplatz des Horrors zu finden. Breedt und die Produktionscrew durchsuchten die Gegend nach geeigneten Örtlichkeiten. „Das Haus war natürlich die Location, die am schwierigsten zu finden war”, erklärt er. „Wir sind von Location zu Location gezogen und keine schien wirklich geeignet. Es war schon so weit, dass wir dachten, es wäre doch nicht der richtige Platz für diesen Film.”

Nach Wochen ergebnisloser Suche wurde das Team dann aber in einem Naturschutzpark fündig: Ein Parkgebiet mit einem Pinienwald, der in 45 Minuten von Cape Town aus zu erreichen ist. Das letzte Haus links, ein Gästehaus und eine separate Garage wurden auf dem Reservat-Gelände von Grund auf neu gebaut.

Um eine größere Authentizität zu gewährleisten, wurde sowohl das Äußere als auch das Innere der Häuser vor Ort errichtet. „Ursprünglich gab es die Idee, nur das Äußere auf dem Gelände zu bauen und die Innenaufnahmen im Studio zu drehen”, erinnert sich Jonathan Craven. „Dennis, Sharone und die Produzenten einigten sich dann aber darauf, ein voll funktionierendes Haus an unserer Location zu errichten, so dass wir innen und außen drehen konnten, ohne mit der ganzen Crew umziehen zu müssen. Es ist für die Innenaufnahmen nicht ganz so angenehm, insbesondere, wenn man nachts dreht, aber es war wesentlich für uns, so zu arbeiten. Also wurden wir für drei Wochen zu Nachteulen.”

Die Pläne für das Collingwood-Haus und das Gästehaus basierten lose auf einem über hundert Jahre alten, modernisierten Farmhaus, das auf Martha’s Vineyard in Massachusetts steht. Es wurde mit großer Sorgfalt vorgegangen und es wurde in den Entwürfen und in der Ausführung auf jedes Detail geachtet. Breedt und sein Designteam entwarfen nach hunderten von Fotos des „Vorlagen“-Hauses das ideale amerikanische Ferienhaus am See.

In einer unglaublichen Geschwindigkeit baute die Crew Haupthaus, Gästehaus und Garage und gestaltete das umliegende Gelände. Nach einigen Monaten standen die Häuser nicht nur, sondern sahen auch noch so aus, als würden sie dort schon ewig stehen. Breedt hatte natürlich darauf geachtet, alle Oberflächen so aussehen zu lassen, als wären sie über Jahrzehnte dem Wetter ausgesetzt gewesen. Jahrelange Erfahrung half Breedt und seinem Team dabei, dem Anwesen einen verwitterten Anstrich zu geben. „Gibt man einem Haus eine Geschichte, gibt das auch dem Film zusätzliche Schichten”, so Breedt.

„Es ist ein ziemlich altes Haus und es wurde mehrfach im Laufe der Jahre renoviert. Wenn man sich die Fassade anschaut, bekommt man den Eindruck, als wäre es mehrmals übergestrichen geworden, obwohl wir tatsächlich nur eine Grundierung und einen Anstrich durchgeführt haben. Wir haben dafür eine bestimmte Technik genutzt, bei der wir Mörtel aufspachteln, ihn anmalen, abkratzen und dann mit einem speziellen Finish per Paintbrush versehen. Als Besucher in das Reservat kamen, die nichts über das Haus wussten, dachten sie, es stünde schon seit Jahrzehnten dort.”

Mit Fotos schickte der Produktionsdesigner sein Team in Secondhand-Läden und auf Flohmärkte in Cape Town, um nach typisch amerikanischen Einrichtungsgegenständen, Dekorationen und Accessoires zu suchen. Trotzdem musste aber letztlich doch noch vieles aus Amerika importiert werden. Details wie Lichtschalter, Decken, Steckdosen oder Geschirrhandtücher mussten authentisch sein, um den Eindruck zu vermitteln, dass dieses Haus in Amerika steht.

Da ein großer Teil der Filmhandlung während eines Gewitters und sintflutartiger Regenfälle stattfindet, wurden riesige Regenmaschinenrohre an einem über 35 Meter hohen Kran über dem Collingwood-Anwesen aufgehängt. „Ich möchte den Autoren sagen, dass ein kleiner Satz wie ‚es regnet stark’ am Set keine Kleinigkeit mehr ist”, erklärt Iliadis lachend. „Wir hatten uns entschieden, nicht im Studio zu drehen, sondern direkt im Wald, und mussten eben auch den Regen dorthin bekommen. Die Rohre waren ständig verstopft und wir hatten viel zusätzliche Arbeit durch den Regen. Am Ende aber hat es sich gelohnt und dem Film eine spannende visuelle Ebene hinzugefügt.”

Produktion: Das Make-up

Einer der wichtigsten Gründe für den Erfolg von Wes Cravens Produktion „The Hills Have Eyes – Hügel der blutigen Augen” aus dem Jahre 2006 waren die beeindruckenden Makeup- Effekte der Academy Award® ausgezeichneten KNB EFX Group Inc. So gab es nie eine Frage, dass die Designer von „Die Chroniken von Narnia - Der König von Narnia“ auch die Make-up-Effekte für „The Last House on the Left“ machen würden. KNB und Craven können auf eine langjährige Zusammenarbeit zurückblicken und haben schon zahlreiche Monsterfilme gemeinsam geschaffen: „Wir haben schon ein Dutzend Jahre lang mit Wes und Marianne gearbeitet“, so Gregory Nicotero von KBN.

„Unser erstes Projekt für sie war ‚Das Haus der Vergessenen’ und seitdem waren wir an allen Filmen von Wes beteiligt. Er hat ein hervorragendes Auge für seine Charaktere, weil er sie schon so lange kennt. Und er weiß ganz genau, was er will. Ein Blick auf die Entwürfe reicht ihm, um eine klare Entscheidung zu treffen.” Von den Einschusslöchern bis zu den Wunden sorgte der südafrikanische Spezialist für die Make-up-Effekte Clinton Smith für eine beeindruckende Detailgenauigkeit. „Clinton steht seinen amerikanischen Kollegen in nichts nach”, so Maddalena. „Er arbeitete rund um die Uhr, um die bestmöglichenEffekte für uns herzustellen.”

Auch die stets gut gelaunte Sara Paxton kann sich gut an die Zusammenarbeit mit Clinton erinnern: „Ich war begeistert von Idee, schmutzig und blutig geschminkt zu werden. Ich hatte diese Wunde auf meiner Stirn wegen dem Autocrash im Wald und das hat mir zuerst großen Spaß gemacht. Aber am fünften Tag war es dann nicht mehr so lustig. Niemand schaut dir in die Augen, weil du völlig schmutzig und fertig aussiehst. Ich sah aus, als wäre ich von einem Laster überfahren worden.“

Dank KNB und seinem südafrikanischen Gegenstück gab es nicht einen langweiligen Moment auf dem „Last House“-Set. „Wir hatten einen Haufen blutrünstiger Leute bei den Dreharbeiten”, erinnert sich Jonathan Craven. „Wir hatten Hämmer, mit denen Köpfe eingeschlagen wurden, wir hatten gebrochene Nasen, wir hatten Maschinen, die Blut spritzen konnten und viele andere Schrecken erregende Dinge - ganz abgesehen von einigen Leuten, denen das Wasser im Munde zusammenläuft, wenn sie mit Blut hantieren dürfen.”

Produktion: Kamera und Visuelle Effects

Ein großer Teil der Spannung von „Last House“ entsteht durch seine außergewöhnliche visuelle Energie. Priorität war für Iliadis die Gestaltung eines schneidenden Looks und ansteigender Spannung in den Bildern, weswegen er Kameramann Sharone Meir für das Projekt anheuerte. Seine meisterhafte Arbeit bei „Mean Creek“ hatte für genau die kaum erträgliche Anspannung gesorgt, die der Regisseur für diesen Film auch wollte. Iliadis merkt dabei an, dass es durch ihre Zusammenarbeit häufig zu hitzigen Debatten während der Dreharbeiten kam. „Wir haben beide ein sehr mediterranes Gemüt“, lacht er, „also hatten wir eine ziemlich farbenfrohe Zeit. Wir streiten uns oft und haben interessante Gespräche. Es ist immer laut, aber letztlich haben wir eine sehr herzliche Beziehung.“

Wes Craven hält mit seinem Lob für den gemeinsam von Iliadis und Meir entworfenen Look nicht zurück. „Meir ist es grandios gelungen, den Geist des Originals und die Darstellungen der Schauspieler einzufangen“, erklärt der Filmemacher. „Sie haben einen der kraftvollsten Momente in der jüngeren Filmgeschichte geschaffen: Mari, wie sie nach der Misshandlungsszene in Richtung Wasser flieht. In diesen Aufnahmen liegt so viel Menschlichkeit und Würde – eine erstaunliche Leistung.“

Gemeinsam mit KNB arbeitete der innovative Visual Effects Supervisor Jamison Goei, der schon bei „Twilight“, „The Hills Have Eyes - Hügel der blutigen Augen” und der Fortsetzung für die Effekte zuständig war. Von den Einschüssen in die Wasseroberfläche eines Sees bis zum kochenden Kopf in der Mikrowelle, schufen Goei und sein Team aus Hightech-Künstlern die visuellen Effekteinstellungen für den Film und bauten sie nahtlos ein.

In einer Sache waren sich Goei und Iliadis dabei immer einig: Bildeinfügungen, Inserts sollten nur minimal eingesetzt werden. „Ich hasse Inserts“, so der Regisseur. „Es sollte möglichst alles vor laufender Kamera passieren. Ich hasse es, auf etwas umzuschneiden, das sich nicht innerhalb der echten Umgebung abspielt, nur um den Gore richtig hinzubekommen. Ich will, dass sich der Schrecken innerhalb der Szenen abspielt, was zwar schwieriger, aber letztendlich auch wirkungsvoller ist. So fühlt es sich organischer an und ist schockierender als noch so gute Inserts.“

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