Filmhandlung und Hintergrund

Intelligent erzählte Coming-of-Age-Geschichte aus Mexiko über Trauer, Verlust und Ich-Findung.

Nachdem der sechzehnjährige Juan den Wagen seiner Mutter gegen einen Strommast gesetzt hat, macht er sich auf den langen Weg nach Ersatzteilen. Dabei lernt er verschiedene skurrille Personen kennen und findet im Automechaniker einen guten Freund, der in nicht nur in die Weisheiten Bruce Lees einführt, sondern auch auf den rechten Pfad zurückbringt.

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Kritikerrezensionen

  • Lake Tahoe: Intelligent erzählte Coming-of-Age-Geschichte aus Mexiko über Trauer, Verlust und Ich-Findung.

    Mit feinsinniger Lakonie und Stilgefühl erzählter mexikanischer Film über den Marsch eines Teenagers ins Leben.

    Verglichen mit den bildmächtigen Filmen seiner Landsleute Alejandro González Inárritu, Alfonso Cuarón und Guillermo del Toro übt sich Fernando Eimbcke in „Lake Tahoe“ in strengem Minimalismus, der unversehens humorvolle Funken sprüht. An frühe Werke von Jim Jarmusch erinnern symmetrisch komponierte Scope-Aufnahmen leerer Räume und Schwarzblenden, die geduldige Lakonie Aki Kaurismäkis lugt an jeder sonnendurchglühten Straßenecke hervor. Durchdachtes Stilbewusstsein prägt die feinsinnige Geschichte über den Marsch eines Teenagers ins Leben.

    Der sechzehnjährige Juan (Diego Catano) hat den Wagen der Mutter gegen einen Strommast gesetzt. Auf der Suche nach Ersatzteilen läuft er in der menschenleeren Vorstadt von Yucatán von Werkstatt zu Werkstatt und begegnet skurrilen Personen: ein einsamer Alter, der mit seinem Kampfhund Müsli mampft und ein Punkrock-Girlie mit Kind, die ihn entjungfert. Automechaniker David (Juan Carlos Lara) wird sein Freund, übt als Bruce-Lee- und Shaolin-Fan auf der Straße Martial Arts und führt Juan mit Lees Weisheiten („Es ist unmöglich, solange du denkst, es sei unmöglich.“) ins Kino und auf die richtige Bahn.

    Dramaturgisch klug, gibt „Lake Tahoe“ erst kurz vor Schluss Juans Geheimnis (und das des Titels) preis. Der Vater ist tot, Juan ist aus der Zeit gefallen und braucht des langen Tages Reise, um zum kleinen Bruder und zur Mutter zurück zu finden und Verantwortung zu übernehmen. So wird aus der mexikanischen Odyssee auch ein wunderbar verhaltener Film über Trauer, Verlust und Ich-Findung. Sehr sehenswert und eine Perle für jedes Arthouse-Kino. ger.

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