La danza de la realidad

Kinostart: 29.06.2013
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Darsteller und Crew

  • Brontis Jodorowsky
    Brontis Jodorowsky
  • Pamela Flores
    Pamela Flores
  • Jeremias Herskovits
    Jeremias Herskovits
  • Alejandro Jodorowsky
    Alejandro Jodorowsky
  • Michel Seydoux
    Michel Seydoux
  • Xavier Guerrero Yamamoto
    Xavier Guerrero Yamamoto
  • Jean-Marie Dreujou
    Jean-Marie Dreujou
  • Maryline Monthieux
    Maryline Monthieux
  • Adan Jodorowsky
    Adan Jodorowsky

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Wer hätte im Jahr 2014 vorausgesehen, dass die Ikone Alejandro Jodorowsky ein echte Kino Comeback erleben würde? Der gebürtige Chilene gilt zumindest unter den Freunden der Midnight Movies aus den 70ern als Muss, auch wenn er später nur noch eine Handvoll Filme fertigstellen konnte. Aus der Sensation der frühen 70er wurde eine ewige Hoffnung. Immerhin gab es seit 1990 keinen Jodorowsky Film mehr zu sehen und schon gar keinen, den er selbst abgesegnet hätte! Aus verschiedenen Gründen kamen sämtliche Vorhaben Jodorowskys nicht zustande. Das Wunderkind der 70er schien am Ende. The Dance Of Reality aber ist ein semi-autobiographischer Film, der beweist, dass das Alter Jodorowsky nicht mürbe gemacht hat! Wir erleben hier das persönlichste und emotionalste Werk Jodorowskys seiner ganzen Karriere und - es wird das Publikum polarisieren! Bestimmt werden einige sogar sagen, dass The Dance Of Reality einer DER Filme des Jahres sei! Der Film blickt zurück in die frühen 30er nach Tocopilla in Chile. Dort wuchs Jodorowsky auf. Wir erleben den jungen Alejandro (Jeremias Herskovits) und seine Beziehung zu den Eltern. Der Vater Jaime (ironischer Weise gespielt vom Sohn Brontis Jodorowsky) ist besessen von Stalin und will Alejandro genauso erziehen. Er will einen Mann aus ihm machen! Die Mutter Sara (Pamela Flores) spricht so als würde sie in einer Seifenoper auftreten. Während der zweiten Hälfte des Films radikalisiert sich Jaime, verlässt seine Familie und endet physisch und spirituelll verkrüppelt. Interessant ist an dieser Stelle nicht nur die Vater-Sohn Beziehung, sondern auch Jodorowskys Faszination für Zwerge und Krüppel. Was ist neu an The Dance Of Reality? Ich denke, zum ersten Mal traut sich Jodorowsky, seine Ideen direkt, ohne Rechtfertigung vorzuführen. Es gibt keinen surrealen Filter und keine extreme Gewalt! Jodorowsky kommt schliesslich zum Schluss, dass er seinen Vater gleichzeitig hasste, aber eben auch liebte. Jodorowsky hatte es bestimmt nicht leicht seit der Fertigstellung seines letzten Films und deshalb doziert er auch so gern über Geld (bei ihm ist Geld das Böse schlechthin). Jodorowsky meditiert im Prolog über die Notwendigkeit des Geldes und wir zweifeln keinen Augenblick daran, wie sehr ihm die Suche nach Geldgebern zugesetzt haben muss. Aber es hat sich gelohnt! The Dance Of Reality steckt voller visueller Wunder - locker hätten seine Ideen für ein Dutzend Filme gereicht! Ich meine damit nicht nur, dass seine Bilder so ungewöhnlich und bizarr sind! Das Tolle daran ist die Tatsache, dass sie etwas Persönliches repräsentieren, etwas, das aus seiner Geschichte resultiert (auch wenn das auf den ersten Blick nicht klar wird). Ganz am Anfang erleben wir eine Szene, in der Alejandro Steine ins Meer wirft. Daraufhin bäumt sich eine gewaltige Welle auf und spült tausende von Sardinen an den Strand. Vom technischen Standpunkt mag das zwar alles nicht den neuesten Errungenschaften entsprechen, das Bild aber werde ich so schnell nicht aus dem Kopf bekommen (ganz im Gegensatz zu den allermeisten Big Budget Produktionen). Ich bin mir sicher, dass diese Szene eine Bedeutung hat für Jodorowsky, selbst wenn ich nicht genau erklären kann, welche denn nun genau! Vermutlich werden einige nun enttäuscht sein, dass die beiden Hälften von The Dance Of Reality nicht wirklich zusammen passen? Oder verwundert darüber, dass Jodorowsky das Geschehen nicht auf den Punkt bringen will? Solche Vorwürfe aber treffen nicht den Kern. Jodorowsky will uns mitnehmen auf eine visuelle Entdeckungs-Reise und präsentiert Bilder, die wir nie zuvor sehen konnten! Nicht einmal ein Vierteljahrhundert ohne Beschäftigung (zumindest keine, die wir auf der Leinwand bestaunen konnten) vermochte es, diese Leidenschaft Jodorowskys zu drosseln!

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