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Der Mann, der seine Haut verkaufte

   Kinostart: 13.05.2021

Filmhandlung und Hintergrund

Satirisches Drama um einen Syrer, der für die Chance, mit seiner Verlobten in Europa vereint zu werden, ein Schengen-Visum auf seinem Rücken tätowieren lässt und zum Ausstellungsstück für Kunstliebhaber*innen wird.

Der junge Syrer Sam (Yahya Mahayni) wurde durch den Syrienkrieg von der großen Liebe seines Lebens Abeer (Dea Liane) getrennt. Während sie in Belgien einen reichen Mann heiraten soll, konnte er sich mit letzter Kraft in den Libanon retten. Auf einer Kunstausstellung des kontrovers diskutierten Künstlers Jeffrey Godefroi (Koen De Bouw) wollte er nur etwas kostenlos essen, wird jedoch von dem Künstler ertappt.

Godefroi und Sam kommen ins Gespräch und der kontroverse Künstler bietet dem verzweifelten Flüchtling eine schnelle Möglichkeit für viel Geld an. Er möchte Sams Rücken vollständig tätowieren und ausstellen. Ohne groß nachzudenken, willigt er ein. Ihm wird das Schengen-Visum auf den Rücken tätowiert, das das problemlose Reisen in 22 EU-Staaten vereinfacht. Sam selbst kam an das Dokument nach seiner Flucht aus Syrien nicht auf legalem Weg heran.

Auf den Ausstellungen wird Sam jedoch nach und nach bewusst, dass er mehr verkauft hat, als seine bloße Haut. Die wohlhabenden Kunstliebhaber*innen wollen seinen Rücken zu astronomischen Summen kaufen.

„Der Mann, der seine Haut verkaufte“ – Hintergründe

Das tunesische Drama der Regisseurin Kaouther Ben Hania feierte auf den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 2020 seine Weltpremiere. Bei der Oscar-Verleihung 2021 wurde „Der  Mann, der seine Haut verkaufte“ als Bester Internationaler Film nominiert. Zu sehen sind Stars wie Monica Bellucci und Yahya Mahayni, der für die Hauptrolle des Syrers Sam mit einem Darstellerpreis in Venedig geehrt wurde.

Die Ereignisse im Film basieren lose auf wahren Begebenheiten: Ende der 2000er-Jahre ließ der Schweizer Tim Steiner seinen Rücken vom Künstler Wim Delvoye in ein Kunstwerk verwandeln. Das Bildnis einer Madonna mit Totenschädel wurde später an einen deutschen Kunstsammler verkauft. Steiner wurde am Gewinn beteiligt und willigte ein, nach seinem Tod die Hautpartie an den Käufer und dessen Erben zu übergeben.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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