Kubanisch reisen

  1. Ø 5
   1999
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Filmhandlung und Hintergrund

Kubanisch reisen: Kubanische, lebensfrohe Komödie um eine Gruppe Wartender an einer Busstation.

Die Schlange an einer Busstation inmitten einer kleinen Stadt auf Kuba wird länger und länger. Vorbeikommende Busse sind immer schon voll und der einzige, eigene Bus ist kaputt. Da bilden sich Grüppchen, werden Kontakte geknüpft. Der junge Ingenieur Emilio verguckt sich in Jaqueline, die leider verlobt ist. Nach Stunden des Wartens versuchen Emilio und eine Hand voll anderer den Bus selbst zu reparieren.

An der Busstation einer Kleinstadt auf Kuba warten zahlreiche Menschen auf ein Transportmittel. Doch entweder sind die Busse überfüllt oder halten erst gar nicht erst an. Die Schlange der Wartenden wird immer länger und das einzig greifbare Gefährt ist völlig marode. Da schlägt der junge Ingenieur Emilio den Ausharrenden vor, den Autobus selbst zu reparieren und die Haltestelle gemeinsam bewohnbar zu machen. Allmählich wandelt sich der trostlose Anblick. Kontakte werden geknüpft und Menschen lernen sich kennen.

Eine amüsante Komödie um das menschliche Miteinander in Fidel Castros Zuckerstaat, Kritik an Mangelwirtschaft und ineffizienter Bürokratie mit eingeschlossen.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Wer in Havanna „Erdbeer und Schokolade“ genossen und anschließend den luftigen Leichentransport quer durch Kuba im Road Movie „Guantanamera“ begleitet hat, der findet in Juan Carlos Tabios dritter Inseltour genau die Qualitäten, die die Vorgänger, noch unter der Ko-Regie von Tomás Gutiérrez Alea (1928 – 1996) entstanden, auszeichnete: feiner Humor, liebevolle Ironie, poetische Szenen, satirische Seitenhiebe, turbulente, auf Fakten basierende Geschichten und Plädoyers für ein menschlicheres Miteinander, Kritik an den Pannen und Peinlichkeiten von Fidel Castros Zuckerstaat, Mangelwirtschaft und ineffiziente Bürokratie eingeschlossen.

    Hieß es in „Guantanamera“ noch: Je länger der Weg, desto unerheblicher das Ziel, so kommen die Personen in „Waiting List“ erst gar nicht vom Fleck. In einer Busstation mitten im Niemandsland warten Dutzende von Reisenden auf die Busse nach Ost oder West, die nicht halten oder überfüllt sind. Ein haltender Bus hat lediglich einen Platz. Seit zwei Tagen versucht Stationschef Fernandez den abgewrackten Bus der Station zu reparieren, doch er bricht nach wenigen Metern zusammen. Da setzt sich der junge Ingenieur Emilio (Vladimir Cruz) mit dem Vorschlag durch, selbst den Bus zu reparieren und die Station nicht zu schließen, sondern bewohnbar zu machen. Von nun an sind alle, auch die zuerst zögernden oder sich aus unterschiedlichen Gründen Anschließenden gefordert.

    In wenigen Tagen hat sich die Busstation in ein kleine Paradies verwandelt, wird gestrichen, gar mit einer Bibliothek versehen und erlebt einige zarte Liebesgeschichten zwischen Unbekannten, einen Todesfall und eine Geburt.

    Oder war alles nur Utopie, der Traum vom sozialistischen Glück jenseits täglichen Schlendrians? Tabio jedenfalls setzt darauf, dass sich die besten Charaktereigenschaften der Menschen durchsetzen, wenn sie auf sich selbst zurückgeworfen sind. Träume kann man teilen, und Frustrationen rauslassen. Diesem Treiben zuzusehen, bereitet ungeheures Vergnügen, vor allem wegen des grandiosen Schauspielerensembles, aus dem neben Cruz sein Partner aus „Erdbeer und Schokolade“ genannt sei: Jorge Perugorria, der einen tatkräftigen Blinden spielt, der sehr gut sehen kann. Die satirische, mit surrealen Einsprengseln à la Bunuels „Der Weg, der zum Himmel führt“ versehene Busstationsballade hat das Potential, über Arthouse-Publika hinaus, mittlere Säle zu füllen. ger.

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