Filmhandlung und Hintergrund

Die meisten Eltern kennen das Phänomen „Cybermobbing“ nur vom Hörensagen, aber für viele Kinder ist es trauriger Alltag. Beschränkten sich Hänseleien früher auf den Schulhof, können Gemeinheiten heute dank des Internets im Nu verbreitet werden. Wie von Geisterhand tauchen plötzlich bloßstellende Filme oder Bilder auf. Die Opfer haben kaum eine Möglichkeit, sich zu wehren. Und weil das Netz solche Dinge nicht...

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

So werten die User ø 0,0
5
 
Stimmen
4
 
Stimmen
3
 
Stimmen
2
 
Stimmen
1
 
Stimmen
So werten die Kritiker (1 Stimme)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

    Kritikerrezensionen

    • Die meisten Eltern kennen das Phänomen „Cybermobbing“ nur vom Hörensagen, aber für viele Kinder ist es trauriger Alltag. Beschränkten sich Hänseleien früher auf den Schulhof, können Gemeinheiten heute dank des Internets im Nu verbreitet werden.

      Wie von Geisterhand tauchen plötzlich bloßstellende Filme oder Bilder auf. Die Opfer haben kaum eine Möglichkeit, sich zu wehren. Und weil das Netz solche Dinge nicht vergisst, werden sie sie im Zweifelsfall nie wieder los. Der SWR kann sich also auch bei den Eltern einer gewissen Aufmerksamkeit sicher sein, wenn er das Thema „Cybermobbing“ in den Mittelpunkt seines ersten Beitrags zur Kika-Reihe „krimi.de“ stellt.

      Fast wie bei einer Fallstudie beschreiben Marco Petry (Buch und Regie) und Robin Getrost (Buch), wie Fotos eines Mädchens ins Netz geraten und welche Folgen das haben kann: Nach einer feuchtfröhlichen Party verliert Klara (14) ihr mobiles Telefon. Die hämischen Kommentare der Mitschüler lassen den Schulbesuch am nächsten Tag in ein Spießrutenlaufen ausarten: Irgendjemand hat das Telefon gefunden und mit Fotos, die Klara in Unterwäsche zeigen, im (fiktiven) Netzwerk MySchool ein Profil eröffnet; die widerlichen Bemerkungen auf der virtuellen Pinnwand kann man sich vorstellen.

      Ähnlich wie zum Auftakt der Leipziger Kinderkrimis gibt sich auch in der SWR-Premiere ein echter „Tatort“-Kommissar die Ehre: Damals war es Peter Sodann in seiner Rolle als Ehrlicher, diesmal ist Richy Müller als Lannert mit von der Partie. Klaras Vater (Thomas Heinze) ist Rechtsmediziner und bittet den Kollegen um Hilfe. Allerdings wirkt Müller hier ungewohnt steif, weil seine Dialoge direkt aus einer Broschüre der Kriminalpolizei stammen könnten. Dafür sind die jungen Hauptdarsteller um so besser und außerdem bei der Zielgruppe bestens bekannt: Jette Hering (als Klara) und Jeremy Mockridge (als Mitschüler Tim, der sich um sie kümmert) haben schon gemeinsam für „Die wilden Hühner“ vor der Kamera gestanden. Die anderen jungen Schauspieler sind ebenfalls ausgezeichnet geführt. Und da die Jugendlichen selbst herausfinden, wer die Fotos ins Netz gestellt hat, kommt bei aller Didaktik auch die Krimiebene nicht zu kurz. tpg.

    Kommentare