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"Star Wars"-Komponist gewinnt ultimativen Filmpreis

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Rekordhalter in Sachen Oscars ist er ohnehin schon.

Das Gesicht zur berühmten Darth-Vader-Musik: John Williams, nächster Preisträger des AFI-Awards fürs Lebenswerk © Kurt Krieger / Fox

Mit 49 Oscar-Nominierungen hat John Williams unter den lebenden Künstlern die meisten (nur der verstorbene Walt Disney hatte mehr), gewonnen hat ihn Williams fünf Mal: für „Anatevka„, „Der weiße Hai„, „Star Wars„, „E.T.“ und „Schindlers Liste„.

Jetzt gibt’s obendrein noch den höchsten Preis, den Hollywood überhaupt zu vergeben hat: den Lifetime Achievement Award des American Film Institute (AFI), der angesehensten Vereinigung amerikanischer Filmschaffender. Damit ist Williams der erste Komponist, der mit diesem Preis fürs Lebenswerk geehrt wird.

„John Williams hat den Soundtrack zu unserem Leben geschrieben“, begründet Sir Howard Stringer vom AFI die Entscheidung. „Note für Note, jeder Akkord, jeder Refrain: Seine geniale Fähigkeit, Musik und Film zu vereinen hat diese Kunstform zu einer wahren Symphonie erhoben und Generationen von Zuschauern inspiriert, ihr Leben von der Magie des Kinos bereichern zu lassen. Das AFI ist stolz, ihm den 44. Lifetime Achievement Award zu verleihen.“

Der Sound der Filmgeschichte

Derart überschwängliche Töne gibt es selbst vom AFI selten zu hören. Aber kein Wunder, denn selbst wer sich nicht für Soundtracks interessiert, kennt trotzdem Williams‘ Arbeit: Bekannteste Beispiele sind die Fanfare, die bei Erscheinen der „Star Wars“-Schrift in jedem der bisher sechs Filme erklang, der imperiale Marsch, zu dem Darth Vader schwer atmend sein Unheil treibt, die bedrohlichen Bässe, zu denen der Weiße Hai im Wasser seine bedrohliche Finne kreisen lässt oder die orchestrale Traurigkeit, zu der Oskar Schindler sich dem Holocaust entgegenstellte, oder die triumphierende Hymne, zu der Indiana Jones nach verfluchten Artefakten sucht.

Zuletzt untermalte Williams Matthew McConaugheys dramatischen Weltraum-Trip in „Interstellar„, ließ Daniel Day-Lewis als Abraham Lincoln vor nachdenklicher Kammermusik gegen die Sklaverei kämpfen und brachte dem westlichen Publikum in „Die Geisha“ gekonnt asiatische Klangwelten näher.

Und natürlich steuert John Williams auch den Soundtrack zum nächsten „Star Wars“-Abenteuer „Das Erwachen der Macht“ bei - mit komplett neuem Material, das seine legendären Kompositionen und Themen ergänzen wird.

Zu Williams‘ Ehren wird das AFI am 9. Juni 2016 einen großen Gala-Abend veranstalten, bei dem ihm der Award dann persönlich überreicht wird - garantiert mit jeder Menge musikalischer Trips in die Filmgeschichte, die Williams als Komponist wie kein anderer geprägt hat.

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