Filmhandlung und Hintergrund

Schwedische Hitkomödie über Provinzpolizisten, die zur Jobsicherung die enttäuschende Verbrechensquote selbst in die Höhe treiben.

In einer beschaulichen schwedischen Landgemeinde schiebt die lokale Polizei eine ruhige Kugel. Allenfalls verirrte Kühe gilt es mal einzusammeln oder einen Schwarzangler zu verwarnen. Doch nun soll die Polizeistation genau aus diesem Grunde wegrationalisiert werden – und das von einer aus der Großstadt angereisten, zu allem Überfluss auch noch extrem attraktiven Beamtin! Prompt ist Schluss mit lustig: Das vormals friedvolle Örtchen hat urplötzlich ein Kriminalitätsproblem…

In einem Land mit acht Millionen Einwohnern zog diese charmante Kriminalkomödie etwa eine Million Besucher in die Kinos. „Jalla! Jalla!„-Regisseur und Shooting Star Josef Fares erneut in Hochform zwischen lakonischem Landhumor und „Matrix„-Zitat. Adam Sandler plant bereits eine Hollywood-Version!

Dass es im schwedischen Provinznest Högsboträsk vier Polizisten, aber kein Verbrechen gibt, wird zum Existenzproblem, als das örtliche Revier genau aus diesem Grund geschlossen werden soll. Damit der Bedarf an Ordnungshütern bewiesen werden kann, inszenieren die Cops Diebstahl, Brandstiftung, ja sogar eine Geiselnahme, um die Kriminalitätsrate in die Höhe zu treiben.

Im schwedischen Provinzkaff Högsboträsk gibt es vier Polizisten, zwei Streifenwagen – jedoch weit und breit keine Kriminellen. Das stört die Gesetzeshüter, die sich die Zeit durch überbordende Actionfantasien, Pokerturniere mit ortsansässigen Rentnerinnen oder der „Jagd“ auf entlaufene Kühe vertreiben, keineswegs. Ganz anders sehen das dagegen die Kollegen vom Hauptquartier, die eine Polizistin schicken, um die überflüssige Dienststelle zu schließen. Da bleibt den Kops nichts anderes übrig, als selbst Verbrechen zu inszenieren.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Kops: Schwedische Hitkomödie über Provinzpolizisten, die zur Jobsicherung die enttäuschende Verbrechensquote selbst in die Höhe treiben.

    Ein wenig Liebeserklärung an Hollywood, vielleicht auch eine Eintrittskarte dorthin ist die zweite Komödie des im Libanon geborenen Schweden Josef Fares. Wie schon zuvor „Jalla! Jalla!“ ist auch dieser Publikumserfolg über schwedische Provinzcops, die sich mit ungewöhnlichen Methoden gegen die drohende Arbeitslosigkeit stemmen, in seinem Humor exportierbar. Auch wenn das Drehbuch im letzten Drittel die originelle Ausgangskonstellation durch derbere Komik und Ermüdungserscheinungen etwas sabotiert, scheint eine Überraschung wie beim Vorgänger möglich, der es in einem schwierigen Markt immerhin auf mehr als 100.000 Zuschauer brachte.

    Charme und Witz entwickelt „Kops“ vor allem in der Etablierung der beschaulich ereignislosen Wirklichkeit und der Kontrastierung mit der actionreichen Fantasiewelt, in die sich einer der Cops, beseelt von den Träumen Hollywoods, regelmäßig flüchtet. In der schwedischen Provinzmetropole Högsboträsk, die eine motivierte Schnecke durchaus in einem Tag durchqueren kann, gibt es vier Polizisten, zwei Streifenwagen, aber kein Verbrechen. In den arbeitsintensiven Dienststunden halten die Cops durch Pokern mit rüstigen Rentnerinnen Kontakt zum Volk, geben entlaufenen Kühen Orientierungshilfe oder warten auf den großen Coup einer Geschwindigkeitsübertretung, der dann doch wieder nur unerfüllte Hoffnung bleibt.

    Mit leisem Humor führt das Drehbuch von Josef Fares und seinen Koautoren in dieses Actionmilieu ein und lässt dann zwei Figuren in den Mittelpunkt treten. Romantik bringt Cop Jacob (Fares Fares) und seine denkwürdigen Eroberungsstrategien beim Blind Date ein, Exzentrik sein Kollege Benny, der nach Dienstschluss gerne häkelt, bei der Arbeit aber so entschlossen vorgeht, wie es Hollywood-Idole ihm vorgelebt haben. Bennys „Matrix“-Fantasie, die ihn Kugeln in Bullet-Time austanzen lässt, ist ein frühes Highlight dieser Komödie, die von kleinen komischen Vignetten wie dieser lebt, aber das Potenzial ihrer Grundidee nicht ganz auszunutzen versteht. Denn mit der Ankunft einer Polizistin vom Hauptquartier, die die Schließung der Dienststelle ankündigt, tritt der Film in eine Phase mit vielen humoristischen Möglichkeiten ein. Nun nämlich produzieren die Cops in konzertierter Aktion Verbrechen, um ihren Arbeitsplatz zu sichern. Dabei ist die Rekrutierung des örtlichen Trinkers zum verordneten Ladendiebstahl ein absurd-komischer Einfall, dem danach nichts Gleichwertiges mehr folgen will.

    Stattdessen verlässt die bis dahin ausgewogene Komödie ihre Bodenhaftung, überdehnt die Glaubwürdigkeit mit einer Geiselnahme, in der Fares seine Actionträume ausleben kann, und flüchtet sich schließlich in einen Humor, den man von den Farrelly-, nicht aber den Fares-Brüdern erwartet hätte. So hat man nach 90 Minuten den Eindruck, dass diese liebenswert-amüsante schwedische Antwort auf „Supertroopers- Die Superbullen“ unter ihren lakonisch-absurden Möglichkeiten geblieben ist. kob.

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