Kommissarin Lucas: Wut im Bauch

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   2008
Kommissarin Lucas: Wut im Bauch Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Kommissarin Lucas: Wut im Bauch: Kommissarin Lucas muss ihre eigensinnige Schwester retten, die von ihrem flüchtigen Lover als Geisel benutzt wird.

Die junge Anna ist auf dem nächtlichen Heimweg überfallen und vergewaltigt worden. Ihr Vater, ein pensionierter Kriminalhauptkommissar, weiß auch genau, wer’s war: Kurz zuvor ist Robert Jandt aus dem Gefängnis entlassen worden. Er hat vor fünf Jahren Annas beste Freundin eine Woche lang eingesperrt und misshandelt. Ausgerechnet diesen Mann präsentiert Rike ihrer Schwester, der Kommissarin, freudestrahlend als ihren neuen Freund; und der hat für die Tatzeit kein Alibi.

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Kritikerrezensionen

  • In der Regel beginnen Krimis mit einer Leiche. Auch diesmal eröffnet zwar ein Mordversuch den Reigen der Verbrechen, doch mit dem eigentlichen Fall hat die Tat gar nichts zu tun: Bei der Beerdigung des Polizeipräsidenten wird Deuter (Thure Riefenstein), einer der Mitarbeiter von Ellen Lucas, angegriffen; der Vater eines Jungen, den er in Notwehr erschießen musste, sticht ihm ein Messer in die Brust.

    Gerade hatte Deuter noch gewitzelt, auf dem eigenen Begräbnis solle es weniger feierlich zugehen. Fortan wartet die Regensburger Kommissarin darauf, dass gleich zwei Menschen aus dem Koma erwachen: In der gleichen Klinik wie Deuter liegt auch die junge Anna (Henny Reents), die auf dem nächtlichen Heimweg überfallen, vergewaltigt und dann in die Donau geworfen wurde. Ihr Vater (Hansjürgen Hürrig), ein pensionierter Kriminalhauptkommissar, weiß auch genau, wer’s war: Kurz zuvor ist Robert Jandt (Ronald Zehrfeld) aus dem Gefängnis entlassen worden. Er hatte vor fünf Jahren Annas beste Freundin eine Woche lang eingesperrt, immer wieder misshandelt und vergewaltigt. Die Frau ist bis heute traumatisiert. Ausgerechnet diesen Mann präsentiert Ellens Schwester Rike (Anke Engelke) freudestrahlend als ihren neuen Freund. Die Nacht des Überfalls hat er bei ihr verbracht; just zur Tatzeit aber war er zwei Stunden weg.

    Sieben Mal hat Thomas Berger bei „Kommissarin Lucas“ Regie geführt, beim achten beschränkte er sich aufs Drehbuch und überließ die Inszenierung Christiane Balthasar. Die hat bereits bei „Bella Block“ und diversen „Tatort“-Krimis gezeigt, dass sie keine Angst vor großen Namen hat. Dank einer präzisen Vorlage ist die sonst so kühle und beherrschte Ellen Lucas diesmal ungleich fragiler, und das hängt nicht nur damit zusammen, dass Rike entführt wird. Die verschiedenen Erzählstränge münden immer wieder in die Vertrauensfrage. Der niedergestochene Deuter zum Beispiel hatte seine Kündigung eingereicht. Alle wussten Bescheid, nur seine Chefin nicht. Jandt wiederum ist ein Mann mit gewinnendem Auftritt, der plausibel zu erklären weiß, warum er seine frühere Freundin misshandelt hat; die Vergewaltigung bestreitet er im Übrigen vehement. Dass in seiner Wohnung wie auf dem Präsentierteller der Elektroschocker platziert ist, mit dem das jüngste Opfer attackiert worden ist, lässt Lucas wiederum heftig an der Integrität des pensionierten Kollegen zweifeln.

    Schließlich endet der Krimi, wie andere beginnen: mit einem Mord. Eine düstere und dennoch reizvolle Geschichte, die bloß in einer Hinsicht irritiert: Wie schon im vorletzten Fall, „German Angst“, taucht Lucas auch in den Rückblenden anderer Leute auf. Und in den Szenen auf dem Kommissariat nervt ganz gewaltig, dass permanent jener Klingelton zu hören ist, den man aus Hollywood-Klassikern kennt. tpg.

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