Kommissarin Lucas: Der Schwarze Mann

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   2008
Kommissarin Lucas: Der Schwarze Mann Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Kommissarin Lucas: Der Schwarze Mann: Die Regensburger Kommissarin muss den Mord an einem Zwölfjährigen aufklären...

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der sprichwörtliche „Schwarze Mann“ ist eine jener Schreckgestalten, mit denen Kindern früher Angst gemacht wurde. Dabei existiert er tatsächlich: In Deutschland treibt ein Serientäter sein Unwesen. Er hat bereits fünf Jungen ermordet und soll dreißig weitere missbraucht haben. Es gibt keinerlei Hinweise auf seine Identität.

    Auch ohne dieses Vorwissen ist jedem Krimi-Freund klar, dass es sich bei dem gesuchten Mörder eines kleinen Jungen nicht um den Hauptverdächtigen handeln kann; selbst wenn der Obdachlose (Peter Kurth) der perfekte Täter wäre. Er ist bereits als Gewalttäter aufgefallen, er kannte den Jungen, und vor allem: Sein Speichel ist im Gesicht des Kindes gefunden worden. Als er mitten in der Vernehmung an einer Hirnblutung stirbt, ist der Fall klar; zumindest für den Chef von Ellen Lucas (Ulrike Kriener). Doch die Kommissarin ist mit dieser allzu naheliegenden Lösung nicht zufrieden. Und da der Film gerade erst knapp 45 Minuten alt ist, weiß man: Sie hat recht. Tatsächlich ergeben sich alsbald neue Verdachtsmomente. Da wäre zum Beispiel der Wirt einer Waldkneipe in der Nähe des Zeltplatzes, auf dem der tote Junge mit anderen Kindern campiert hat. Außerdem hat einer der Sozialarbeiter, die das Zeltlager beaufsichtigen, für die Tatzeit kein Alibi. Und weil ein kleines Mädchen nachts einen „Schwarzen Mann“ gesehen hat, konzentriert sich die Polizei prompt auf den jungen Mann: Er ist dunkelhäutig.

    Pädophilie ist immer ein heikles Thema, zumal man beim Samstagskrimi auch damit rechnen muss, dass Kinder zuschauen. Das Drehbuch (Sabine Kalinowski, Patrick Weber; Bearbeitung: Christian Jeltsch sowie „Lucas“-Schöpfer Thomas Berger) vermeidet dieses Dilemma, indem es den Hintergrund lange völlig offen lässt und später auch nur andeutet. Trotzdem spielen Kinder natürlich eine große Rolle in dieser Geschichte. Regisseurin Christiane Balthasar nutzt die Chance, um der von vielen Zuschauern offenbar als zu hart und unleidlich empfundenen Kommissarin weichere Züge zu geben. Gerade ihre Gespräche mit dem kleinen Tim (Sandro Ianotta) sind sehr warmherzig. Darüber hinaus spielt der Junge eine Schlüsselrolle: Sein Hinweis auf einen „Zauberstein“ führt Ellen Lucas schließlich auf die richtige Spur. Da ist sie längst in die Waldwirtschaft umgezogen, denn zuhause ist es ihr zu eng geworden: Schwester Rike (Anke Engelke) hat sich bei ihr eingenistet und auch noch einen Hund angeschleppt, was im knurrigen Vermieter (Tilo Prückner) ganz unerwartete Beschützerinstinkte weckt. Die harmonische Integration dieser privaten Ebene, in anderen Krimis oft ein Fremdkörper, ist ein weiterer Beleg für die Qualität der Reihe. tpg.

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