Kommissar Wallander: Die fünfte Frau

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   2010
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Filmhandlung und Hintergrund

Kommissar Wallander: Die fünfte Frau: In dieser besonders düsteren Verfilmung des gleichnamigen Krimis von Henning Mankell steht das Innenleben des Kommissar noch stärker im Zentrum als sonst.

Nacheinander kommen drei Männer auf grausame Weise ums Leben. Eher sein Spürsinn als tatsächliche Indizien lässt Wallander vermuten, dass es sich jedes Mal um denselben Täter handelt. Verzweifelt sucht er nach Gemeinsamkeiten zwischen den Opfern. Der Tod seines Vaters lässt den ohnehin unwirschen Kommissar noch unleidlicher erscheinen. Angesichts des eigenen Schmerzes muss er umso irritierter zur Kenntnis nehmen, dass niemand den Mordopfern nachtrauert.

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Kritikerrezensionen

  • Henning Mankell, ohnehin bekannt für finstere Romane, erzählt mit „Die fünfte Frau“ eine ganz besonders sinistre Geschichte: Nacheinander kommen drei Männer auf grausame Weise ums Leben. Der erste stürzt in eine Tierfalle mit angespitzten Stäben, der zweite verbringt Wochen in einem Verließ und wird dann erwürgt, der dritte ertrinkt.

    Eher sein Spürsinn als tatsächliche Indizien lässt Wallander vermuten, dass es sich jedes Mal um denselben Täter handelt. Verzweifelt sucht er nach Gemeinsamkeiten zwischen den Opfern.

    Wie schon in „Der Mann, der lächelte“ ist der Kommissar auch diesmal durch den Wind: Sein Vater ist gestorben. Normalerweise würde eine Handlung diesen Verlust nutzen, um die Emotionen zu verdoppeln, zumal sich der alte Herr zuletzt große Sorgen um das Seelenleben seines Sohnes machte. Mankell und Drehbuchautor Richard Cottan setzen stattdessen auf den Kontrast: Wallander versichert den jeweiligen Hinterbliebenen, wie gut er ihren Verlust nachvollziehen könne, und muss ein ums andere Mal befremdet zur Kenntnis nehmen, dass niemand den Mordopfern nachtrauert.

    Das Innenleben des Ermittlers steht in diesem Film ohnehin noch stärker im Mittelpunkt als sonst. Der Tod des Vaters geht Wallander näher als gedacht, die offenkundige Entfremdung von seiner Tochter bestürzt ihn um so mehr; der sowieso meist mürrisch wirkende Kommissar ist entsprechend unleidlich. Klugerweise belässt es Regisseur Aisling Walsh beim emotionalen Aufruhr; die Geschichte ist packend genug, um sie ohne jede Effekthascherei umsetzen zu können. Um so unglaubwürdiger und ungelenker wirkt das Finale, als ein Kollege seelenruhig zuschaut, wie auf Wallander geschossen wird. Das Ende der Geschichte versöhnt dafür mit dem Seelenfrieden des düsteren Helden. tpg.

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