Knowing - Die Zukunft endet jetzt

  1. Ø 3.8
   2008
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Filmhandlung und Hintergrund

Knowing - Die Zukunft endet jetzt: Aufregend visualisierter Sci-Fi-Thriller um einen Zahlencode, der viele Katastrophen und dabei vielleicht auch die größte voraussagt.

Als 1959 eine amerikanische Schulklasse in einem Experiment ihre Zukunftsvisionen notiert und verschließt, ahnt niemand, was für eine erschreckende Bedeutung diese Unterlagen haben: 50 Jahre später gelangt Caleb (Chandler Canterbury) an das mysteriöse Papier. Sein Vater, Astrophysiker John (Nicolas Cage), entdeckt darin einen Code, der die schlimmsten Katastrophen der Menschheit exakt beschreibt. Und Fatales für die Zukunft vorhersagt.

Wieder einmal verkündet Hollywood eine unheilvolle Prophezeiung, und Hitgarant Nicolas Cage, der schon in „Next“ eine düstere Zukunft sah, versucht in diesem packenden apokalyptischen Thriller das Weltende abzuwenden. Alex Proyas („I, Robot„) verantwortet die actionreiche Vision.

Astrophysiker Koestler entdeckt Schockierendes. Eine 1959 ver- und gerade ausgegrabene Zeitkapsel enthält Zahlenreihen, die die größten Katastrophen der letzten 50 Jahre mit Zeit, Schauplatz und Opferzahl exakt voraussagen. Weil drei Ereignisse noch nicht eingetroffen sind, versucht Koestler zu warnen und gerät damit ins Zentrum von Tod und Zerstörung. Wohin sein Weg führen wird, ahnt er genauso wenig wie die Bedeutung seines Sohns für den Masterplan unheimlicher Männer, die nicht nur den Code, sondern auch seine Konsequenzen kennen.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Knowing“ mit Nicolas Cage ist ein ungemein spannender, vielschichtiger und düsterer Film über die Prophezeiung einer Katastrophe von apokalyptischen Ausmaßen. Natürlich ist die Geschichte mit den stummen Boten aus dem All nichts als ein luftiges Hirngespinst. Doch Regisseur Alex Proyas konstruiert daraus ein Kinoereignis mit Genre-Anleihen von Science Fiction über Action bis zum Familiendrama. Es ist reich an Emotionen, gut gespielt und schafft mit Spezialeffekten Katastrophenbilder von fast unerträglicher Intensität. Vor allem aber bleibt die Spannung bis zuletzt erhalten, weil es die zu befürchtende dümmliche Auflösung nicht gibt.

    Nicolas Cage spielt als Forscher eine Rolle, die an seine Figur aus „Das Vermächtnis des geheimen Buches“ erinnert. Auch den Astrophysiker John Koestler treiben Fragen nach unbekannten Zusammenhängen um, auch er schlittert in ein temporeiches Abenteuer und ist doch in erster Linie Familienmensch. Von Sorgen gezeichnet und abends Trost aus der Whiskyflasche suchend, hat er sich etwas Jungenhaftes bewahrt. Wenn die Mischung so stimmig ist wie hier, nimmt man Cage sowohl die Vorlesung an der Uni ab, ob das Schicksal vorherbestimmt oder Zufall ist, als auch seine nervöse, von böser Vorahnung geprägte Gefühlslage.

    Mit wenigen Pinselstrichen malt der Film jeweils eines der verschiedenen Szenarien, aus denen sich die Geschichte schließlich zusammenfügt, und dieses Hingetupfte regt die Emotionen und die Fantasie ungemein an. Nach Lucindas Geisterkontakten am Anfang führt der Film die Gegenwart als Abenteuerspielplatz ein: John grillt im Garten seines Hauses in der abendlichen Dunkelheit Würstchen für seinen Sohn und blickt mit ihm in das Teleskop zu den Sternen.

    Auch das große weiße Holzhaus der Koestlers mit der Veranda strahlt diese Heimeligkeit aus und ist zugleich ein Ort des Verfalls: Es ist voller alter Teppiche und Holzvertäfelungen, aber in Johns Zimmer sind die Wände nackt und fleckig und eine Leiter steht vergessen herum. Der Oktober hat den Wald rot gefärbt, aus dem die weiße Kugel des Observatoriums, an dem John einen Kollegen in seine Erkenntnisse einweiht, wie ein Fremdkörper ragt. Die Jahreszeit des Abschieds und der Ungewissheit spiegelt die gewaltige Umwälzung, die die Zahlenkolonnen verkünden.

    Mehr noch als im effektreichen Actionfilm „Wanted“ werden hier Superlative am Computer generiert und es gibt Katastrophenszenen von ungeahnter Wucht. Wenn ein New Yorker U-Bahnzug auf einen anderen aufprallt und die zerstörten Wagen sich durch den bevölkerten Tunnel drücken, entwickeln die Aufnahmen eine extreme Intensität. Und in der Schlussphase wird man von der kreativen Schönheit der Phänomene aus dem All überrascht.

    Die Geschichte speist ihre apokalyptische Angst aus mehreren Quellen, in erster Linie aus dem Trauma des 11. September, auf das der Film mit seinen Szenen von Überlebenden auf der Flucht wiederholt Bezug nimmt. Aber auch der Klimawandel und die Verletzlichkeit der Erde klingen an, so dass John trotz seiner naturwissenschaftlichen Einstellung bemerkenswert schnell bereit ist, an das bevorstehende Ende zu glauben. Dabei bietet die Familie John Halt und Trost in einer Zeit, da die Außenwelt aus den Fugen geraten ist.

    Fazit: Alex Proyas hat einen spektakulären Apokalypse-Thriller voller Atmosphäre geschaffen, in dem Nicolas Cage überzeugt.
  • Science-Fiction hat dank aufregender Bilder im Kino eine Zukunft, doch der Mensch im neuen Film von „I, Robot“-Regisseur Alex Proyas vielleicht nicht.

    Jahrelang umkreiste Hollywood dieses Projekt, bis für eine clevere Idee der dramatische Rahmen gefunden war. Ryne Douglas Pearson schrieb nach der Romanvorlage zu „Das Mercury Puzzle“ eine weitere Geschichte um einen rätselhaften Code, die Autoren von „Boogeyman – Der schwarze Mann“ ergänzten sie mit Spukelementen, und Proyas balancierte Familientrauma und Zerstörungsbombast aus. Das mysteriöse Opening weckt Assoziationen zu „Ring 2“, wenn ein schwarzhaariges Mädchen, getrieben von flüsternden Stimmen, wie besessen Zahlenreihen zu Papier bringt. Lucindas Seiten landen in einer Zeitkapsel, die 1959 an ihrer Schule vergraben wird. Woher die Zahlen stammen, in wessen Hände sie 50 Jahre später fallen werden, zeigt eine eindrucksvolle, detaillierte Satelliten-Annäherung aus dem All bis zum Haus von Astrophysiker Koestler (Nicolas Cage). Sein Sohn Caleb, der sich nach dem Tod der Mutter zurückzog, bringt Lucindas Vermächtnis mit nach Hause. Ein Zufall, Kontrast zur Verbeugung des Films vor der Vorbestimmtheit des Lebens, bringt Koestler auf die Dechiffrierungsspur. Die Zahlen sagen in Zeit, Schauplatz und Opferquote exakt die größten Katastrophen der letzten 50 Jahre voraus. Vor den drei noch ausstehenden versucht Koestler zu warnen, während er die Tochter (Rose Byrne) der verstorbenen Prophetin kontaktiert, deren Kind – wie auch das seine – Stimmen zu hören beginnt. Spannend baut Proyas („Dark City“) das Mysterium auf, in dem unheimliche schweigende Männer eine Hauptrolle spielen. Ihr erster nächtlicher Besuch im Hause Koestler ist vollendetes Gänsehautkino, ideal unterstützt von Marco Beltramis hier gespenstischem, sonst mitreißend dynamischem Soundtrack. Die Perfektion dieser Sequenz erreicht der Film nicht immer, der auch auf simple Schocks und dramaturgische Tricks zurückgreift, wenn Diebe für Terroristen gehalten und die Kids oft unbeaufsichtigt gelassen werden. Auch die Auflösung kann nicht mit der Einführung des Rätsels mithalten, doch die Herkunft der Herren ist letztlich weniger wichtig als die von ihnen vorhergesehenen Katastrophen. In diesen spektakulären Sequenzen, auf einem Highway, in der U-Bahn, auf dem Globus, spielt Proyas‘ verblüffend plastisch fotografierter Film seine Stärken und die des Mediums aus – und das realistischer und konsequenter als andere vor ihm. Hier kommt wirklich der Tag, an dem die Erde stillstand, wird nicht mehr geflüstert – in „Knowing“ eine Art Selektionsprozess – sondern geschrien. kob.
  • Einer der besseren Nicholas Cage Filme der letzten Jahre – was nur bedingt als Auszeichnung zu verstehen ist.
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