Kleinruppin Forever

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   2004
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Filmhandlung und Hintergrund

Kleinruppin Forever: Deutsch-deutsche Liebeskomödie über einen Wessi-Teenager, der einen Ausflug in die DDR macht und "drüben" bleiben muss.

Mitte der 80er Jahre reist der 19-jährige Tim (Tobias Schenke), seines Zeichens angehender Tennisprofi und Schwarm aller Mädels seiner Jahrgangstufe, mit der Schulklasse in die DDR. Dort wird er von seinem ihm bislang unbekannten Zwillingsbruder aus Neuruppin kurzerhand ausgeknockt und in seiner Person beerbt. Zurückgelassen hinterm eisernen Vorhang bleibt dem verwöhnten Tim nichts anderes übrig, als sich mit dem real existierenden Sozialismus zu arrangieren.

Charme, Einfallsreichtum und jede Menge nostalgischer 80er-Rückblick könnten Carsten Fiebelers deutsch-deutsche Teeniekomödie zum Sleeperhit an den Kinokassen machen.

1985 kommt der 19-jährige Tim aus Bremen, angehender Tennis-Profi und Mädchenschwarm aus gutem Haus, bei einem Schulausflug nach Kleinruppin in der DDR. Hier steht er plötzlich seinem Spiegelbild gegenüber, dem bis dato unbekannten Zwillingsbruder Ronnie. Der haut ihm eins über die Rübe und fährt statt seiner gen Westen. Tim bleibt zurück und muss Ronnies Platz einnehmen. Einzig der Bierdosen sammelnde Ziehvater ahnt, dass da was nicht stimmt.

Im titelgebenden Ost-Städtchen läuft der 19-jährige angehende Bremer Tennisprofi Tim zufällig seinem bislang unbekannten Zwillingsbruder Ronnie über den Weg. Der – nicht blöde – nutzt seine Chance, haut Tim eins über die Rübe und geht an seines Bruders Statt in den Westen. Der verdutzte Tim muss sich fortan mit einem trotteligen Ersatzvater, der nervigen Stasi und waghalsigen Fluchtversuchen herumärgern. Als er aber eines Tages der süßen Jana begegnet, muss Tim sich entscheiden: Karriere im Westen oder Liebe im Osten.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Passend zum Ostalgie-Trend erzählt diese deutsch-deutsche Liebeskomödie von den 80er Jahren in Ost und West und einem, der zum Ausflug in die DDR aufbrach und „drüben“ bleiben musste, weil sein unbekannter Zwillingsbruder aus Kleinruppin seinen Platz im Goldenen Westen einnehmen will.

    „Sonnenallee“ lässt grüßen mit Erinnerungen an die Stallwärme der DDR, an eine Zeit, in der die Hähnchen noch Broiler hießen, Coca Cola als Kapitalistengesöff galt und es in subversiven Zirkeln mächtig menschelte. In dieses fremde Land gerät 1985 der 19jährige Tim aus Bremen, ein angehender Tennis-Profi und Mädchenschwarm aus gutem, sprich reichem Hause. Bei einem Schulausflug nach Kleinruppin steht er plötzlich seinem Spiegelbild gegenüber, dem bis dato unbekannten Zwillingsbruder Ronnie. Der fackelt nicht lange, haut ihm eins über die Rübe und fährt statt seiner gen Westen, während der arme Tim glaubt, auf dem Mond oder bei den Marsmännchen gelandet zu sein. Er muss unmodische Klamotten tragen, darf nur nach Voranmeldung telefonieren und in der Fabrik fühlt er sich als Mitglied der Arbeiterklasse auch nicht wohl. Die coole Wessi-Art kommt überhaupt nicht an, zumal ihn jeder für den faulen Ronnie hält, nur der Bierdosen sammelnde Ziehvater ahnt, dass da was nicht stimmt. Einziger Lichtblick in sozialistischer Düsternis ist die flotte Jana und ein paar Jungs, die auf der Mundharmonika den Blues blasen. Gemeinsamkeit zwischen Ost und West: die Suche nach Liebe und heißen Parties. Der gebürtige Zwickauer Carsten Fiebeler lässt Gegensätze und überzeichnete Figuren augenzwinkernd aufeinanderprallen. Im Osten sind da der Stasi-Typ, der alles unter Kontrolle hat, der Betriebs-Blockwart, dem Schikane im Blut liegt, der Schwimm-Meister, der seine Schützlinge mit Drill und Durchhalteparolen zu guten Leistungen anspornt, Mädels mit Herz und kernige Kumpels – im Westen der harte Vater, verweichlichte und auf Labels fixierte Jugendliche, schick gestylte Mädchen ohne wirkliche Gefühle. Und mittendrin der Schlaffi, der plötzlich die Gelegenheit sieht, mit dem Kleinruppiner Schwimmteam endlich wieder in die Heimat zu kommen. Gut und Bös sind in diesem nett gemeinten Märchen mit überraschendem Ende schnell auseinanderzuhalten, auf Zwischentöne wird verzichtet, einen Mangel, den die Situationskomik nur bedingt wettmacht. Für Ostalgiker sicherlich kein Hindernisgrund, der Lust an alten Zeiten zu frönen. mk.

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