„Kleine Germanen“ im Kino

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Filmhandlung und Hintergrund

In einem interessanten Mix aus Dokumentation und Animation wird von Kindern und Jugendlichen erzählt, die in rechten Gruppierungen aufwachsen und sozialisiert werden.

Der Dokumentarfilm „Kleine Germanen“ beschäftigt sich damit wie es ist, in rechten Gruppierungen aufzuwachsen und sozialisiert zu werden.

Der großen Rahmen wird durch die Animation der Lebensgeschichte von Elsa gespannt, die durch ihren Opa – ein ehemaliger SS-Soldat – in der frühsten Kindheit mit rechtem Gedankengut in Kontakt kam. Spielerisch bringt er ihr Feindbilder und Nazi-Parolen bei und nötigt sie dazu, Hitlers „Mein Kampf“ auswendig zu lernen. Elsa wird älter, lernt den Neonazi Thorsten kennen und gründet mit ihm eine Familie. Als sie nun selbst die Mutterrolle übernimmt und sich die Gewalt des Ehemannes verstärkt auch gegen die eigene Familie richtet, wagt sie den Absprung und verlässt die rechte Szene.

Untermauert wird der Film mit Einspielern von Veranstaltungen der rechten Szene sowie Interviews mit Erziehern und Eltern als auch rechten Funktionären und Publizisten. Dabei lässt man die Protagonisten ausgiebig zu Wort kommen und die im Medienumgang geübten Interviewpartner halten sich entsprechend mit einschlägigen Parolen zurück. Dennoch wird die zumeist demokratiefeindliche Grundeinstellung und der Hang zu groben Erziehungsmethoden deutlich.

Im Trailer erhaltet ihr einen ersten Eindruck, was euch in „Kleine Germanen“ erwartet:

„Kleine Germanen“ – Hintergründe

Die Regisseure Mohammad Farokhmanesh und Frank Geiger nehmen sich für ihren Dokumentarfilm ein heikles Thema vor: Mit ihrem Mix aus Dokumentation und Animation versuchen sie aufzudecken, wie sich eine Kindheit in rechtsextremen Familien gestaltet, wenn Liebe und Zuneigung weniger Gewicht haben als der Stolz auf das deutsche Vaterland. Dabei wird das ergreifende Schicksal von Elsa, welches auf wahren Begebenheiten beruht, ebenso deutlich wie die demokratiefeindliche Grundeinstellung der Interviewpartner.

Der Film wurde mehrfach ausgezeichnet und hat von der Deutschen Film- und Medienbewertung das Prädikat „besonders wertvoll“ erhalten.

Der iranisch-stämmige Farokhmanesh und Geiger sind bereits ein eingespieltes Team: Im Jahr 2000 gründeten die beiden gemeinsam mit Armin Hoffmann die Produktionsfirma „brave new work film productions“. Gemeinsam realisierten sie bereits knapp 20 Dokumentar-, Kurz- und Spielfilme.

„Kleine Germanen“ startet am 09. Mai 2019 in den deutschen Kinos und hat eine FSK-Altersfreigabe ab 12 Jahren.

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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