Filmhandlung und Hintergrund

Tragikomödie über eine junge Reha-Trainerin für Blinde und ihren schwierigen ersten Klienten.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Sturköpfe: Tragikomödie über eine junge Reha-Trainerin für Blinde und ihren schwierigen ersten Klienten.

    Peter Haber als erblindeter Zyniker und Alwara Höfels als Reha-Trainerin sind eine wunderbare Kombination für die gegenseitige Zähmung zweier Widerspenstiger.

    Im Grunde ist der Titel „Sturköpfe“ eine Inhaltsangabe, denn Pia Strietmanns Film erzählt die Geschichte zweier Widerspenstiger, die sich gegenseitig zähmen. Die personelle Konstellation, aus der Autorin Dominique Lorenz die Funken dieser Konfrontation schlägt, ist zwar nicht neu, funktioniert aber dank der beiden Hauptdarsteller wunderbar: Theo Olsson (Peter Haber) ist kürzlich erblindet und seither verbittert und zynisch, weshalb es in dieser Komödie, die eigentlich ein Drama ist, ziemlich kernig zugeht. Das liegt auch an der Kontrahentin: Blindenbetreuerin Sissi (Alwara Höfels) lässt sich nichts gefallen und revanchiert sich für jede Beleidigung des Alten. Allerdings ist das eine Gratwanderung, denn Olsson ist ihre Bewährungsprobe: Sie muss mit ihm klarkommen, um ihr Diplom zu erhalten, und so entsteht im Lauf der Zeit eine Art Hassliebe, von der beide profitieren. Buch und Regie haben erfolgreich der Versuchung widerstanden, die Geschichte dieser widerwilligen Vertrauensfindung auch noch um eine Romanze zu ergänzen: Sissi ist zwar recht angetan von Olssons Sohn, doch der findet sie nur sympathisch, mehr nicht. Aus dramaturgischer Sicht ist das sehr konsequent, denn „Sturköpfe“ will anders als „Der Kotzbrocken“ (ebenfalls Degeto) gerade keine Liebesgeschichte erzählen. Hier geht es in erster Linie um das verzögert stattfindende Erwachsenwerden einer Frau; und natürlich um die gleichfalls schon oft erzählte Läuterung eines alten Grantlers. Trotz einiger witziger Momente ist der Film daher nicht komisch, denn Sissi muss endlich lernen, sich von ihrer Mutter (Johanna Gastdorf) zu lösen und auf eigenen Beinen zu stehen. Auch für diese Ebene finden Buch und Regie eine glaubwürdige Auflösung, die auf jeden Zuckerguss verzichtet und trotzdem ein gutes Gefühl hinterlässt. tpg.

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