Filmhandlung und Hintergrund

Vier Nachwuchsmusikern ist Komponieren ein Bedürfnis der Seele. Marian Czura begleitete für seine Doku ein Jahr lang ihre Ausbildung an der Akademie für Tonkunst.

Vier junge Leute wollen Komponisten werden und gehen in die Klasse von Cord Meijering an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt: Jakobine Eisenach führt neben Kammermusikwerken auch ein schrilles Stück auf. Michelle Löffler schreibt Musik für ein Streichtrio und Klavier. Roman Czura erhielt bereits mehrere Bundespreise und wird in Krakau sein Studium fortsetzen. Christoph Bornheimer gewann im Fach Orgel bei „Jugend musiziert“. Sie alle sind Fans klassischer Musik, konzentrieren sich in ihren eigenen Arbeiten aber auf experimentelle, avantgardistische Stücke.

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Darsteller und Crew

  • Marian Czura
    Marian Czura
  • Gerry Brosius
    Gerry Brosius

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. „Klang der Seele“ von Marian Czura zeigt, was in einer Kompositionsklasse eigentlich gelernt wird. Genauer handelt es sich um die Kompositionsklasse für Kinder und Jugendliche der Akademie für Tonkunst in Darmstadt. Die Schüler des Komponisten Cord Meijering spielen schon viele Jahre lang Klavier, Geige oder Orgel, bevor sie hier eine außerschulische Ausbildung erhalten. Diese soll sie befähigen, ihren musikalischen Ausdruck in ihrer individuellen Verbindung von Herz und Kopf zu entwickeln.

      Zwar kommen auch ehemalige Schüler zu Wort, aber der Film konzentriert sich auf vier jugendliche Musiker, die zur Zeit der Dreharbeiten von Meijering unterrichtet werden. Jakobine Eisenach, Michelle Löffler, Roman Czura und Christoph Bornheimer lernen bei dem Komponisten, ihre Ideen zu Papier zu bringen, zur Diskussion zu stellen und dabei Kritik auszuhalten. Auch der Lehrer selbst muss konfliktfähig sein, wie einige lebhafte Debatten im Film demonstrieren.

      Der Dokumentarfilmer wechselt von individuellen Statements der Schüler und ihres Lehrers zu Szenen aus dem norwegischen Trondheim, wo die Darmstädter eine Musikerklasse besuchen. Manche Schüler unterhalten auch eigenen Kontakt zu Komponisten, wie Roman Czura zu einem Musiker aus Krakau. Dabei wird deutlich, wie wichtig und inspirierend der Kontakt des Einzelnen zur künstlerischen Szene auch in anderen Ländern ist.

      Gleichwohl hat der Film einige dramaturgische Schwächen, die seine Botschaften besonders für musikalische Laien erschweren. Die Reihenfolge der Szenen scheint lange Zeit keinem roten Faden zu folgen, sondern ähnelt mehr einer musikalisch untermalten Diaschau. Es fehlen viele Informationen sowohl über die porträtierte Schule als auch über den Ausbildungsweg und die Entwicklung der einzelnen Schüler. Wer nichts über die Darmstädter Akademie weiß und mit dem Prozess des Komponierens auch nicht vertraut ist, wird durch diesen Film auch nicht wirklich schlauer.

      Fazit: Blick in eine Kompositionsklasse, in der musikalisch begabte Jugendliche lernen, eigene Werke zu entwickeln.
    2. Klang der Seele: Vier Nachwuchsmusikern ist Komponieren ein Bedürfnis der Seele. Marian Czura begleitete für seine Doku ein Jahr lang ihre Ausbildung an der Akademie für Tonkunst.

      Vier Nachwuchsmusikern ist Komponieren ein Bedürfnis der Seele. Marian Czura begleitete ein Jahr lang ihre Ausbildung an der Akademie für Tonkunst.

      Teils nicht mal volljährig sind vier blutjunge Komponisten, die sich an einer Musikschule in Darmstadt der strengen Kritik ihres Mentors Cord Meijering aussetzen. Ein Jahr lang hat der erfahrene Kameramann Marian Czura („Leni“) das Quartett der Kompositionsklasse begleitet, um der Musik beim Entstehen zuzusehen und herauszufinden, was es dazu bewegt zu komponieren.

      Begabt sind sie: Jakobine Eisenach, die neben Kammermusikwerken ein schrilles Stück mit riesigem Blumentopf aufführt. Michelle Löffler, die ein Streichtrio und Klavierstücke schreibt. Der nicht mit dem Regisseur verwandte Roman Czura erhielt bereits mehrere Bundespreise und wird in Krakau sein Studium fortsetzen, und Christoph Bornheimer gewann im Fach Orgel bei „Jugend musiziert“. Zwar schwärmen die vier Kids für klassische Musik, komponieren aber zeitgenössische Werke - experimentell und avantgardistisch. Harmonien sind Mangelware.

      Im Unterschied zu den Berliner-Philharmonie-Dokus „Rhythm is it!“ oder „Trip to Asia“ wendet sich das recht unstrukturierte Stück an ein Fachpublikum. Denn die Faszination für Klänge kann Marian Czura nur bedingt vermitteln. Zum einen ringen die jungen Protagonisten nach Worten, um zu beschreiben, wie ihre Kreativität funktioniert. Zum anderen fehlen filmische Mittel, um ins Mysterium der Musik vorzudringen und ihre Vorzüge auszukosten. Das schafft auch emotional Distanz.

      Zumindest ist Meijering mit einigen präzisen Charakterisierungen und unverblümtem Tadel stets für Auseinandersetzungen gut und lotet die Grenzen des Beschreibbaren aus. Aufschlussreich sind die Einblicke in die Welt der Komponisten und die Lehrsituation an der Schule, die Art und Weise, wie Künstler unter sich über ihre Arbeit reden. Musikfreunde und Klassikliebhaber können dort einiges entdecken, einem größeren Zuschauerkreis erschließt sich „Klang der Seele“ indes nicht.

      tk.

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      Kino.de Redaktion  

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