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Kira

Kinostart: 24.10.2002

Filmhandlung und Hintergrund

Tragikomisches Dogma-Liebesdrama über ein Paar, das nach dem Psychiatrie-Aufenthalt der Frau versucht, seine Ehe zu retten.

Lange saß die junge Kira (Stine Stengade) in der Psychiatrie. Jetzt kehrt sie zurück in den Schoß der Familie und alles soll wie früher werden. Stattdessen hat sich (fast) alles geändert: Ihre zwei Kinder sind ihr fremd geworden und haben an ihrer Stelle das auffallend hübsche, neue Kindermädchen fest ins Herz geschlossen. Ehemann Mads (Lars Mikkelsen), von der Situation ohnedies überfordert, hat sie während ihrer Abwesenheit offenbar ausgerechnet mit ihrer Schwester betrogen. Kein Wunder also, dass Kira sich schwer tut, normale Beziehungen zu ihrer Umwelt zu entwickeln.

Ebenso einfühlsam wie gewohnt schnörkellos erzählt Regisseur Ole Christian Madsen im 21. Dogma-Film vom verzweifelten Kampf eines jungen Paares um ein normales, liebevolles Dasein.

Nach monatelangem Aufenthalt in der Psychiatrie kehrt Kira zu ihrer Familie zurück. Doch für die sprunghafte junge Frau wird dies alles andere als eine Rückkehr zur Normalität. Ein hübsches Kindermädchen kümmert sich mittlerweile um ihre beiden Söhne und Ehemann Mads hat sie ausgerechnet mit ihrer Schwester betrogen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Kira: Tragikomisches Dogma-Liebesdrama über ein Paar, das nach dem Psychiatrie-Aufenthalt der Frau versucht, seine Ehe zu retten.

    Weil Kira in der Psychiatrie von ihrer Ehe eine Auszeit nehmen musste, steht die Beziehung nach ihrer Rückkehr vor dem größten Belastungstest. Wie beide, in ihren Lebensrealitäten gefangene Partner um ihre Liebe kämpfen, davon erzählt der 7. Dogma-Film mit der emotionalen Tiefenwirkung, die man von diesem Qualitätsetikett mittlerweile erwarten darf.

    Ziel für Regisseur Ole Christian Madsen war eine erzählerische Alternative zu den Ensemblefilmen („Das Fest“, „Idioten“ etc.) seiner Kollegen. Er fand sie in der Konzentration auf eine Zweierbeziehung, die trotz des intakten Gefühls erwiderter Liebe bedroht ist. Denn Kira funktioniert nicht mehr so, wie es Ehemann Mads mit seinen bürgerlichen Wert- und Erfolgsvorstellungen erwartet. Zwischen tiefer Traurigkeit und verspielter Kindlichkeit fehlt die Balance, um die Rollen der Geliebten, der Mutter und der Repräsentantin zu erfüllen. Mads investiert Verständnis, um seiner Frau den Wiedereintritt in seine Welt zu ermöglichen, aber erwartet letztlich, dass er sein altes Leben wieder aufnehmen kann und sie sich anpasst. Was schließlich zum Ausbruch Kiras führt, aber auch in eine bewegende finale Liebeserklärung beider Partner in Worten und Gesten mündet. Autor-Regisseur Madsen verzichtet auf eine Definition der psychischen Störung Kiras, die depressive Symptome zeigt, aber nicht deswegen als auffällig wahrgenommen wird. Vielmehr ist es ihre Impulsivität, ihr verspieltes, unkonventionelles Verhalten, das harsche Reaktionen auslöst. Ob sie nun im Schwimmbad im Kinderbecken mit ihren Kids herumtollt oder bei einer Abendgesellschaft den Chef ihres Mannes mit Ausgelassenheit brüskiert. Exemplarisch wird verdeutlicht, dass Normalität kein medizinisch, sondern ein sozial definierter Zustand ist. Der Umgang mit Regelabweichungen bleibt trotzdem eine schwere Prüfung - auch für den Zuschauer, der sich die emotionalen, verzaubernden Höhepunkte, den Tanz auf dem Bett und auf dem Parkett, mit Verstörungen erarbeiten muss. Am Ende ist man von der Intensität dieser Liebe und von den Leistungen der Hauptdarsteller Stine Stengade und Lars Mikkelsen aufrichtig berührt. kob.
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