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Fakten und Hintergründe zum Film "Kinshasa Symphony"

Kino.de Redaktion |

Kinshasa Symphony Poster

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Hintergrund

Das „Orchestre Symphonique Kimbanguiste“ besteht seit fünfzehn Jahren. Am Anfang teilten sich einige Dutzend musikbegeisterte Amateure die wenigen Instrumente. Damit jeder einmal an die Reihe kam, wurde in mehreren Schichten geprobt. Heute stehen bei Konzerten des „OSK“ zweihundert Musikerinnen und Musiker auf der Bühne.

Die meisten davon sind nach wie vor Autodidakten und Amateure. Selbst für diejenigen, die das Glück haben, über eine Berufsausbildung und halbwegs geregelte Arbeit zu verfügen, ist der Alltag in der Acht-Millionen-Metropole Kinshasa ein Kampf ums Überleben. Für viele beginnt der Arbeitstag um sechs Uhr morgens, oft noch weit früher für diejenigen, die sich die Fahrt im Sammeltaxi nicht leisten können und ihren kilometerlangen Arbeitsweg zu Fuß zurücklegen müssen. Trotzdem wird abends bis in die Nacht hinein geprobt - und das praktisch jeden Tag. Eine Disziplin und Begeisterung, die sprachlos macht.

Einige der Handwerker haben inzwischen eine ganze Kollektion von oft selbst erfundenen und gebauten Werkzeugen, um mit ungewöhnlichen Mitteln jede erdenkliche Reparatur eines Instruments durchzuführen. Nebenbei schneidern die Mitglieder des Orchesters ihre Anzüge und Kleider für die Auftritte selbst, organisieren die Beschaffung von Noten und sorgen während der langen Probenabende für die Verpflegung und die Beaufsichtigung der Kinder.

Armand Diangienda ist Gründer und Dirigent des OSK. Er ist der Enkel von Simon Kimbangu, eines im Kongo hochverehrten Märtyrers, der gegen die belgischen Kolonialisten kämpfte und eine eigene Kirche begründete: Die Kimbanguisten. Armand spielt selbst Cello und komponiert: „Die Musik hilft mir zu denken und mein Leben besser zu planen. Und auch wenn die Proben oft mühselig und Fortschritte nicht sofort erkennbar sind, das gemeinsame Musizieren hilft über viele Dinge hinweg.“

Statements der Regisseure

Claus Wischmann: Als ich vor drei Jahren zum ersten Mal von diesem unglaublichen Orchester gehört habe, konnte ich zunächst kaum glauben, dass es existiert. Musiker, die sich ihre Instrumente teilweise selbst bauen und dann auf öffentlichen Plätzen mitten in Kinshasa vor Tausenden Zuschauern Mozart und Verdi interpretieren. Musiker, die Carmina Burana spielen, als ginge es um nicht weniger als ihr Leben. Jeder Ton hinausgeschleudert als Ausrufezeichen des unbedingten Überlebenswillens. Kaum etwas könnte weiter von der Realität subventionierter klassischer Musik im Westen entfernt sein.

Martin Baer: Für mich liegt der Reiz des Dokumentarfilmes und der Kameraarbeit darin, Menschen dabei zu beobachten, wie sie etwas mit Leidenschaft tun. Und das tun die Musiker des Orchestre Symphonyique Kimbanguiste: Sie machen Dinge, die wir nie geglaubt hätten. Sie bauen sich ihre Instrumente selbst. Und sie wissen, dass sie nicht alles schaffen können, was sie sich vornehmen. Aber sie haben die Entschlusskraft, sich selbst zu helfen.

News und Stories

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