Filmhandlung und Hintergrund

Zweiter TV-Thriller mit Alexandra Neldel als Anwältin Dr. Anna Winter, diesmal auf Killerjagd an einer Elite-Uni.

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Kritikerrezensionen

  • Killerjagd. Schrei, wenn du dich traust: Zweiter TV-Thriller mit Alexandra Neldel als Anwältin Dr. Anna Winter, diesmal auf Killerjagd an einer Elite-Uni.

    Der Titel ist bloßer Blickfang und soll neben der erhofften Signalwirkung vor allem so etwas wie ein Reihenmerkmal charakterisieren: Der erste Film mit Alexandra Neldel in der Rolle von Rechtsanwältin Anna Winter, die sie schon in der Serie „Unschuldig“ spielte, hieß ebenfalls „Killerjagd“. Titelzusatz damals: „Töte mich, wenn du kannst“. Im zweiten Film der losen Reihe jagt die Juristin aber überhaupt keine Killer; strafrechtlich gesehen wird in der Geschichte den diversen Todesfällen zum Trotz nicht mal jemand ermordet.

    Ohnehin ist die Handlung für einen neunzig Minuten langen Film etwas zu dünn, selbst wenn sich der Erzählkern (Buch: Sven S. Poser) erst nach und nach herauskristallisiert: Auf dem Campus einer privaten Elite-Uni verpassen drei Studenten hübschen Kommilitoninnen bei den traditionellen Partys zum Semesterbeginn K.O.-Tropfen, sperren sie in einen schallisolierten Raum und missbrauchen sie. Nach ihrer Freilassung können sich die jungen Frauen an nichts mehr erinnern; bis auf Maja (Emily Cox). Sie wird seit Monaten von Alpträumen geplagt, bis sie zu der Überzeugung gelangt, dass sie die schrecklichen Dinge tatsächlich erlebt hat. Ihre Bitte um Hilfe erreicht Anna Winter, doch bevor die Anwältin etwas für sie tun kann, stürzt sich Maja vom Dach des Unigebäudes. Für den Rektor (Peter Davor) ist der Fall erledigt, die Studentin galt ohnehin als schwermütige Einzelgängerin. Anna aber verbeißt sich in den Fall, erst recht, als sie in Majas Zeichnungen einen tätowierten Drachen erkennt, der den Bauch des schnöseligen Studenten Lutz (Constantin von Jascheroff) ziert.

    Geschickt streut Elmar Fischer immer wieder alptraumhafte Bilder aus dem Gefängnis ein, in das Lutz und seine Kumpane (Niklas Kohrt, Mirko Lang) ihr jüngstes Opfer, Nadine (Katharina Nesytowa), gesperrt haben: ein in blendendem Weiß gehaltener Raum, aus dem es keinen Ausweg gibt und aus dem kein Laut nach außen dringt; der Titelzusatz „Schrei, wenn du dich traust“ ist also der reine Unfug. Bei Nadine hat die Wirkung des Betäubungsmittels zu früh nachgelassen: Sie hat ihre Peiniger erkannt. Ihre Entführer haben die Wahl: Gefängnis oder Mord; und für Anna beginnt ein Wettlauf mit dem Tod. Lutz will sie ausschalten. Es gelingt es ihm, ihr einige Tropfen einzuflößen. Als Anna wieder zu sich kommt, ist der junge Mann tot; und sie gilt als Mörderin.

    Die Thriller-Passagen inszeniert Fischer durchaus fesselnd; es ist vor allem der Leerlauf zwischendurch, der diesen Film deutlich hinter den Vorgänger zurückfallen lässt. Und die romantischen Momente, als Anna zwischen ihrem neuen Arbeitgeber (Max von Pufendorf) und ihrem Freund (Clemens Schick) hin und hergerissen ist, wirken wie Fremdkörper. tpg.

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