Filmhandlung und Hintergrund

Die Freundschaft zwischen einem kosovarischen Asylbewerber und einem in Deutschland aufgewachsenen Serben zerbricht schließlich am Druck von außen.

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Kritikerrezensionen

  • Kiki & Tiger: Die Freundschaft zwischen einem kosovarischen Asylbewerber und einem in Deutschland aufgewachsenen Serben zerbricht schließlich am Druck von außen.

    Krieg im Kosovo: Wie lange ist das scheinbar schon her. „Kiki & Tiger“, ein Spielfilm des später durch „Rose“ und „Das wahre Leben“ zu Ruhm und Ehren gekommenen Schweizer Regisseurs Alain Gsponer, erinnert an die Ereignisse, die zur Ausstrahlung des Films erst sechs Jahre zurücklagen. Gsponers Geschichte spielt jedoch nicht auf dem Balkan, sondern in Deutschland. Hier schließen zwei junge Männer fernab vom schwelenden Konflikt in ihrer Heimat Freundschaft: der Albaner Kiki (Stipe Erceg) und der Serbe Tiger (Lenn Kudrjawizki). Nach einer Kneipenschlägerei wird Asylant Kiki abgeschoben, ist aber kurz drauf wieder da: Daheim ist Krieg. Natürlich will Tiger ihn bei sich aufnehmen, doch seine Familie ist dagegen: Der Krieg ist in Deutschland angekommen; prompt bekommt Tiger auch Ärger mit seinen etwas zwielichtigen serbischen Freunden.

    Trotzdem ist „Kiki & Tiger“ kein politischer Film, zumindest nicht vordergründig. Gsponer konzentriert sich auf die Freundschaft der beiden ungleichen jungen Männer: Der eine, Kiki, ist ein charmanter Draufgänger, der andere, Tiger, seinem Namen zum Trotz eher still und zurückhaltend. Gsponers episodischer Erzählstil macht den Film zwar kurzweilig, nimmt ihm aber zunächst auch die große Linie: mal sieht man Kiki und Tiger bei der Fabrikarbeit, dann auf der Bowlingbahn, mal Kiki mit neuer deutscher Freundin, mal Tiger allein. Trotzdem gelingt es ihm sehr schön, die zunächst nur kleinen Irritationen der Freundschaft quasi nebenbei entstehen zu lassen. Anfangs ist es nur Tigers Drogenkonsum, der die beiden entzweit. Außerdem hat der Serbe kein Verständnis dafür, dass sich der lebenslustige Freund auch durch die ständig drohende Abschiebung seine ewig gute Laune nicht nehmen lässt. Gleich zu Beginn macht Gsponer allerdings mit einer kurzen Szene, an die sich eine lange Rückblende anschließt, deutlich, was Tiger wirklich für Kiki empfindet. tpg.

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