Kann das Liebe sein?

  1. Ø 0
   2007
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Filmhandlung und Hintergrund

Kann das Liebe sein?: Verzwickt-charmante Liebeskomödie um einen kontrollsüchtigen Manager und eine freiheitsliebende Künstlerin.

Der erfolgreiche Geschäftsmann Lucas (Vincent Lindon) ist ein Kontrollfreak, der seine Wohnung zur Festung ausgebaut hat und schon mal Geschäftspartner ausspioniert. Und kaum hat er sich in die attraktive Künstlerin Elsa (Sandrine Bonnaire) verliebt, setzt er schon seinen gleichsam übergeschnappten Sicherheitschef Roland (Francois Berléand) auf sie an, um beim ersten Date schon alle Geheimnisse für sich nutzen zu können. Doch Elsa erweist sich als harter Brocken, die erst langsam Vertrauen fasst – da erfährt sie von Lucas‘ Bespitzelung.

Charmante Liebeskomödie mit dem französischen Star Sandrine Bonnaire in einem überzeugenden Duett voller Esprit mit Vincent Lindon („Das Zauberflugzeug„), bei dem auch ein paar ironische Seitenhiebe auf die Politik und vor allem Geheimdienste nicht zu kurz kommen.

Lucas ist ein erfolgreicher Unternehmer. Da sieht er seine Traumfrau. Elsa soll ein Fresko für die Eingangshalle seiner Firma gestalten. Da sich seine Begeisterung für das Werk in Grenzen hält, packt sie zornig ihre Sachen und geht. Doch er kann nicht von ihr lassen. Ein Privatdetektiv verwanzt ihre Wohnung, um ihre Vorlieben herauszufinden.

Lucas ist ein Yuppie und Workaholic, dessen Tagesablauf bis ins Detail durchgeplant ist, Elsa ist eine Künstlerin, die sich ihre Spontaneität bewahrt hat. Obwohl sie so unterschiedlich sind, verliebt sich Lucas auf Anhieb in Elsa. Um auf Nummer sicher zu gehen, lässt er ihre Wohnung verwanzen. Seine Avancen werden zwar zuerst rüde abgewehrt, doch ist auch Elsa irgendwann fasziniert. Trotz einem pannenreichen ersten Abend verlieben sie sich. Dann kommt Elsa jedoch hinter die Spitzeleien.

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Kritikerrezensionen

  • Pierre Jolivet legt mit „Kann das Liebe sein?“ eine kantige, frische Komödie vor über zwei Menschen in der Mitte des Lebens. Die Geschichte an sich ist einfach: Ein weisungsgewohnter Unternehmer verliebt sich in eine Künstlerin, die nicht nach seiner Pfeife tanzt. Die Umsetzung steckt jedoch voller witziger Einfälle, die für Spannung sorgen und den Schauspielern Gelegenheit zur Entfaltung geben. Besonders charmant wirkt die Metamorphose des anfangs spröden Lucas zum schwärmerisch-jugendlichen Romantiker.

    Lucas hat in Sachen Liebe schon mal eine große Enttäuschung erlebt: Die Frau seiner Träume entpuppte sich als von der Konkurrenz bezahlt. Die Depression, die Lucas anschließend überfiel, steckt seinen Angestellten noch heute in den Knochen. So bald der Chef erneut Symptome zeigt, wegen der Liebe völlig durch den Wind zu sein, fragt selbst die Haushaltshilfe: „Soll ich meine Aktien verkaufen?“ Verständlich also, dass Sicherheitsmann Roland die Künstlerin Elsa auf Herz und Nieren prüft.

    Und das ist durchaus wörtlich zu verstehen: Roland berichtet Lucas von den gynäkologischen Befunden, die Aufschluss über Elsas Fruchtbarkeit geben, er weiß Bescheid über alle Bewegungen auf ihrem Konto. Doch damit nicht genug: Elsa wird heimlich ein Mikrofon angehängt, in ihrer Wohnung eine Videokamera installiert. Lucas erfährt davon just in dem Moment, als er zum ersten Mal auf Elsas Sofa sitzt. Kein Wunder, dass dieses Date nicht zum erträumten Höhepunkt kommt.

    Andere Treffen scheitern an Handygeklingel oder Katzenallergien, Freunde werden um Rat konsultiert, der allgegenwärtige Sicherheitsmann muss mal schnell unter dem Schreibtisch verschwinden. Was sich nach billiger Klamotte anhört, ist aber das Gegenteil davon: Die peinlichen Störungen demonstrieren gekonnt, wie ein erwachsener Mann, der sich Kontrolle über andere leisten kann, durch Unvorhergesehenes ins Strampeln kommt. „Kann das Liebe sein?“ punktet mit einem gut komponierten Spannungsbogen und seinen Seitenhieben auf den modernen Alltag.

    Fazit: Kantige französische Liebeskomödie um zwei ungleiche Menschen mit Bindungsängsten.
  • Verzwickt-charmante Liebeskomödie um einen kontrollsüchtigen Manager und eine freiheitsliebende Künstlerin, hinreißend gespielt von Sandrine Bonnaire.

    Weit weg von glatten Liebesgeschichten bewegt sich Pierre Jolivets heitere Betrachtung dieses Beziehungstangos, ein Feuerwerk an pointiertem Sprachwitz, emotionalen Aufs und Abs und funkelnden Geistesblitzen, das der Liebe ihr Geheimnis lässt. Die Ausgangsbasis ist schlecht für den allein stehenden Geschäftsmann Lucas. Nachdem ihn seine letzte Freundin reinlegte, ist er vorsichtig dem anderen Geschlecht gegenüber, kommandiert dafür gerne seine Angestellten herum, telefoniert auf zwei Handys gleichzeitig und lässt die Aktienkurse des Unternehmens nach oben schnellen. Ein Businessman wie aus dem Bilderbuch. Und da sieht er sie, die Traumfrau! Elsa, solo und wunderschön, soll eine Keramikfreske für seine Firma entwerfen. Da sich seine Begeisterung für das beginnende Werk in Grenzen hält, packt sie zornig ihre Sachen und geht. Das Alpha-Tier setzt alles dran, sie wieder zurückzuholen und mit Charme zu umgarnen. Parallel zu seinen Balzaktivitäten überprüft ein Privatdetektiv Elsas Vita, verwanzt ihre Wohnung und rüstet sie mit versteckten Kameras aus. Gleichzeitig soll der „Spion“ herausfinden, was das Objekt der Begierde alles so mag, damit der Verliebte Eindruck schinden kann. Als die 38Jährige das Spionage-Netz entdeckt, ist erst mal Schluss mit dem heißen Flirt, sie fragt sich „Kann das Liebe sein?“. Die Antwort gibt diese augenzwinkernde Komödie mit einem wohligen Happy End. Bis dahin tariert Jolivet die fragile Gefühlsbalance aus, lässt die beiden Charaktere und Lebensentwürfe aufeinanderprallen, unterhält auf hohem Niveau mit verbalem Schlagabtausch und ironischen Spitzen von exquisiter Trefflichkeit. Da reicht es, wenn der technische Tausendsassa sein Talent trocken mit dem Satz „Ich habe unter Mitterrand gearbeitet“ umreisst oder Lucas aus einer intimen Situation in Elsas Wohnung hastig flüchtet, weil er die Überwachungstechnik fürchtet oder in der eigenen beim Pizzafuttern vergammelt, weil die Keramik-Künstlerin ihn nicht mehr sehen will. Rundum seligmachendes französisches Kino in Tempo und Ton, nicht zuletzt wegen den umwerfend guten Hauptdarstellern, Vincent Lindon, der Macher mit Macken, und Sandrine Bonnaire, einfach unwiderstehlich als dickköpfige Draufgängerin. mk.

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