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Kalter Hund

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Kritikerrezensionen

  • „Wertvoll”

      Kurztext:

      Noch ein paar Tage, dann wird der kleine Emil 9 Jahre alt. Sein größter Wunsch ist die Begegnung mit seinem Vater, einen Maler, den er nie kennengelernt hat. Jede Nacht spricht er zu ihm in seinen Träumen - und lädt ihn zu seinem Geburtstag ein. Doch am großen Tag bleibt der Vater aus. So macht sich Emil auf an das andere Ende der Stadt, wo sein Vater mittlerweile verzweifelt versucht, ein Kunstwerk fertigzustellen: Ein kleiner Junge ohne Gesicht. Anna Porzelt zeigt uns hier die Leidensgeschichte von Vater und Sohn und ihre Sehnsucht nacheinander. Der Perspektivwechsel erfolgt ruhig und stetig, erzeugt aber dennoch eine Spannung, die bis zum überraschenden Ende überzeugt. Fließende Kamerafahrten und die erdigen Farben unterstützen den sanft-melancholischen Ton des Films und ergeben eine balladenhafte Stimmung. Ein kleiner elegischer Film über die Macht der Fantasie. Magischer Realismus á la Kurzfilm.

      Gutachten:

      Emil wird bald neun Jahre alt und lebt bei seiner Mutter. Er hat seinen Vater nie kennengelernt, erweckt ihn aber in intensiven Tagträumen zum Leben, in denen er mit ihm in seinem Kinderzimmer Schach spielt. Die Mutter weiß, wie intensiv der Junge sich nach seinem Vater sehnt und überwindet sich, um telefonisch den von ihr als“Kalten Hund“ Bezeichneten zum Geburtstag seines Sohnes einzuladen, legt aber auf, als sich eine Frauenstimme meldet. Emils Vater, ein Maler, hat ebenfalls einen Tagtraum davon, wie sein Sohn ihn in seinem Atelier besucht. Schließlich lernen sich die beiden in einem Park kennen - wobei nicht eindeutig ist, ob dieses Treffen real oder auch nur ein Wunschtraum ist.

      Anna Porzelt inszeniert diese Dreiecksgeschichte einfühlsam und fantasievoll. Dabei wird sie den drei Protagonisten gerecht. Jeder von ihnen bekommt Raum für seine eigene Art, mit dem Verlust, seiner Einsamkeit und seinen Wünschen umzugehen. Beeindruckend ist dabei, wie selbstverständlich der Film die Traumsequenzen in reale Situationen einbaut. Diese Bilder wirken so suggestiv, dass es z.B. der erklärenden Einstellung, in der Emil nach dem Schachspiel mit dem Vater aus einer „objektiven Perspektive“ alleine in seinem Bett gezeigt wird, gar nicht bedurft hätte.

      Die drei Darsteller, besonders aber Georg Vonau in der Rolle des Emil, spielen glaubwürdig und natürlich. Der Film zeigt, wie wahrhaftig gerade Fantasien sein können, weil in ihnen so ungefiltert ausgedrückt wird, wonach ein Mensch sich sehnt.

      Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
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