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Das Hamburger K3-Team muss den Mord an einem Reederei-Manager aufklären.

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Kritikerrezensionen

  • K3 - Kripo Hamburg: Gefangen: Das Hamburger K3-Team muss den Mord an einem Reederei-Manager aufklären.

    Neuer Chef, altes Schema: Mit Walter Kreye wachsen die Männer vom „K3“ noch stärker zum Team zusammen.

    Nach fünf Filmen als Leiter des Hamburger TV-Kommissariats K3 musste Ulrich Pleitgen kurzfristig ersetzt werden. Für das Team und den Regisseur Marcus Weiler keine einfache Sache, zumal Pleitgen während der Dreharbeiten erkrankte und es keine Zeit gab, um das Drehbuch entsprechend umzuschreiben. Mit Walter Kreye wurde allerdings mehr als bloß angemessener Ersatz gefunden. Trotzdem wirkt es seltsam, dass der Personalwechsel in keiner Form thematisiert wird. Stillschweigend ist aus Sander nun Jansen geworden, und der tut so, als sei er schon immer da gewesen. Kreyes Präsenz ist zu verdanken, dass der Übergang trotzdem nahtlos funktioniert, zumal er sich bestens in das Team einfügt; der stets wie aus dem Ei gepellte Kriminaloberkommissar Murat Alpay (Oliver K. Wnuk) arbeitet sich nun eben am neuen Chef ab. Dass Weiler nach „Ein anderer Mann“ gleich noch einen weiteren „K3“-Krimi inszenieren konnte, dürfte ebenfalls hilfreich gewesen sein.

    Nicht minder interessant als die neue Personalkonstellation ist die Geschichte (Rainer Butt/Klaus Wöhler), eine Verquickung von globalisiertem Handel und einer Ökonomie der Gefühle: Mitten in der Nacht sucht eine Frau nach ihrem Mann, der nicht vom Angeln heim gekommen ist. Am nächsten Tag wird er erstochen am Strand gefunden. Die Männer vom K3 stochern im Nebel. Die einzigen handfesten Hinweise deuten auf den Stellvertreter des Mordopfers: Ebenso wie Nachbarin Annette Michels (Lisa Martinek) arbeitete der tote Peters in einer Reederei, deren Container in der ganzen Welt unterwegs sind. Peters hatte entdeckt, dass sein Mitarbeiter in einen Gammelfleischschmuggel verwickelt war. Doch dann stoßen die Ermittler auf ein ungleich plausibleres Mordmotiv. Das benachbarte Ehepaar Michels scheint in perfekter Harmonie zu leben, doch der Gatte (Samuel Weiss) hat ein Verhältnis mit der schwangeren Helena Peters (Angnieszka Piwowarska). Als auch Frau Michels nur knapp einem Mordversuch entgeht, sind die Ermittler allerdings endgültig ratlos.

    Neben der Polizeiarbeit macht vor allem der Gegensatz zwischen der kühlen Rationalität des Großkonzerns und der unkontrollierbaren Gefühlswelt den Reiz dieses Krimis aus. Auf die Dauer lästig ist allein der Sozialneid von Kommissar Reisinger (Jürgen Tonkel), der gegen jede Form von Wohlstand stänkert, andererseits aber auch regelmäßig damit scheitert, die Kollegen (Vierter im Bunde ist Oliver Bäßler) zum gemeinsamen Männerabend zu animieren. Ohnehin hat „Gefangen“ nicht ganz die Intensität des Vorgängers „Der andere Mann“, ist aber nicht zuletzt dank Walter Kreye, der den Team-Charakter viel stärker prägt als Vorgänger Pleitgen, dennoch sehenswert. tpg.

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