2017 lief für Warner Bros. bezüglich seiner DC-Filme eher gemischt. „Wonder Woman“ wurde zu einem Überraschungshit, „Justice League“ allerdings zu einer finanziellen Enttäuschung. Insgesamt geben die Superhelden-Filme von DC bislang ein eher gemischtes Bild ab, weswegen das Filmstudio Warner Bros. erneut personelle Konsequenzen zog.

Warner Bros. schüttelt seine Superhelden durch, wie Variety berichtet. Bislang zog Geoff Johns im Hintergrund die Fäden bei den DC-Filmen, allerdings mit einem eher enttäuschenden Ergebnis. Er wird künftig durch Produzent Walter Hamada ersetzt, der zum Präsidenten der DC-Abteilung aufsteigt. Hamada war zuvor an Filmen wie „Es“ und „The Conjuring – Die Heimsuchung“ beteiligt.

Der bisherige DC-Leiter Geoff Johns wird allerdings nicht bei Warner Bros. entlassen. Er verbleibt bei DC Comics selbst als Präsident und wird bei Warner Bros. die kreative Ausrichtung der Superhelden beaufsichtigen. Dabei ist Johns nicht auf die Kinofilme beschränkt, sondern hat zusätzlich ein Auge auf die TV-Serien wie „The Flash“ und „Arrow“.

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Was ändert sich jetzt bei Batman und Co.?

Welche Auswirkungen der Wechsel an der Spitze hat, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Die Gründe für die Degradierung von Johns dürften aber auf der Hand liegen. Seit „Man of Steel“ wurden die DC-Filme mit gemischten Reaktionen aufgenommen, einzig „Wonder Woman“ bildete hier die positive Ausnahme.

Bei „Suicide Squad“ und „Batman v Superman: Dawn of Justice“ waren die Kritiken sogar regelrecht vernichtend. Die Filme waren aber zumindest an den Kinokassen erfolgreich. Das lässt sich von „Justice League“ nicht mehr behaupten. Die Zusammenkunft von Batman (Ben Affleck), Superman (Henry Cavill) und Co. sollte eigentlich den bisherigen Meilenstein der DC-Filme bilden. Letztlich enttäuschte er aber deutlich mit seinem Einspielergebnis.

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Hamada muss das Chaos bei DC in den Griff kriegen

Warner Bros. zog daraus die notwendigen Konsequenzen. Ob Walter Hamada das Ruder herumreißen kann, bleibt abzuwarten. Die Zukunft der DC-Filme ist aktuell äußerst vage. Viele Projekte wie „Suicide Squad 2“ und „The Batman“ wurden zwar angekündigt, allerdings haben sie oftmals mit Problemen zu kämpfen. Beim Batman-Solo-Film ist bis dato beispielsweise unklar, ob Ben Affleck wirklich in die Titelrolle schlüpft oder nicht. Pläne für die eigentlich angesetzte Fortsetzung zu „Justice League“ wurden hingegen anscheinend völlig fallen gelassen.

Nach der Enttäuschung „Justice League“ wäre es sogar denkbar, dass die zusammenhängenden Filme komplett aufgegeben werden. Warner Bros. könnte sich dann auf relativ kleine Werke mit persönlicher Note konzentrieren. Bei „Wonder Woman“ hat dies ja bereits ganz gut funktioniert. Das große Superhelden-Universum würde man dann zwar konkurrenzlos Marvel überlassen, allerdings war Warners Versuch, mit Disneys Marke mitzuhalten, ohnehin von mäßigem Erfolg geprägt.

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