Jungfrau (40), männlich, sucht ...

  1. Ø 4
   2005
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Filmhandlung und Hintergrund

Jungfrau (40), männlich, sucht ...: Komödie um eine vierzigjährige männliche Jungfrau, dessen Freundin partout keinen Sex will.

Der vierzigjährige Andy Stitzer (Steve Carrell) arbeitet in einem Elektrofachgeschäft, besitzt ein schönes Haus voller Actionfiguren und hatte noch nie in seinem Leben Sex. Das soll sich ändern, finden seine Freunde, obwohl Andy selbst den Geschlechtsverkehr gar nicht so sehr zu vermissen scheint. Als Trish (Catherine Keener), allein erziehende Mutter von drei Kindern und ebenfalls um die 40, in sein Leben tritt, sind alle Kollegen voller Hoffnung. Doch Trish steht auf platonische Beziehungen …

Das Duo Judd Apatow und Steve Carell genießt unter Amerikas TV-Comedy-Gemeinde bereits Kultstatus und holt nun nach der Mitarbeit an Will FerrellsDer Anchorman“ zum großen Solo-Schlag aus.

Der 40jährige Andy Stitzer führt ein schönes Leben mitsamt seiner Actionfigur-Sammlung und einem langweiligen Job in einem Elektrogeschäft. Aber: Er hat keinen Sex. Seine Kollegen wollen ihm dabei unbedingt helfen. Nach anfänglichen Pannen lernt Andy schließlich die gleichaltrige Trish kennen und verliebt sich.

Der nette, aber verklemmte Spielfigurenfreak Andy hat es beim weiblichen Geschlecht bislang nie weiter als bis zum Händedruck gebracht. Als seine Kollegen das entdecken, setzen sie natürlich alles daran, die männliche Jungfrau mit sämtlichen erwünschten und unerwünschten Tricks an die Frau zu bringen. Doch Andy hat sich derweil in die hübsche Ladenbesitzerin Trish verliebt. Die Sache mit den beiden lässt sich auch überraschend gut an, bis der lästige Sex ihre schöne Romanze auch schon wieder gefährdet.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mit schmerzverzerrtem Gesicht liegt Andy auf einer Pritsche. Eine junge, asiatische Frau beugt sich verlegend lächelnd über ihn und fügt ihm unvorstellbare Schmerzen zu, so dass Andy aufschreit und die wildesten Flüche ausruft. Seine Kumpels bilden einen Halbkreis um ihn und grinsen verschmitzt. Wer schön sein will muss leiden, diese Lektion lernt Andy in „The 40 Year Old Virgin“. Doch muss es gerade Harrentfernung sein? Was vom Titel her wie eine munter-schwachsinnige Screwball-Comedy anmutet, entpuppt sich als feinsinniger und humorvoller Überraschungserfolg.

    Andy lebt ohne Sex in einer Welt, die ausschließlich vom Sex bestimmt zu sein scheint. Einmal von seinen Kumpels darauf aufmerksam gemacht, kann er keine drei Blocks weit mit dem Fahrrad fahren, ohne von Erotik-Werbung verfolgt zu werden. Schließlich überlässt ihm ein Freund seine Porno-Sammlung, die dann doch eher eine abschreckende Wirkung auf Andy hat. Seine Begierde scheint dennoch wieder zu erwachen, allerdings hat er mehr Angst davor, als sein Wille stark ist. „Es ist einfach nie passiert“, sagt er. „The 40 Year Old Virgin“ fragt, ‚ist 40 nicht etwas zu spät’? Gleichermaßen wird aber auch diskutiert, ‚ist 14 nicht etwas zu früh’? Fragen, auf die es sicher keine einfache Antwort gibt. Zusammen mit der Tochter seiner neuen Freundin begibt sich Andy zu einer sexuellen Beratungsstelle. Die beiden Jungfrauen sind der Lacher der Therapiegruppe.

    Eigentlich ist es ja nicht lustig, dass Andys komplettes Leben auf einmal umgekrempelt wird. Er fühlt sich bald als Freiwild, doch seine neue Ausstrahlung scheint sich auch beruflich in Beförderungen niederzuschlagen. Seine Chefin Paula macht ihm sehr unzweideutige Angebote. Weder schön noch hässlich und furchtbar billig geschminkt ist Paula wohl ein ideales Sinnbild für Anziehung und Abstoßung. Andy ist verwirrt und weiß nur eines: bloß nicht sie! Außerdem ist Andy ja auch ein komischer Charakter. Er sammelt Actionfiguren, verbringt seine Zeit mit Computerspielen und fährt mit dem Fahrrad zur Arbeit (das ist zumindest in den USA komisch).

    Mit Trish scheint Andy gut zusammen zu passen. Andy sammelt wertvolle Actionfiguren, Trish verkauft allerhand bei eBay. Andy ist angestellter, Trish ist selbständig. Doch werden die beiden die Hindernisse zwischen einander überwinden? Ob sich Gegensätze wirklich anziehen und wie schnell sich ein Leben ändern kann, verrät „The 40 Year Old Virgin“.

    Fazit: Unterhaltsame und schön gestaltete Comedy.
  • „Besser spät als nie“ lautet das Motto in der, nach „Die Hochzeits-Crasher“ und „Deuce Bigalow – European Gigolo“, diesen Sommer bereits dritten deftigen Sexkomödie mit R-Rating. Das Regiedebüt vom „Freaks and Geeks“-TV-Regisseur Judd Apatow amüsiert sich ebenso hemmungslos wie herzerwärmend über die zunächst leidlichen Liebesmühen seines jungfräulichen Protagonisten, der sich in einem Alter befindet, in dem sich die meisten Männer bereits mit ihrer Midlife-Crisis herumschlagen. Apatow verfasste das clevere Drehbuch zusammen mit Hauptdarsteller Steve Carrell („Anchorman“), der im Stil eines Ben Stiller perfekt den liebenswerten Losertyp abgibt.

    Schon mit dem Prolog wird klar etabliert, dass es sich beim 40-jährigen Titelhelden Andy Stitzer um einen schrägen Vogel handeln muss: Seine penibel aufgeräumte Wohnung quillt über mit sorgfältig aneinander gereihten Actionfiguren, er kleidet sich wie ein braver College-Nerd und zum Job in einem Elektronikgeschäft strampelt er in Ermangelung eines Führerscheins auf einem alten Fahrrad. Dort ist der umgängliche Berufsjugendliche ein gelittener Außenseiter, dennoch laden ihn eines Tages seine Kollegen David (Paul Rudd), Jay (Romany Malco) und Cal (Seth Rogen) zum Pokerspielen ein. Beim Austausch von Sexstorys kommt Andys Geheimnis, noch unerfahren zu sein, ans Licht. Fortan machen es sich seine neuen Buddys zur Aufgabe, ihn unter ihre Fittiche zu nehmen und ihm zu helfen, seine Unschuld zu verlieren. Nach einigen fehlgeschlagenen Anläufen wie mit einer im Nightclub aufgelesenen stockbesoffenen Mieze (Apatows Ehefrau Leslie Mann), die sich versehentlich in sein Gesicht erbricht, verliebt sich Andy in die gleichaltrige Trish (Catherine Keener aus „Being John Malkovich“ versprüht ihren gewohnt natürlichen Charme). Sie beschließen ihre Romanze langsam anzugehen, was ganz nach dem Geschmack des nervösen Andy ist und diversen präkoitalen Komplikationen Vorschub leistet.

    Im Gegensatz zu Rob Schneiders „Deuce Bigalow“-Figur ist der Antiheld dieses ebenfalls mit einigen kruden Bad-Taste-Gags angereicherten Sexspaßes ein schrulliger Sympathieträger. So hat er zwar seine eigenwilligen Macken, wird jedoch nicht als enervierender Vollidiot abgestempelt. Man lacht mehr mit als über ihn und selbst dann fallen die Gags nie hämisch aus. Carrell, der bislang immer die zweite Gag-Geige spielte (u.a. in „Bruce Allmächtig“, als Korrespondent in „The Daily Show“ und zuletzt als Hauptdarsteller der US-Version der Serie „The Office“), schafft unter Einsatz seiner eigenen Brustbehaarung (die ihm in einer urkomischen Szene tatsächlich abgewachst wurde) den Wandel zum urkomischen Leading Man. Unterhaltsam unterstützt wird er von seinen drei neuen Freunden, die, wie sich im Verlauf herausstellt, allesamt ihre eigenen Frauenprobleme haben. Dabei wird der ansteckende Humor weniger von den vulgären visuellen Gags als den oft gepfeffert absurd-albernen und gesalzen obszönen Dialogen gefüttert. Da werden Aufreißer-Ratschläge verteilt, sich so zu geben wie „David Caruso in ,Jade'“, oder aufschlussreiches verbales Beschnuppern beim Speed-Dating betrieben. Als vielleicht einziger Wermutstropfen des fast zweistündigen Jungfernulks schleicht sich gegen Ende eine gewisse Überlänge ein. Hier wäre eindeutig mehr Würze in der Kürze gelegen. ara.

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