Filmhandlung und Hintergrund

TV-Komödie mit Udo Wachtveitl um die Sommerromanze eines Fahrlehrers.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Juli mit Delphin: TV-Komödie mit Udo Wachtveitl um die Sommerromanze eines Fahrlehrers.

    Es ist jeden Sommer das gleiche: Alle Welt ist verreist, bloß Hubert und seine Familie bleiben daheim. Hubert ist Fahrlehrer in Frankfurt und macht in dieser Zeit seine besten Umsätze. Diesmal aber liegen die Dinge etwas anders: Gattin Carmen ist mit den drei Töchtern an die Nordsee gefahren; und im leerstehenden Nachbarhaus macht sich eine hübsche junge Frau zu schaffen. Nachdem Hubert sie in einer halsbrecherischen Aktion vom Dach gerettet hat, geht sie ihm nicht mehr aus dem Kopf. Sie heißt Simone, studiert Architektur, bereitet die Renovierung für die neuen Käufer vor und findet den unrasierten Charme des Nachbarn offenbar ebenso attraktiv wie er sie.

    Schlichter kann das Grundmuster einer Geschichte kaum gestrickt sein: die lockende Versuchung im Nebenhaus. Aber Thomas Freundner (Buch und Regie) macht einen äußerst hübschen, luftig leichten Sommerfilm daraus. Natürlich lebt die Spannung von der Frage, ob Hubert den Seitensprung nicht bloß gedanklich, sondern schließlich auch tatsächlich vollziehen wird. Da Simone den Wert der Treue offenbar sehr schätzt, geben sich die beiden einander nicht leichtfertig hin, sondern umschleichen sich wie die sprichwörtlichen Katzen den heißen Brei.

    Selbstredend funktioniert so was nur, wenn die Darsteller richtig gut zusammenpassen. Während Udo Wachtveitls entspanntes Spiel zwischen sommerlicher Trägheit und Sarkasmus nicht weiter überrascht, ist Elzemarieke de Vos eine echte Entdeckung. In ihrer ersten Filmhauptrolle macht die gebürtige Holländerin in jeder Hinsicht eine ausgezeichnete Figur. Theaterfreunde wussten das schon länger: Seit einem Jahr hat sie ein Engagement an der Berliner Schaubühne. Auch wenn Wachtveitl als hin und hergerissener Fahrlehrer viel öfter im Bild ist, so profitieren doch beide von Freundners Liebe zum Detail. Ohnehin ist das Drehbuch gerade durch die Kleinigkeiten aus dem Alltag sympathisch lebensnah: das ruckelnde Anfahren der Fahrschüler, die durch die Kinder eingeschleppte Läuseplage, die genervten Anrufe von Gattin Carmen (Nina Kronjäger). Am schönsten aber sind die Hindernisse, die Freundner immer wieder zwischen Hubert und Simone aufbaut, weil beispielsweise gleich zu Beginn im denkbar ungünstigsten Augenblick die patzige Putzfrau (Traute Hoess) auftaucht. Und als es schließlich gewaltig knistert, steht Nachbar Guido (Arved Birnbaum) vor der Tür: Er will sich ausheulen, was Nachbar Ralfi (Jochen Nickel) prompt nutzt, um mit den Kumpeln einen feuchtfröhlichen Herrenabend zu begehen.

    Der Delfin aus dem Titel spielt übrigens keine größere dramaturgische Rolle: Es handelt sich um ein vorübergehend verlaustes vergessenes Kuscheltier, das nun mit Hubert das Ehebett teilt. tpg.

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