Wegen „Joker“: Will Smith erleidet einen seiner größten Karriere-Flops

Author: Helena CeredovHelena Ceredov |

Der „Joker“ feiert gerade einen heraussragenden Erfolg an den Kinokassen. Nur einer hat das Nachsehen. Will Smith steckt einen der größten Rückschläge seiner Karriere ein.

Es hätte so schön sein können. Der ambitionierte Science-Fiction-Film von Oscar-Preisträger Ang Lee („Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger“) hatte scheinbar alles, was ein erfolgreicher Blockbuster braucht. Superstar Will Smith ist hier gleich im Doppelpack als Agent zu sehen, der von seinem jüngeren Klon gejagt wird, dazu aufwendige Spezialeffekte und eine actionreiche Handlung. Das müsste doch die Massen in die Kinos locken? Der „Joker“ hat „Gemini Man“ einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Beide Filme starteten mit nur einer Woche Abstand in den Kinos. Doch während der „Joker“ gleich am ersten Wochenende 96 Millionen US-Dollar an den US-amerikanischen Kassen einspielte, konnte „Gemini Man“ nur magere 20 Millionen einfahren. Ein enttäuschendes Ergebnis bei einem Produktionsbudget von 138 Millionen US-Dollar. Sogar Will Smiths bisher größter Flop „Wild Wild West“ hat am ersten Wochenende mehr eingenommen.

Damit gehört „Gemini Man“ zu den erfolglosesten Filmen in Will Smiths langer Karriere, sofern es nicht zu einer großen Überraschung kommt und das Sci-Fi-Werk in den nächsten Wochen verspätet durchstartet. Dazu muss gesagt werden, dass der Name Will Smith allein schon lange nicht mehr reicht, um die Massen in die Kinos zu locken. Seine letzten Star-Vehikel „After Earth“ und „Erschütternde Wahrheit“ konnten ebenfalls nur bedingt an den Kassen punkten. Sein letzter großen Erfolg „Aladdin“ ist wohl eher der Strahlkraft der Marke Disney geschuldet und nicht unbedingt nur seiner Person.

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Sterben die Blockbuster der alten Schule wegen Superhelden aus?

Das Scheitern von „Gemini Man“ ließe sich unter anderem auf eine veränderte Marktlage zurückführen. Zuletzt rechnete Regielegende Martin Scorsese mit dem Überangebot an Marvel-Filmen ab. Er meint, dass das sogenannte Achterbahnkino Filme der alten Schule verdrängt. Und er ist mit seiner Meinung nicht alleine. Wenn man sich die Zahlen genau anschaut, haben die Kritiker von Superheldenfilmen nicht ganz unrecht. Aktuell besteht die Top Ten der weltweiten Kinocharts zur Hälfte aus Superheldenfilmen. Der Rest verteilt sich, mit Ausnahme von zwei chinesischen Einträgen, auf Fortsetzungen, Neuverfilmungen und Reboots. Kein einziger Original-Stoff hat es 2019 an die Spitze geschafft.

Doch kann man so pauschal sagen, dass Superheldenfilme originellen Filmen keine Chance geben? Wer „Joker“ gesehen hat, weiß, dass es kein typischer Superheldenfilm ist. Nimmt man es genau, ist der vermeintliche Mainstream-Film sogar viel nischiger inszeniert als der Blockbuster „Gemini Man“. Es stimmt schon, das Publikum bevorzugt etablierte Marken wie Marvel und Co. Doch das heißt nicht automatisch, dass Superheldenfilme „falsches“ Kino und Original-Filme „echtes“ Kino sind.

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