Für viele lag es eigentlich auf der Hand, dass Matt Reeves‘ „The Batman“ und Todd Phillips‘ „Joker“, die beide nicht direkt mit dem im Wandel begriffenen DC Extended Universe verbunden sind, auf einen möglichen dritten und gemeinsamen Film zusteuern könnten. Diesen Gerüchten erteilte Phillips nun eine klare Absage.

„Nein, definitiv nicht“: So klar und direkt antwortete Todd Phillips, der just bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig mit „Joker“ im Wettbewerb mit 21 Beiträgen den Goldenen Löwen abräumte, auf die Frage von Variety, ob Robert Pattinsons Batman und Joaquin Phoenix‘ Joker in einem zukünftigen Film aufeinandertreffen könnten. Phillips präsentierte direkt nach Venedig seine von der Kritik gefeierte Charakterstudie und Origin-Geschichte auf dem 44. Toronto International Film Festival und konnte sein Glück über den Sieg in Venedig noch immer kaum glauben: „Wir sind immer noch dabei, es zu realisieren“, zeigte er sich glücklich.

Weniger glücklich dürften allerdings nun all die Fans sein, die darauf gehofft hatten, Phoenix‘ Joker in seiner eigentlichen Funktion als Erzfeind Batmans betrachten zu können. Vor allem, nachdem bekannt wurde, dass eine Passage aus einem Variety-Interview mit Robert Pattinson gestrichen werden musste, nachdem sich dieser „verplappert“ hatte.

Diese Absage Phillips‘ muss aber nicht das letzte Wort gewesen sein. Es wäre durchaus möglich, dass er auf eine falsche Fährte locken wollte. Zumindest ließ er bereits wissen, dass er bei entsprechendem Erfolg auch daran interessiert wäre, mit Phoenix an einem weiteren Film mit dem Joker zu arbeiten.

Hierzulande startet „Joker“ mit Joaquin Phoenix als Arthur Fleck/Joker, Robert De Niro („Taxi Driver“), Zazie Beetz („Deadpool 2“), Brian Tyree Henry („Hotel Artemis“), Shea Wigham („Kong: Skull Island“) und Brett Cullen („The Dark Knight Rises“) am 10. Oktober in den Kinos.

Seht hier den finalen Trailer zur neuen Joker-Iteration mit Joaquin Phoenix:

Warum Robert Pattinson und Joaquin Phoenix nicht aufeinandertreffen können

Spoilerwarnung: Der folgende Abschnitt enthält Spoiler in Bezug auf „Joker“.

Ein Punkt, der allerdings dagegen spricht, dass sich Pattinson und Phoenix ebenbürtig gegenüber stehen können, ist der, dass Arthur Fleck in „Joker, der 1981 spielt, bereits ein erwachsener Mann ist und – mehr oder weniger – mitten im Leben steht. Bruce Wayne ist hier ein noch junger Bursche. Wenn man davon ausgeht, dass die beiden nun mindestens 30 Jahre Lebenserfahrung trennen, dann würde der von Pattinson verkörperte Batman entsprechend einen Joker bekämpfen, der auf die 70 zugeht. Klar, das wäre immer noch möglich, denn der Joker trumpft mit Verstand und allerhand Gadgets und nicht mit Muskelkraft auf, aber will man das wirklich so auf der Leinwand sehen?

Andererseits ist bekannt, dass Matt ReevesThe Batman“ die detektivische Seite des Dunklen Ritters betonen soll. Pattinsons Batman wäre demnach der erste der zahlreichen Film-Iterationen, der seinen Grips anstrengt, statt die Muskeln sprechen zu lassen. Vor diesem Hintergrund wäre das Duell mit dem Joker unter Umständen eher ein psychologisches. Und da auch schon „Joker“ eine eher unkonventionelle Herangehensweise an dieses Genre darstellt, wäre auch ein solches Crossover im Bereich des Möglichen.

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