„Joker“: Joaquin Phoenix verblüffte selbst die Filmcrew mit mehreren ungeplanten Szenen

Author: Andreas EngelhardtAndreas Engelhardt |

Den chaotischen Stil von Arthur Fleck machte sich Joaquin Phoenix in „Joker“ offenbar zu eigen und verblüffte damit sogar seine Filmcrew.

Joker“ ist hinsichtlich des Profits vermutlich der größte Kino-Hit des Jahres, immerhin dürfte der DC-Film einen Gewinn von gut einer halbe Milliarde US-Dollar einstreichen. Das Highlight in der Comicverfilmung ist zweifellos Joaquin Phoenix und seine hypnotische Darstellung von Arthur Fleck, der im Laufe der Handlung zum Joker wird.

Das Chaos seines Charakters hat Phoenix sogar in sein Schauspiel einfließen lassen und zahlreiche Momente einfach improvisiert. Besonders mit einer dieser ungeplanten Szenen hat der Hollywood-Star die Filmcrew von „Joker“ kalt erwischt: Als Arthur Fleck seinen Kühlschrank ausräumte, reinkletterte und nicht mehr herauskam.

Wenn euch nicht nur dieser „Joker“-Moment verwirrte

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Joaquin Phoenix improvisierte auch bei Schuss-Szene in „Joker“

„Joker“-Kameramann Lawrence Sher enthüllte zur Entstehung der Kühlschrank-Sequenz im Interview mit Slashfilm:

„Als er in den Kühlschrank kletterte, hatten wir keine Ahnung, was gerade passiert. Wir positionierten Kameras an zwei Punkten und Joaquin dachte einfach daran, was er tun würde, wenn er unter massivem Schlafentzug leiden würde. Erneut, wir leuchteten alles so aus, dass er alles machen konnte und bei dem ersten und einzigen Mal, als er das tat, waren wir alle wie hypnotisiert. Ich weiß noch, dass ich dachte: ‚Was tut er? Ist er gerade einfach in den Kühlschrank gekrochen?‘ Es war für uns ebenfalls amüsant und bizarr, das zu sehen.“

So dürfte es auch dem Publikum gegangen sein, als Arthur Fleck sich plötzlich in den Kühlschrank zurückzog. Phoenix selbst traf damit den Nagel auf den Kopf, schließlich stellte er ohne Worte dar, wie sehr der psychisch kranke Arthur überfordert ist und sich abkapseln möchte – was er schließlich auch tut.

Neben der Kühlschrank-Szene gibt es in „Joker“ einige weitere Momente, die nicht im Drehbuch standen. So unter anderem die Tanzeinlage in den Toiletten, nachdem Arthur die drei Wall-Street-Kerle in der U-Bahn erschossen hatte. Lawrence Sher enthüllte zudem, dass auch die Sequenz improvisiert war, in der Arthur in der Wohnung tanzte, mit der Waffe in der Hand und sich versehentlich ein Schuss löst. Geplant war hier lediglich, dass er aus Versehen in die Wand schießt. Das Selbstgespräch und die Tanzeinlage drumherum erfand Joaquin Phoenix jedoch alleine spontan, während die Szene gedreht wurde. Und wer weiß, vielleicht bringen ihm seine spontanen Tänze nächstes Jahr eine Oscar-Nominierung oder gar einen der begehrten Goldjungen ein…

„Joker“ befindet sich mit den ungeplanten Szenen in bester Gesellschaft:

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