„Joker“: Jared Leto soll versucht haben, den Film mit Joaquin Phoenix zu stoppen

Hy Quan Quach |

Mit aktuell über 700 Millionen US-Dollar an weltweitem Einspiel ist Todd Phillips‘ „Joker“ ein riesiger Hit für Warner Bros. und die DC-Verfilmungen. Doch hätte Jared Leto seinen Willen durchgesetzt, hätte es diesen Film gar nicht erst gegeben.

Befremdet und verärgert soll Jared Leto reagiert haben, als er erfuhr, dass der „Joker“-Solofilm von Regisseur Todd Phillips mit Joaquin Phoenix in der Hauptrolle grünes Licht von Warner erhalten hatte. Denn damit existierten zumindest für einen gewissen Zeitraum gleich zwei Joker-Darsteller, die beide Solofilme erhalten sollten: Jared Letos Joker/-Solostreifen mit Harley Quinn und Joaquin Phoenix‘ „Joker“-Origin-Streifen.

„Ich bin ebenfalls etwas verwirrt“, ließ Leto seinerzeit wissen. „In der Welt von DC passieren aktuell einige Dinge. Es ist ein großes Universum und wisst ihr, wenn man den Joker spielt, dann hat man kein Anrecht auf ihn. Man hat die Ehre, den Stab für eine Weile zu halten und gibt diesen dann wieder ab. Aber es sind noch weitere Filme in Entwicklung und ich bin gespannt darauf, was dabei entsteht.“

Offenbar war Leto aber nicht nur gespannt, sondern auch eifersüchtig auf diese anderen Projekte – allen voran auf „Joker“, berichtet nun The Hollywood Reporter. Man kann seine Gedanken dabei durchaus nachvollziehen. Immerhin hatte sich Leto gut auf die Rolle des Jokers vorbereitet und war trotz eines für ihn unbefriedigenden Ergebnisses bei David AyersSuicide Squad“ bereit, den Verbrecherprinz Gothams erneut zu spielen. Dass nun ein komplett neuer und eigenständiger Film ohne ihn produziert würde, erschien ihm offenbar wie ein Betrug, heißt es. Und Leto fürchtete wohl, dass dies das Aus für seinen Joker bedeuten könnte.

Niedriges Budget sollte Todd Phillips entmutigen

Nicht nur soll er sich daraufhin heftig bei seinem Agenten beschwert, der nebenbei bemerkt auch Phillips vertritt, sondern auch versucht haben, seinen Musik-Manager Irving Azoff einzuschalten. Dieser sollte die Chefetage von Warner Bros.‘ Mutterkonzern davon überzeugen, Phillips‘ „Joker“ einzustellen. Leto habe sich als Oscar-Preisträger nicht entsprechend behandelt gefühlt.

Dabei hatte Warner Bros. mit rund 55 Millionen US-Dollar das Budget von „Joker“ bereits sehr niedrig angesetzt. Es heißt, einige Verantwortliche sollen nicht besonders überzeugt davon gewesen sein, dass ein düsterer und geerdeter Solofilm mit dem Joker funktionieren könne. Durch das kleine Budget soll man gehofft haben, Phillips entmutigen zu können. Der Filmemacher, der sich mit der „Hangover“-Trilogie einen Namen gemacht hat, ließ sich davon allerdings nicht entmutigen. Das Ergebnis dürfte nun alle zufriedenstellen: überwiegend positive Kritiken und über 700 Millionen US-Dollar Einspiel an den internationalen Kinokassen.

Wollt ihr mehr zum Joker wissen? Dann schaut euch diesen Clip an:

Jared Leto wird wohl nicht mehr als Joker auftreten

Für Jared Leto dagegen ist der Zug offenbar vorerst abgefahren. Er wird weder in „Birds of Prey“, dem Quasi-Origin-Streifen für Harley Quinn, noch in James GunnsThe Suicide Squad“ mitspielen. Auch der geplante Solostreifen mit dem Joker und Harley Quinn ist abgeblasen. Damit bleibt es bei einem Gastspiel in „Suicide Squad“. Und den haben die meisten in keiner guten Erinnerung – auch Leto nicht.

Leto und Phoenix sind nicht die einzigen Joker-Darsteller. Wie gut kennt ihr euch aus?

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