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„Joker“ gewinnt bei den Golden Globes – verliert jedoch in den wichtigsten Kategorien

Beatrice Osuji |

© Warner

Bei der 77. Verleihung der Golden Globes wurde Joaquin Phoenix als bester Darsteller ausgezeichnet. Für weitere wichtigen Kategorien hat es jedoch nicht gereicht.

Gestern Abend fanden in Los Angeles die alljährlichen Golden Globes statt. Zum 77. Mal trafen Hollywoods größte Namen im Beverly Hilton Hotel ein und kämpften um die begehrten Trophäen. Darunter auch der DC-Erfolg des letzten Jahres: „Joker“. Mit gleich vier Nominierungen stieg das Drama rund um den verrückten Clown in den Ring. Am Ende des Abends ging der Film jedoch in den wichtigsten Kategorien leer aus.

In der Kategorie „Bester Film - Drama“ verlor der Film gegen das Kriegsepos „1917“ und auch in der bedeutenden Kategorie „Bester Regisseur“ ging der Mann hinter der Kamera – Todd Phillips – leer aus. Diesen Globe erhielt stattdessen „1917“-Regisseur Sam Mendes. Für die Musik von „Joker“ gewann die isländische Komponisten Hildur Guðnadóttir ihren ersten Golden Globe. Auch Joaquin Phoenix, Star des Films, wurde für seine beeindruckende und zum Großteil verstörende Darbietung als Arthur Fleck mit dem Preis für die „Beste Darstellung eines Schauspielers – Drama“ ausgezeichnet.

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Die Golden Globe Gewinner 2020

Auch dieses Jahr war die Preisverleihung für einige Überraschungen gut. Obwohl Netflix mit einem Rekord an Nominierungen in die Geschichte einging, konnte der Streaming-Dienst kaum Preise verbuchen. Lediglich Olivia Colman wurde für ihre Darbietung als die britische Königin in „The Crown“ geehrt. Für Disney sah es in diesem Jahr ebenfalls nicht rosig aus. Gleich drei Filme konnte der Mäusekonzern als besten Animationsfilm aufstellen. Am Ende war es jedoch Laika, die mit ihrem Familienfilm „Mister Link – Ein fellig verrücktes Abenteuer“ den begehrten Preis mit nach Hause nehmen durften.

Unter den Kategorien der Schauspieler*innen gab es ebenfalls Überraschungen. Meryl Streep mag zwar den Rekord für die meisten Golden Globe Nominierungen aller Zeiten halten, die Trophäe für ihre Rolle in „Big Little Lies“ gewann sie trotzdem nicht. In dieser Kategorie verlor die Hollywoodgröße gegen Patricia Arquette. In dem Drama „The Act“ spielt sie eine kontrollsüchtige Mutter die am Münchhausen-by-proxy-Syndrom leidet. Joe Pesci, der mit seiner Rückkehr für „The Irishman“ bereits als Gewinner gehandelt wurde, ging ähnlich wie Streep ohne Trophäe nach Hause. Die Auszeichnung für den besten Nebendarsteller ging stattdessen an „Once Upon a Time… in Hollywood“-Star Brad Pitt. Quentin Tarantinos Ode an das alte Hollywood wurde zusätzlich in der Kategorie „Bester Film – Musical oder Komödie“ ausgezeichnet. Der Regisseur erhielt für seine Arbeit hinter der Kamera ebenfalls einen Preis. Große Gewinnerin an diesem Abend war, ähnlich wie bei den Emmy Awards, Phoebe Waller-Bridge. Die Britin wurde sowohl für „Fleabag“ als auch für ihre Darbietung in der Serie ausgezeichnet. Alle Gewinner des Abends findet ihr hier.

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