Filmhandlung und Hintergrund

Poppiges Biopic über die für Ausnahmemusiker Jimi Hendrix prägende Zeit 1966/1967 in London.

New York, 1966. Linda Keith, wohl situierte Bürgertochter und Muse von Keith Richards, ist eine der wenigen Gäste im Cheethah Club, in dem Curtis Knight and the Squires spielen. Der Gitarrist, ein junger Mann namens Jimi Hendrix, erregt ihr Interesse. Sie lässt ihre Kontakte spielen und lädt Ex-Animal-Bassist Chas Chandler zu einem der Gigs ein. Er ist augenblicklich von Hendrix überzeugt und spendiert ihm ein Ticket ins Rock’n’Pop-Mekka London. Bald darauf verhilft er dem Ausnahmemusiker zu einem Auftritt auf dem Monterey Pop Festival.

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Kritikerrezensionen

  • Jimi: All Is by My Side: Poppiges Biopic über die für Ausnahmemusiker Jimi Hendrix prägende Zeit 1966/1967 in London.

    In seinem poppigen Biopic erzählt John Ridley vom Werden des Kultgitarristen Jimi Hendrix, den Hip-Hopper André Benjamin perfekt mit Leben füllt.

    James Marshall Hendrix bevor er „Jimi“ Hendrix war. Ein Biopic der anderen Art, das einmal nicht die Höhe- und Tiefpunkte einer Musikerkarriere beschreibt, sondern das nuancierte Porträt eines Mannes, der sich noch auf der Suche nach sich selbst und seinem Stil befindet. Auf zwölf Monate - primär die Zeit im London der Jahre 1966/7 - im Leben des Ausnahmegitarristen, der sich durch sein experimentelles, innovatives Spiel einen Namen machte, konzentriert sich Autor und Regisseur John Ridley, der das hoch gelobte Drehbuch zu „12 Years a Slave“ geschrieben hat.

    Selbst auf Hits wie „The Star Spangled Banner“ oder „Hey Joe“ verzichtet „All By My Side“, eine Enttäuschung wohl für Hendrix-Fans, die nicht einen seiner eigenen Songs zu hören bekommen. Im New Yorker Cheethah Club lernt der Zuschauer Hendrix, ideal besetzt mit OutKast-Hip-Hopper André Benjamin, kennen. Er ist Mitglied von Curtis Knight and the Squires, unter den Gästen befindet sich Linda Keith (Imogen Poots), Freundin und Muse von Keith Richards. Sie erkennt das Talent in dem verschlossen jungen Mann und lässt ihre Kontakte spielen, lädt den Stones-Manager Andrew Loog Oldham und Ramones-Entdecker Seymour Stein zu seinen Gigs ein. Alle winken ab, nur Ex-Animals-Bassist Chas Chandler (Andrew Buckley) ist augenblicklich von Hendrix überzeugt. Ein Ticket in die Themse-Metropole spendiert er ihm, bald darauf verhilft er Jimi zum legendären Auftritt auf dem Monterey Pop Festival.

    Ridley interessiert sich für das Werden von Jimi Hendrix, zeigt ihn als Mann, der für alle Arten von Musik offen ist - selbst der Blasmusikkapelle der Heilsarmee hört er hingebungsvoll zu. Eine eher unbekannte Einspielung namens „Sending My Love to Linda“ hat ihn vorgeblich zu seinem Film inspiriert, kein Wunder, dass er sich dann auch noch besonders für Hendrix‘ taffe englische Freundin Kathy (Hayley Atwell) interessiert. Um (schwierige) Beziehungen geht es, um Inspiration, um die Swinging Sixties, die den Sound befeuern - genauso wie Alkohol, Zigaretten und Drogen.

    Viel Zeit wird in diversen Clubs verbracht, Tondesign, Lichtsetzung und Schnitt vermitteln einen guten Eindruck davon wie es da damals zugegangen sein muss, ebenso stimmig ist das Retro-Produktionsdesign, das nie zum Klischee verkommt. Mit sanfter Stimme und ruhigen Gesten weckt Benjamin Hendrix zum Leben, während er darüber räsoniert welche Farben er mit seinen Songs evozieren will und dass das Schicksal eines jeden kosmisch vorgegeben ist. Was für ein Derwisch der laut Rolling Stone „Beste Gitarrist aller Zeiten“ auf der Bühne war, macht er in der finalen Musiknummer, gewandet in seinem berühmt farbenfrohen Jacketts, begreiflich. Sein legendäres Konzert am 4. Juni 1967 im Saville Theatre eröffnete Hendrix mit einer Coverversion des Beatles-Hits „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“, der drei Tage zuvor erschienen war. Das Publikum tobte - unter ihnen auch John, Paul, George und Ringo. geh.

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