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Jesus ist ein Palästinenser

Kinostart: 13.04.2000
  • Kinostart: 13.04.2000
  • Dauer: 110 Min
  • Genre: Komödie
  • Produktionsland: Niederlande
  • Filmverleih: Neue Visionen

Filmhandlung und Hintergrund

Schräge Komödie über einen jungen Mann, der sein Heil in einer religiösen Sekte in Limburg sucht.

Darsteller und Crew

  • Hans Teeuwen
  • Dijn Blom
  • Kim van Kooten
  • Peer Mascini
  • Najib Amhali
  • Orlando MacBean
  • Anis De Jong
  • Pieter Bouwman
  • Lodewijk Crijns
  • Martin Lagestee
  • Menno Westendorp
  • Wouter Jansen
  • Jeroen Strijbos
  • Rob van Rijswijk

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Jesus ist ein Palästinenser: Schräge Komödie über einen jungen Mann, der sein Heil in einer religiösen Sekte in Limburg sucht.

    In den Niederlanden scheinen sich in den letzten Jahren die Filmemacher auf abgedrehten schwarzen Humor in all seinen Spielarten zu konzentrieren: zur Freude der Zuschauer, die von knochentrockenem Witz etwa bei Alex van Warmerdam („De Noorderlingen“, „Little Tony“) bis zu freakig angehauchtem sarkastischen Biss alles genießen können. Zum Beispiel in dieser Guru-Ballade, die mit treffsicherem satirischem Blick Ökokommunen, Piercing, Jesus-Jünger, Sterbekliniken, Gurus, Sektenwahn, Jungfräulichkeitsgelübde und selbsternannte geschäftstüchtige Propheten aufs Korn nimmt.

    Kurz vor seiner Initiation durch den Khan Guru - das große Piercing steht an - wird der 25jährige Ramses von seiner Schwester Natascha aus der Kommune geholt, um dem sterbenden Vater beizustehen. Der verfault langsam , will aber vorher Jesus auf dem Dach seines Hochhauses landen sehen, was der Palästinenser-Prophet Rashid für seine Zwecke ausnutzt. Ramses und sein Hängebauchschwein Mustafa machen es sich bei Natascha und ihrer drallen blonden Mitbewohnerin Lonneke gemütlich. Ramses verliebt sich in Lonneke, zweifelt an allem außer am Sex, findet sich notgedrungen bei Jesu‘ Landung ein (eine bizarre Sequenz)und muss sich entscheiden: Frau oder Fanatismus.

    Von der ersten Minute an gewinnt Lodewijk Crijns tabulose (ein mit der Dornenkrone gepiercter Penis in Großaufnahme) und respektlose (wie Schlachtvieh hängende Sterbende) Satire durch die konsequente verachtende Haltung, die der Regisseur jener Bauernfängerei gegenüber zeigt, die mit Sekten, Esoterik und Apokalypsen zu tun hat. Soviel Nadeln und Ringe gegen und für alles und jedes waren selten zu sehen, soviel öffentlicher Wahn ebenfalls. Schade nur, dass Schwein Mustafa auch den Weg allen Fleisches gehen muss. Den Spaß mit der Spiritualität sollte sich kein Programmkino entgehen lassen. ger.
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