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Filmhandlung und Hintergrund

Jeffrey: Schrill-selbstironische Aidskomödie, die mit einer Portion surrealen Humor und einer Vielzahl von amüsanten Cameo-Auftritten aufwartet.

Jeffreys vielpraktizierte Vorliebe für Sex verkehrt sich angesichts lebensbedrohlicher Aids- Risiken in apathisch-langweilige Abstinenz. Doch dann verliebt er sich unsterblich in den knackigen Adonis Steve, der ihm jedoch eröffnet HIV positiv zu sein. Jeffrey distanziert sich umgehend und in einzelne, zumeist amüsante Episoden aufgegliedert erhält man Einblick in seinen von Emotionsqualen geplagten Alltag.

Jeffrey ist ein erfolgloser New Yorker Schauspieler, der sich seinen Lebensunterhalt als Kellner verdient. Nach einigen schlechten One-Night-Stand-Erfahrungen beschließt er, künftig auf Sex zu verzichten, verliebt sich dann aber trotzdem in den muskelgestählten Adonis Steve. Als er erfährt, daß dieser HIV-positiv ist, bricht für Jeffrey eine Welt zusammen. Um von nun an nie mehr in Versuchung zu geraten, besucht er eine Vielzahl skurriler Anti-Sex-Kurse. Doch Steve geht Jeffrey nicht aus dem Kopf…

Jeffrey entsagt dem Sex – aus Angst vor AIDS. Ausgerechnet dann läuft ihm die Liebe seines Lebens in der Adonis-Form von Fitnesstrainer Steven über den Weg. Schräge AIDS-Komödie, die völlig unverkrampft mit dem Tabuthema umgeht.

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Kritikerrezensionen

  • Aids bleibt in Hollywood trotz des Riesenerfolges von „Philadelphia“ ein vom Hauch betretenen Schweigens umwehtes Reizthema. Die schrille, auf dem gleichnamigen Off-Broadway-Hit von Paul Rudnick, der auch das Drehbuch verfaßte, basierende Aids/

    Homosexuellen-Komödie „Jeffrey“ schlägt ganz neue, aggressive Töne an und greift das Sujet von einer bisher noch nicht dagewesenen heiter-selbstironischen Seite auf.

    Protagonist Jeffrey („Wings“-TV-Star Steven Weber herzig als nett-spröder Schwuler von nebenan) richtet sich bei seinem Voiceover direkt an die Kamera und erörtert dem geneigten Zuschauer, wie sich seine vielpraktizierte Vorliebe für Sex angesichts lebensbedrohlicher Aids-Risiken in apathisch-langweilige Abstinenz verkehrte. Doch kurz darauf verliebt er sich unsterblich in den knackigen Adonis Steve (Michael T. Weiss), der ihm jedoch eröffnet, HIV positiv zu sein. Jeffrey distanziert sich umgehend. In einzelne, zumeist amüsante Episoden aufgegliedert, erhält man Einblick in seinen von Emotionsqualen geplagten Alltag. Dieser umfaßt trostspendende Besuche bei seinem lebensklugen besten Freund Starling („Star Trek“-Kapitän Patrick Stewart in einer vielgehypeten Nebenrolle), seinen „Nebenjob“ als Kellner (er ist ein unterbeschäftigter Schauspieler), die Teilnahme an einem 12-Schritt-Selbsthilfe-Programm für Sexsüchtige, das Aufsuchen einer exaltierten New-Age-Predigerin (Gastauftritt: Sigourney Weaver), aufschlußreiche Telefonate mit seinen vorurteilsbehafteten Eltern, Auseinandersetzungen mit lüsternen Priestern („Birdcage“-Costar Nathan Lane), etc. Weitere Cameo-Auftritte, darunter Olympia Dukakis und Kathy Najimy, sorgen für Kurzweil. Ein running gag mit Mutter Theresa (Irma St. Paule) sowie Starlings verstorbener Liebhaber in himmlischer Reinkarnation streuen eine Prise surrealen Fantasy-Humor ein. Bei der Gay Pride Parade im New Yorker Central Park wird schließlich ein pappsüßes Happy-End eingeläutet.

    Das schillernd-satirische Bühnenstück erwies sich als gefeierter Dauerbrenner, doch Theaterregisseur Christopher Ashley konnte für seine Leinwandversion (zudem sein Filmdebüt) nicht in vollem Umfang dasselbe Lob dafür einheimsen. Das mag daran liegen, das manche der Gags und einige melodramatische Momente nicht so recht funktionieren wollen, da sie im etwas schleppenden Erzählfluß unterzugehen drohen. Die insgesamt allerdings sehr charmant wirkende Komödie weist einen limitierten Zuschauer-Appeal auf, da sie sich konkret an die Homosexuellen-Szene wendet. Das US-Einspielergebnis für Nischenverleih Sony Classics fiel mit 3,5 Mio. Dollar allerdings ausgesprochen zufriedenstellend aus. Gute Aussichten also für einen Einsatz in den Programmkinos der Großstädte, die über aufgeschlossenes Publikum verfügen. ara.

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