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Jeder ist ein Star!

Kinostart: 07.02.2002
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Filmhandlung und Hintergrund

Oscar-nominierte flämische Komödie über einen Vater, der seine Tochter mit allen Mitteln zum Star machen will.

Nachtschichtarbeiter und Familienvater Jean ist überzeugt, dass seine Tochter zum Star geboren ist. Selbst als das plumpe Mädchen bei einem Talentwettbewerb kläglich scheitert, lässt er sich nicht von seinem Glauben abbringen. Mit seinem besten Freund kidnappt er einen Popstar und verlangt, dass deren Manager eine Platte mit seiner Tochter aufnimmt.

Das 17-jährige Pummelchen Marva steht liebend gerne auf der Bühne und hat schon an Dutzenden Karaoke-Wettbewerben als Madonna-Double teilgenommen - leider völlig erfolglos. Als Marvas Vater Jean den Job verliert, greift er zu drastischen Mitteln und entführt den Schlagerstar Debbie. Weil in der Folge deren Verkaufszahlen in die Höhe schnellen, lässt sich Debbies Manager gern auf einen Deal ein: Jean verzichtet auf ein Lösegeld und behält die Sängerin in seiner Gewalt, wenn der Promoter im Gegenzug Marva berühmt macht.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Jeder ist ein Star!: Oscar-nominierte flämische Komödie über einen Vater, der seine Tochter mit allen Mitteln zum Star machen will.

    Die Faszination des Show Business und der Zynismus der Medienwelt ist für den belgischen Regisseur Dominique Deruddere Anlass, zu einem gleichermaßen witzigen und rührenden Melodram, wie es einst die Poeten des Neorealimus auf die Leinwand zu zaubern verstanden. Ein Teenager möchte ein Schlagerstar werden, und der Vater will seiner zum allem Unglück auch noch physisch ziemlich schwergewichtigen Tochter dabei helfen, um jeden Preis. Genau der richtige Film für ein „Brot und Tulpen“-Publikum.

    Menschen wie du und ich, aber doch erzählerisch ein wenig aus den Angeln gehoben und zugespitzt auf eine schnurrige Geschichte, in der sich so mancher Zuschauer mehr oder weniger heimlich wieder erkennen mag: das Schöne ist, dass Deruddere seine Figuren nicht denunziert, nicht vorführt, nicht der Lächerlichkeit preis gibt, sondern mit großer Zärtlichkeit von innen erzählt. Der Traum, dem grauen Alltag zu entfliehen und im Rampenlicht als großer Star zu stehen, ist derzeit weiter verbreitet als man auf den ersten Blick annehmen mag. Und Karaoke ist nach wie vor eine der populärsten Möglichkeiten, den Absprung in eine Karriere zu versuchen und vielleicht ja auch zu schaffen. Jedenfalls träumt die pummelige 17-jährige Marva davon, die mit viel Inbrunst und wenig Erfolg fast jedes Wochenende als Madonna-Double auftritt. Vater Jean, Fabrikarbeiter und gerade arbeitslos, will unbedingt, dass Marva es einmal besser hat. Er komponiert ihre Songs - auf ein höchst eigenwillige Art: er singt die Melodie und nimmt sie mit einem einfachen Kassettenrecorder auf. Und er hat plötzlich einen wahnwitzigen Einfall, den er zusammen mit seinem jungen Kollegen Willy realisiert: die Entführung der bekannten Sängerin Debbie. Der in solchen Fällen einsetzende Werbeeffekt nimmt gigantische Ausmaße an mit einem rasanten Anstieg der Plattenverkäufe von Debbie, was deren Manager wiederum überglücklich macht. Dominique Deruddere setzt nun mit fast britisch schwarzem Humor spielerisch zur nächsten Volte an. Frei nacht dem Motto: mitgehangen, mitgefangen. Jean will ein richtiger Gangster sein, wird dann aber doch schwach und geht auf einen Deal mit Debbies Manager ein: der verspricht, Marva zum Star zu machen, wenn Jean auf das Lösegeld verzichtet. Die Turbulenzen, die daraufhin ausgelöst werden, sind so absurd, wie sie nur das Leben eines guten Geschichtenerzählers schreiben kann. Und der ist Dominique Deruddere allemal. Das hat sogar die Hollywood-Academy erkannt und seinen Film mit einer Oscar-Nominierung geadelt. fh.
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