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Big Trouble

Big Trouble: Ensemblekomödie mit Farcecharakter, in der Regisseur Barry Sonnenfeld im Revier seines Hits "Schnappt Shorty" wildert.

Filmhandlung und Hintergrund

Ensemblekomödie mit Farcecharakter, in der Regisseur Barry Sonnenfeld im Revier seines Hits "Schnappt Shorty" wildert.

Weil Waffenhändler einem von FBI-Agenten und Berufskillern verfolgten Ganoven eine Atombombe verkaufen, die dann zwei geistig schlichten Dieben in die Hände fällt, erlebt Miami einige chaotische Tage. Die explosive Atmosphäre erweist sich aber auch als beziehungsstiftend und lässt zwei Teenager, zwei Ehegeschädigte und einen Träumer unerwartetes Glück finden.

Eigentlich wollte Eliot Arnold nur seinen Sohn Matt abholen, als er im Hause des kriminellen Geschäftsmannes Arthur mitten in eine justament abrollende Entführung gerät. Zwei Kriminelle, die scharf auf Arthurs Koffer sind, wollen mit Beute und Geiseln (u.a. Matt) in die Karibik fliehen, doch sind auf den Koffer aus gutem Grunde auch so unterschiedliche Fraktionen wie russische Mafiosi, New Yorker Killer und das FBI scharf. Arnold, der die Gefahr nicht ahnt, entwickelt in der Folgezeit ungeahntes Heldenpotential.

Actionkomödie von Barry Sonnenfeld.

Darsteller und Crew

Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Big Trouble: Ensemblekomödie mit Farcecharakter, in der Regisseur Barry Sonnenfeld im Revier seines Hits "Schnappt Shorty" wildert.

    Bevor Komödienspezialist Barry Sonnenfeld im Sommer mit der Fortsetzung seines Welthits „Men in Black“ zur erwarteten Effektschlacht antritt, reicht er eine verschrobene und wegen der Ereignisse vom 11. September verschobene Ensemblefarce nach. Diese gehört als Miami-Melange aus exzentrischen Figuren, Diätplot, Slapstick und Dialogwitz zu den humoristischen Angeboten, die erfahrungsgemäß trotz variierender Qualität gerne vom Publikum umarmt werden.

    Die Stärken dieser Verfilmung des Debütromans des bekannten und scharfzüngigen US-Kolumnisten Dave Barry sind die kleinen versteckten Gags und komödiantische Naturtalente wie Dennis Farina und Janeane Garofalo, die todernst urkomisch wirken können. Die Schwächen sind Déjà-vu-Erlebnisse, weil Ähnliches in den letzten Jahren Stammgast im Kino war, sowie ein Turbo-Tempo, das Charakterporträts, wie sie noch im denkbaren Vorbild „Schnappt Shorty“ möglich waren, durch Kurz-Polaroids ersetzt. So gibt es Fehlzündungen, aber auch wirklich witzige Passagen, wenn der Film seine sieben zentralen Paare in unterschiedlichen Gruppierungen immer wieder in neue chaotische Situationen verwickelt. Handlungsmotor und ein im Sinne Hitchcocks inhaltsleerer MacGuffin ist ein Koffer mit mobiler Atombombe, den russische Waffenhändler in Miami einem Fußfetischisten und Gauner (Stanley Tucci) verkaufen, der von der Chefetage seiner Firma auf die Todesliste gesetzt wurde. Während ein Killer mit Floridaphobie (Dennis Farina, schon in „Schnappt Shorty“ ein Glanzpunkt) Maß nimmt, duellieren sich zwei hormonell aufgeheizte Teens mit Farbkanonen, genießen zwei FBI-Agenten ihre Handlungsvollmachten, balzt ein Macho-Cop (Patrick Warburton) um die Gunst seiner strengen Partnerin (Garofalo), verliebt sich ein Ökoträumer und Baumschläfer in ein Dienstmädchen und ein Ex-Journalist in eine verheiratete blonde Versuchung (Rene Russo), stehlen schließlich zwei grenzdebile Schläger die Bombe, nehmen Russos Tochter als Geisel und bringen so das ganze Ensemble zum Flughafen, wo Starkomiker Tim Allen schließlich als Actionheld ein strahlendes Florida zu verhindern sucht. Die Gags über die katastrophalen Sicherheitskontrollen und das Bombenszenario im Flugzeug, das mit einer Verbeugung vor Stanley Kubrick endet, setzten Sonnenfelds Film nach dem 11. September auf die schwarze Liste. Mit der Distanz von heute sind Klagen auch über diese Szenen wohl nicht mehr zu erwarten. Für einige andere ließen sich dagegen Gründe finden, wenn man, überrollt von Turbulenz und Gags, zur Schlussfolgerung kommt, dass in der Kürze (Laufzeit etwa 80 Minuten) nicht immer die Würze liegt. kob.
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