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JC - Play It Like Godard

Kinostart: 21.03.2013
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Filmhandlung und Hintergrund

Entlarvende Pseudodokumentation über ein Regiewunderkind namens J.C., das sich als unausstehlicher Tyrann entpuppt.

Jean-Christophe Kern, bekannt unter dem Pseudonym JC, ist 17 Jahre alt und ganz anders als seine Kumpels. Er hat mit 15 die Goldene Palme für seinen ersten Langfilm in Cannes gewonnen, mit 16 einen César und bereitet nun sein Abitur vor. Ganz nebenbei arbeitet er auch an einer Musicalkomödie basierend auf der Geschichte des belgischen Kindermörders Marc Dutroux. Der junge Mann entpuppt sich als kleiner Stinkstiefel und unausstehliches Monster, das die etablierte Filmszene Frankreichs und die Damenwelt rigoros aufmischt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • JC - Play It Like Godard: Entlarvende Pseudodokumentation über ein Regiewunderkind namens J.C., das sich als unausstehlicher Tyrann entpuppt.

    Aufgekratzte Mischung aus Pseudo-Dokumentation und Persiflage über Eitelkeiten, Selbstüberschätzung und Arroganz der französischen Filmszene.

    Der unvergessliche Preston Sturges tat es mit „Sullivans Reisen“, Steve Buscemi mit „Living in Oblivion“, Tim Burton mit „Ed Wood“. Sie betrieben Nabelschau auf höchstem Niveau. Was die können, kann ich auch, dachte sich wohl der französische Schauspieler Jonathan Zaccaï und macht sich in seiner ersten Langfilmregiearbeit unbekümmert über die Marotten des Filmvolks lustig.

    Er beginnt damit, dass sein Protagonist Jean-Christophe Kern, bekannt unter dem Pseudonym JC, mit 15 die Goldene Palme für seinen ersten Spielfilm in Cannes gewonnen hat und mit 16 einen der begehrten Césars. Jetzt ist er 17 und bereitet sein Abitur vor und ganz nebenbei auch eine abstruse Musical-Komödie basierend auf der Geschichte des belgischen Kindermörders Marc Dutroux. Der Bengel leidet an Selbstüberschätzung, kommandiert seine Eltern herum und malträtiert seine Freundin aus gutem Hause, die im zarten Alter von 15 gar schon an der Kaderschmiede der ENA studiert. Eine Filmcrew begleitet den kleinen Stinkstiefel, der als unausstehliches Monster die Film- und Damenwelt rigoros aufmischt.

    Die schnell und mit wenig Geld abgedrehte Mischung aus Pseudo-Dokumentation und Persiflage sollte man nicht ernsthaft mit den großen Vorbildern vergleichen, manches wirkt noch liebenswert unfertig. Aber allein der Mut, sich als Regiedebütant genüsslich über dass französische Filmbusiness mit seinen Granden zu mokieren, ist bemerkenswert. Vincent Lacoste als Wunderkind stolpert nach seinem Überraschungserfolg als filmischer Nerd mit Brille unsensibel durchs Leben. Der Originaltitel „JC comme Jésus Christ“ bringt die Arroganz besser auf den Punkt. Wie das Kerlchen seine Produzenten (Charles Gilibert, Nathanaël Karmitz von MK2) zur Weißglut bringt und sich wie ein Blutsauger an alle hängt, die ihm nutzen können, das versprüht einen bösen und wilden Charme. Bekannte Regisseure glänzen in Cameo-Auftritten, Schauspieler wie Kad Merad oder Elsa Zylberstein hauen auf den Putz, wie auch die junge Garde mit Aure Atika, Tania Gabarski oder Gilles Lellouche. Sogar Meister Jean-Luc Godard taucht am Ende auf. Nichts ist schöner, als mal über sich selbst lachen zu können. mk.
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