Jane Eyre

Kinostart: 30.01.1997

Jane Eyre: Stimmungsvolle Kinoversion von Charlotte Brontës schaurig-melodramatischem Literaturklassiker.

Filmhandlung und Hintergrund

Stimmungsvolle Kinoversion von Charlotte Brontës schaurig-melodramatischem Literaturklassiker.

Nach harter Jugend im Internat von Lowood kommt Jane Eyre als Gouvernante der jungen Adele nach Thornfield Hall. Dort blüht die ernste Frau auf, verliebt sich in den emotional zerrissenen Hausherrn Rochester, dessen tragisches Geheimnis genau in dem Monent enthüllt wird, als Janes Zukunft durch Liebesglück gesichert scheint.

Als Kind rebelliert die englische Waise Jane Eyre gegen das korsettierte strenge Leben als Internatsmädchen. Sie nimmt eine Stelle als Hauslehrerin auf Thornfield Hall an und verliebt sich in den Hausherrn Edward Rochester. Rochester, ein unsteter Mann, hat ein Geheimnis, das seinen Gefühlen für Jane entgegen wirkt: Er verbirgt seine wahnsinnig gewordene Frau in einem Seitenflügel des Schlosses. Als das Schloss einem Brand zum Opfer fällt und die Frau Rochesters umkommt, finden Jane und Rochester doch noch ihr Glück.

Stimmungsvolle Kinoversion von Charlotte Brontës schaurig-melodramatischem Literaturklassiker.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Jane Eyre: Stimmungsvolle Kinoversion von Charlotte Brontës schaurig-melodramatischem Literaturklassiker.

    Wie schwer hat es doch Jane Eyre, die zum wiederholten Male aus dem gothischen Schauerroman des 19. Jahrhunderts heraus im Kino von Licht und Schatten des Lebens erzählen soll. Franco Zeffirellis Version ist nach Robert Stevensons düsterem, visuell opulentem (1944) und Delbert Manns kompetentem, wenn auch etwas hausbackenem Zugriff (1971) die dritte ernstzunehmende Tonfilm-Adaption von Charlotte Brontës Klassiker. Abgesehen von Charlotte Gainsbourgs Besetzung der Titelrolle, vermag Zeffirelli aber wenig Gründe zu liefern, warum eine neue Generation von Kinogängern sich dieses etwas verstaubten Stoffes annehmen sollte.

    Dabei sparte der 73jährige Italiener wie schon in „Hamlet“ weder an Talent (Englands Theaterstars John Wood, Fiona Shaw und die großartige Billie Whitelaw als Grace Poole) noch Prominenz. Hugh Whitemore, Autor sensibler Kammerspielfilme wie „Schatten der Vergangenheit“ oder „Zwischen den Zeilen“, hält sich in seiner Adaption eng an die Vorlage, verpaßt es aber, deren größtes Manko zu korrigieren. So wird die arme Jane, die ihr mürrischer Arbeitgeber Rochester (leicht lustlos und maniriert: William Hurt) ob ihres aufrechten und unbeugsamen Charakters lieben lernt, auch hier am Ende durch Erbschaft reich, wodurch die Heirat mit Rochester letztlich nicht spirituell, sondern materiell sanktioniert wird. Auch sonst geht Zeffirelli keinerlei Risiken ein, hakt die wichtigen Stationen des Romans korrekt, wenn auch ohne Berührungsängste zum Seelenkitsch ab. Dabei gelingen ihm mitunter schöne Szenen, wenn etwa die junge Jane (stolz, aber der schwierigen Rolle nicht immer gewachsen: Anna Paquin aus „Das Piano“) im Internat berührende Solidarität mit ihrer bestraften Freundin zeigt. Unverständlich allerdings, warum die gespenstische Atmosphäre des Romans, in dem die verrückte Frau Rochesters in dunklen Gängen zu lustwandeln pflegt, so wenig zur Spannungserzeugung genützt wird. So bleibt es Charlotte Gainsbourgh vorbehalten, deren strenges Gesicht viel besser zur harten Biographie der Titelheldin paßt als das ihrer schönen Vorgängerinnen (Joan Fontaine, Susannah York), das Interesse an diesem formal ordentlichen, aber doch uninspirierten Werk aufrechtzuerhalten. Die prominente Besetzung bleibt somit auch das größte Zugpferd dieser Literaturverfilmung, die allerdings zu einem Termin ins Rennen geschickt wird, an dem vier Kostümfilme innerhalb von vier Wochen um die Gunst des Zuschauers buhlen werden. kob.

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