Filmhandlung und Hintergrund

Bittersüße Familiengeschichte mit Shirley MacLaine in der Nachfolge von "Zeit der Zärtlichkeit".

Auch nach dem Tod ihrer Tochter ändert sich wenig für Aurora Greenway. Ihre drei Enkel haben zwar allesamt schwere Probleme am Hals, doch Oma Aurora hat für jede Lebenslage die richtigen Weisheiten oder guten Beziehungen parat. Schade nur, daß Enkelin Melanie ihre mangelnde Sorgfalt bei der Männerwahl geerbt hat: So stellen sich bald äußerst suspekte Gestalten im Hause Greenway ein.

Fünfzehn Jahre nach dem Tod ihrer Tochter Emma führt Aurora Greenway immer noch den alltäglichen Kleinkrieg mit ihrer Familie, ihren Freunden und ihren Feinden. Da sind zum Beispiel die drei Enkelkinder, die nicht daran denken, ihre Ratschläge zu befolgen, Emmas ehemalige Busenfreundin Patsy, die Aurora stets ins Handwerk pfuscht. Und die Haushälterin Rosie, die plant, sich in den Ruhestand zu begeben. Mitten in diesem Chaos taucht plötzlich der junge Psychoanalytiker Jerry auf, der für Aurora eine besondere Therapie bereithält…

Bittersüße Familiengeschichte mit Shirley MacLaine in der Nachfolge von „Zeit der Zärtlichkeit“.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Jahre der Zärtlichkeit - Die Geschichte geht weiter ...: Bittersüße Familiengeschichte mit Shirley MacLaine in der Nachfolge von "Zeit der Zärtlichkeit".

    Das Mutter-Tochter-Melodram „Zeit der Zärtlichkeit“ erwies sich 1984 dank seines ungezwungenen Mixes aus Humor und Herzschmerz als Abräumer bei der Oscarverleihung. Die Erwartungen für das zwölf Jahre später gefilmte Sequel sind dementsprechend hochgesteckt: Doch obwohl Shirley MacLaine erneut ihre Paraderolle der „Stahlmagnolie“ Aurora Greenway übernahm und auch Jack Nicholson kurz auf der Bildfläche erscheint, kann der Folgefilm nicht an die allamerikanische Klasse des Originals heranreichen.

    Anstatt von James L. Brooks wurde die Regie bei der Weiterführung der Familiensaga dem Drehbuchautoren Robert Harling („Magnolien aus Stahl“) übertragen, der dafür auch den gleichnamigen Fortsetzungsroman von Larry McMurty adaptierte. Die Handlung knüpft 15 Jahre später nach den bekannten Ereignissen im Jahr 1988 an. Wenig hat sich trotz des Todes der Debra-Winger-Figur geändert: Statt mit ihrer eigensinnigen Tochter im Clinch zu liegen, zankt sich Aurora nun mit ihren drei erwachsenen Enkelkindern. Der renitent-verschlossene Tommy (George Newbern) sitzt wegen Drogenbesitz im Gefängnis, Melanie (Juliette Lewis) hat den Mangel an Fingersptizengefühl bei der Auswahl ihrer Männer von ihrer Mutter geerbt und fühlt sich von ihrer Großmutter „erstickt“, und Teddy (Mackenzie Astin) mangelt es lediglich an Ehrgeiz und einem gemeinsamen Trauschein mit der Mutter seines Kindes. Des weiteren spielen noch die Haushälterin Rosie (Marion Ross), ihre jüngere Rivalin Patsy (Miranda Richardson), der gutaussehende Therapeut Jerry (Bill Paxton) und Auroras Ex-Liebhaber General Hector Scott (Donald Moffat) und der Astronaut Garrett Breedlove (Jack Nicholson schneidet fünf Minuten lang beim Vortragen gestelzt anmutender Dialoge Grimassen) eine Rolle in Auroras episodenhaft angelegtem Filmleben. Die Schwierigkeiten mit den Enkelkindern lösen sich auf in pappig süßem Wohlgefallen, während andere Figuren das Zeitliche segnen müssen.

    Dem überlangen Lieben und Leiden Auroras mangelt es in der Ausgabe anno 1996 an Struktur und einem durchgängig schlüssigen Plot. Shirley MacLaine kann trotz ihrer grundsoliden Darstellungen manche der offensichtlichen Schwächen nur bedingt ausmerzen. Die Momente mit Bill Paxton und ein peinliches Dinner haben immerhin jenes gewisse humorvolle Feuer in sich, das vielen der stets gleich anmutenden Szenen (vor allem eine handgreifliche Auseinandersetzung in einem Flugzeug wirkt arg deplaziert) abgeht. Auroras Anlegen einer Foto-Familienchronik schlägt mehrfach die Brücke zum Original - ein Indikator, daß hier nicht nach der trefflichen Balance zwischen komischen und anrührenden Momenten gesucht wurde, sondern bemüht auf die Tränendrüse gedrückt wird. ara.

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