Jäger des Augenblicks - Ein Abenteuer am Mount Roraima (2012)

Jäger des Augenblicks - Ein Abenteuer am Mount Roraima Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Jäger des Augenblicks - Ein Abenteuer am Mount Roraima: Dokumentation im Stil eines Abenteuerfilms über die spektakuläre Besteigung des Mount Roroima und den Kampf gegen die unerbittlichen Naturgewalten.

Im Dreiländereck von Brasilien, Venezuela und Guyana erstreckt sich der legendäre Tafelberg Roraima – der Inbegriff für Bergsport abseits des Massenbetriebs. Der renommierte Bergsteiger Stefan Glowacz macht sich 2010 gemeinsam mit seinen langjährigen Sportpartnern Kurt Albert und Holger Heuber an das waghalsige Unterfangen, den Berg zu erklimmen und ohne technische Hilfsmittel allen Herausforderungen und Naturgewalten zu trotzen: von Dauerregen über dichten Urwald bis hin zu einer 600 Meter hohen, überhängenden Nordwand.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Dokumentarfilm "Jäger des Augenblicks" begleitet Stefan Glowacz, den Star der deutschen Sportkletter-Szene, und seine beiden Partner auf einer Expedition zum Tafelberg Roraima. Der Trip in den südamerikanischen Dschungel bietet die abenteuerliche Kulisse für ein spannendes Porträt dreier Extremsportler. Der österreichische Sportfilmemacher Philipp Manderla (Produzent von "Storm Surfers 3D", "Überflieger – Die Kunst des Skispringens") musste den Dreh ohne Kurt Albert beenden. Der deutsche Wegbereiter der Freikletterbewegung verunglückte während einer Drehpause in der Fränkischen Schweiz im Alter von 56 Jahren.

    Der Weg zum Tafelberg ist eine mindestens so große Herausforderung wie das Klettern selbst. Das teilt sich sinnlich in spannenden Szenen aus dem Dschungel mit. Die Männer sind tagelang mit dem Kanu und anschließend zu Fuß unterwegs. Die letzte Etappe müssen sie ohne Lastenträger meistern, weil der Aufstieg zum Fuß des Berges zu rutschig ist. Dann behindern Unwetter das Klettern in der überhängenden Wand. Der 45-jährige Glowacz verletzt sich am Fuß, das Essen wird knapp, und die Expedition muss abgebrochen werden. Gut ausgewählte Kletterhöhepunkte krönen nach der Wiederkehr die zweite Filmhälfte. Glowacz, der im Zentrum der Dokumentation steht, scheitert tagelang am gleichen Felsabschnitt. Doch dann kommt der magische, titelgebende Moment, als er seine eigenen Grenzen überwindet.

    Regisseur Manderla und seine renommierten Kameramänner Kolja Brandt ("Nordwand") und Franz Hinterbrandner ("Am Limit") liefern Szenen von atemberaubender Schönheit. Die waghalsigen Perspektiven am Fels wirken nicht reißerisch, sondern vermitteln einen realistischen Eindruck vom tagelangen Leben in der Vertikalen. Der Schnitt, für den sich Manderla mehr als ein Jahr Zeit nahm, entwickelt eine spannende Dramaturgie: Bilder der Expedition werden unterbrochen von Archivaufnahmen und Szenen aus der Heimat, die mehr als nur Hintergrundinformationen liefern. Besonders das Material aus früheren Jahrzehnten wirkt ansprechend emotional und vertieft das Verständnis für die Personen, ihre Motivation und ihr Erleben.

    Fazit: Die Sportdokumentation "Jäger des Augenblicks" bietet Abenteuer pur, indem sie die Porträts dreier renommierter Freikletterer mit spannendem Naturerlebnis verknüpft.
  • Die Dokumentation begleitet die Extremsportler auf einer spektakulären Tour de Force, die in einem Kletterunfall Kurt Alberts gipfelt, der sie zum Abbruch des Projekts zwingt. Noch im gleichen Jahr nehmen sie ohne ihren Freund einen zweiten Anlauf vor, der das Sportteam knallhart den Verlust ihres Partners spüren lässt. Ein spannender Abenteuerfilm, der dem Publikum den Atem stocken lässt und das körperlich und psychisch extreme Erlebnis hautnah erfahrbar macht.

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