Am heutigen Mittwoch werden in Cannes die 62. Internationalen Filmfestspiele zum ersten Mal mit einem Animationsfilm eröffnet. Gezeigt wird an der französischen Cote d'Azur außerhalb des Wettbewerbs die Pixar-Animation „Oben“ in 3-D. Um die Goldene Palme konkurrieren 20 Filme, darunter die deutsche Koproduktion „Das weiße Band“ des österreichischen Regisseurs Michael Haneke. Ulrich Tukur und Susanne Lothar spielen in dem am Vorabend des Ersten Weltkriegs in einem norddeutschen Dorf angesiedelten Drama. Es geht um mysteriöse Unfälle, die sich dort häufen und wie rituelle Bestrafungen aussehen.  Weitere deutsche Schauspieler wie Daniel Brühl und Til Schweiger sind in einem anderen Wettbewerbsfilm zu sehen, Quentin Tarantinos „Inglorious Basterds“. Brad Pitt stellt den Anführer einer Gruppe jüdisch-amerikanischer Soldaten dar, die im besetzten Frankreich des Zweiten Weltkriegs Nazis skalpieren. Als deutsche Koproduktion geht Lars von Triers „Antichrist“ in den Wettbewerb, in dem Charlotte Gainsbourg und Willem Dafoe ein trauerndes Ehepaar spielen, das sich nach dem Tod ihres Kindes in eine einsame Waldhütte zurückzieht. Hochkarätige Anwärter auf die Goldene Palme sind außerdem Pedro Almodóvars „Zerrissene Umarmungen“ mit Penélope Cruz, Ang Lees „Taking Woodstock“ oder Jane Campions Liebesgeschichte über den britischen Romantikdichter John Keats, „Bright Star“. Der Brite Ken Loach ist mit seinem Film „Looking for Eric“ über den Fußballer Eric Cantona vertreten, der 86-jährige Franzose Alain Resnais mit „Les Herbes folles“ und Park Chan-wook mit „Thirst“. Die Jury wird von der französischen Schauspielerin Isabelle Huppert geleitet. Das Festival von Cannes dauert bis zum 24. Mai und schließt mit dem französischen Film von Jan Kounen, „Coco Chanel & Igor Stravinsky“. Ebenfalls außer Konkurrenz wird Terry Gilliams „The Imaginarium of Doctor Parnassus“ gezeigt, der letzte Film, in dem der verstorbene Heath Ledger mitspielte. 

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