Inga Lindström: Mein falscher Verlobter

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   2009
Inga Lindström: Mein falscher Verlobter Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Inga Lindström: Mein falscher Verlobter: Liebeswirren vor schwedischer Kulisse.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Die Grundidee mag ja nicht sonderlich originell sein, aber gerade gemessen am üblichen Zuckerguss, den das ZDF auf seinem Sonntagssendeplatz verbreitet, ist die Handlung spritzig, witzig und verblüffend temporeich umgesetzt. Deshalb kann man auch leichten Herzens darüber hinwegsehen, dass man die einzelnen Teile der Geschichte schon vielfach gesehen hat. Das wiederum wundert nicht: Autorin Christiane Sadlo ist schließlich drauf und dran, unter ihrem Pseudonym Inga Lindström das dritte Dutzend voll zumachen; da kann man nicht erwarten, dass jeder Film eine völlig neue Welt erschafft.

    Die Figurenkombination im Zentrum ist allerdings das pure Klischee: Der beste Freund von Galeristin Nina (Julia Stinshoff), die ein bisschen durch den Wind ist, weil ihrer Galerie die Pleite droht, ist nicht nur schwul, sondern auch Friseur. Heikko Deutschmann verzichtet allerdings konsequent auf Feminismen aller Art. Trotzdem ist die sexuelle Neigung von Lasse natürlich der Gag an der Sache: Weil Nina sich nicht traut, ihren strengen Vater (Dietrich Mattausch) um Geld anzuhauen, schlägt Lasse vor, sich anlässlich der Geburtstagsfeier des ehemaligen Admirals auf dem Land als ihr Verlobter auszugeben. Nina macht ihn dann noch spontan zum Chirurgen, was Lasse allerdings nicht mitbekommt; entsprechend komisch sind seine Antworten auf Fragen nach seinem Beruf.

    Ohnehin agiert das Trio mit großer Spielfreude. Gerade Mattausch ist als grimmiger Patriarch sehenswert, zumal hinter der rauen Fassade ein weicher Kern schlummert: Seit geraumer Zeit schon hat der Witwer im Stillen sein Herz der gleichfalls verwitweten Restaurantbesitzerin Antonella (Marijam Agischewa) geschenkt; er traut sich bloß nicht, über seinen Schatten zu springen. Aber nun will Antonella nach Italien zurück.

    Natürlich erlebt auch die Hauptfigur ihre Romanze. Sehr hübsch lassen Sadlo und Komödienspezialist Ulli Baumann („Nikola“, „Ritas Welt“) Nina und den Aussteiger Jonas (Ralf Bauer) immer wieder ihre Wege kreuzen. Am Ende entpuppt sich der Städter als neuer Nachbar: Er hat zwar von Landwirtschaft keine Ahnung, was gleichfalls zu diversen heiteren Momenten führt, aber einen Hof übernommen. Selbstredend findet es Jonas gar nicht lustig, als er von der bevorstehenden Hochzeit zwischen Nina und Lasse erfährt. Und dann ist da noch Ninas Großmutter, ein Drachen, vor dem selbst der Admiral Respekt hat; wer könnte diese Rolle besser spielen als Irm Hermann. Bleiben bloß noch die herrlichen Landschaftsaufnahmen (Kamera: Fritz Seemann) zu erwähnen, aber die sind ohnehin sind fester Bestandteil der Reihe. tpg.

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